
Der Biologe Ralf Sistermann kennt sich mit Stinktieren bestens aus, denn er lebt schon über ein Jahr mit einem zusammen. Mit dessen natürlichem Abwehrmechanismus hat er allerdings erst ein einziges Mal Bekanntschaft gemacht. Ralfs Mitbewohner, das Stinktier Fix, ist eigentlich ein "dufter" Typ, auch wenn er gerne mal die Wohnung seines Herrchens auf den Kopf stellt. Obwohl Stinktiere eher dämmerungs- und nachtaktiv sind, übernimmt Fix auch tagsüber Streifzüge durch sein Revier und seine Entdeckungslust kennt keine Grenzen. Besonders interessant für ihn sind Topfpflanzen und Mülleimer, denn Stinktiere graben für ihr Leben gern.
Fell- und Krallenpflege
Wenn es um seine Körperhygiene geht, ist Fix jedoch sehr reinlich. Um seine Fellpflege kümmert er sich selbst, hin und wieder wird er jedoch auch von Herrchen gebürstet. Indem Ralf mit einem Waschlappen tote Haare aus dem Fell entfernt, verhindert er, dass sein Schützling sie beim Lecken verschluckt. Auch die Krallen müssen aufgrund der Wohnungshaltung regelmäßig gekürzt werden, weil sie sich nicht wie in freier Natur abnutzen können. Fix genießt die Nähe zu seinem Zweibeiner und lässt das Pflegeprogramm gerne über sich ergehen.
Für seine Geschäfte benutzt Fix die Katzentoilette. Danach zieht er sich am liebsten in seine Höhle zurück. Der Streifenskunk hat ein eigenes Häuschen, in dem er normalerweise den ganzen Tag verschläft. Bei seiner Siesta will er dann auch keinesfalls gestört werden.
Umgekehrt reißt das nachtaktive Stinktier sein Herrchen öfter mal aus dem Schlaf. Lange böse sein kann Ralf seinem Fix aber nie. Er hat ihn zusammen mit dessen Stinktierbruder Foxi mit der Hand aufgezogen, nachdem die beiden nach der Geburt von ihrer Mutter verstoßen wurden. Als sie ins geschlechtsreife Alter kamen, mussten sie voneinander getrennt werden, weil sie sich nicht mehr vertragen hätten. Foxi zog daraufhin in einen Tierpark um, während Fix nach wie vor das "Hotel Ralf" bewohnt. Und Herrchen gibt sich auch alle Mühe, dass es seinem ungewöhnlichen Haustier gut geht!
Futter im Spielzeug
Damit keine Langeweile aufkommt, bekommt Fix sein Fressen nicht einfach so in einem Futternapf serviert, sondern muss es sich erarbeiten! Ralf befüllt dazu eine Papprolle zum Beispiel mit Frettchen-Trockenfutter und verschließt sie dann mit etwas Papier. Beim Auspacken werden die natürlichen Instinkte eines Skunks geweckt, schließlich räubert er in freier Wildbahn auch mal einen Bienenstock, plündert Vogelnester, oder sucht nach Früchten und Nüssen. Frisches Obst oder Gemüse sollte man übrigens nicht in die Papprolle stecken, da Papierfetzen daran kleben bleiben und vom Tier verschluckt werden könnten. Ansonsten sind Stinktiere was die Auswahl ihres Futters angeht sehr unkompliziert. Den Vierbeinern schmeckt einfach alles, was ihnen unter die Schnauze kommt.
Ausflüge ins Freie
Schwieriger ist es, Fix zu Ausflügen an der frischen Luft zu überreden. Stinktiere sind eigenwillig und etwas faul. Das Durchforsten ihrer Umgebung nach potenziellen Nahrungsquellen sowie das Stöbern in Löchern finden sie viel spannender als anstrengende Wanderungen. Der Erkundungstrieb und die Plünderlust liegen ihnen einfach in den Genen: In freier Wildbahn übernehmen sie oft sogar die Bauten anderer Tiere.
Grundsätzlich gilt...
Wer mit einem Streifenskunk zusammenleben möchte, muss mit all seinen Vor- und Nachteilen leben. Auch wenn die Abwehrdrüse nur eingesetzt wird, wenn sich die Tiere bedroht fühlen, muss man doch immer mit einer Stinkattacke rechnen. Während es früher üblich war, die Drüse zu entfernen, so ist dies heute zum Glück durch das deutsche Tierschutzgesetz verboten.
Beachtet werden muss auch, dass sich Stinktiere nur schwer vergesellschaften lassen. Vor allem Nagetiere bis zur Größe eines Kaninchens, werden von den Räubern gerne als Beute angesehen.
Im VOX-Tierlexikon: » Streifenskunk
Fell- und Krallenpflege
Wenn es um seine Körperhygiene geht, ist Fix jedoch sehr reinlich. Um seine Fellpflege kümmert er sich selbst, hin und wieder wird er jedoch auch von Herrchen gebürstet. Indem Ralf mit einem Waschlappen tote Haare aus dem Fell entfernt, verhindert er, dass sein Schützling sie beim Lecken verschluckt. Auch die Krallen müssen aufgrund der Wohnungshaltung regelmäßig gekürzt werden, weil sie sich nicht wie in freier Natur abnutzen können. Fix genießt die Nähe zu seinem Zweibeiner und lässt das Pflegeprogramm gerne über sich ergehen.
Für seine Geschäfte benutzt Fix die Katzentoilette. Danach zieht er sich am liebsten in seine Höhle zurück. Der Streifenskunk hat ein eigenes Häuschen, in dem er normalerweise den ganzen Tag verschläft. Bei seiner Siesta will er dann auch keinesfalls gestört werden.
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Futter im Spielzeug
Damit keine Langeweile aufkommt, bekommt Fix sein Fressen nicht einfach so in einem Futternapf serviert, sondern muss es sich erarbeiten! Ralf befüllt dazu eine Papprolle zum Beispiel mit Frettchen-Trockenfutter und verschließt sie dann mit etwas Papier. Beim Auspacken werden die natürlichen Instinkte eines Skunks geweckt, schließlich räubert er in freier Wildbahn auch mal einen Bienenstock, plündert Vogelnester, oder sucht nach Früchten und Nüssen. Frisches Obst oder Gemüse sollte man übrigens nicht in die Papprolle stecken, da Papierfetzen daran kleben bleiben und vom Tier verschluckt werden könnten. Ansonsten sind Stinktiere was die Auswahl ihres Futters angeht sehr unkompliziert. Den Vierbeinern schmeckt einfach alles, was ihnen unter die Schnauze kommt.
Ausflüge ins Freie
Schwieriger ist es, Fix zu Ausflügen an der frischen Luft zu überreden. Stinktiere sind eigenwillig und etwas faul. Das Durchforsten ihrer Umgebung nach potenziellen Nahrungsquellen sowie das Stöbern in Löchern finden sie viel spannender als anstrengende Wanderungen. Der Erkundungstrieb und die Plünderlust liegen ihnen einfach in den Genen: In freier Wildbahn übernehmen sie oft sogar die Bauten anderer Tiere.
Grundsätzlich gilt...
Wer mit einem Streifenskunk zusammenleben möchte, muss mit all seinen Vor- und Nachteilen leben. Auch wenn die Abwehrdrüse nur eingesetzt wird, wenn sich die Tiere bedroht fühlen, muss man doch immer mit einer Stinkattacke rechnen. Während es früher üblich war, die Drüse zu entfernen, so ist dies heute zum Glück durch das deutsche Tierschutzgesetz verboten.
Beachtet werden muss auch, dass sich Stinktiere nur schwer vergesellschaften lassen. Vor allem Nagetiere bis zur Größe eines Kaninchens, werden von den Räubern gerne als Beute angesehen.
Im VOX-Tierlexikon: » Streifenskunk
Sendung vom 31.01.2009



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