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Allesfresser Hund

Allesfresser Hund

Allesfresser - Staubsauger auf vier Beinen

Es gibt Hunde, die fressen für ihr Leben gerne und nehmen alles auf, was ihnen vor die Schnauze kommt. Dabei kommt es dem Vierbeiner nicht darauf an, was er frisst, sondern dass er etwas frisst: egal ob Hundefutter, vergammelte Essensreste oder Kot! Diese Futterfixierung strapaziert nicht nur die Nerven, sondern kann auch tödlich enden, z.B. wenn der Hund Rattengift aufnimmt. Denn leider werden in Deutschland immer wieder Giftköder ausgelegt...

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Auch hundkatzemaus-Reporterin Diana Eichhorn kennt dieses Problem, denn "Klein-Maggie" ist als ehemaliger spanischer Straßenhund kaum zu bändigen, wenn es um das Fressen von Leckereien oder Unrat geht. Heute besuchen Frauchen und Hund das Hundezentrum Teamcanin von Uwe Friedrich im Hochschwarzwald. Hier werden spezielle Kurse für "Staubsauger auf vier Beinen" angeboten, damit der Hund seinen Fund zukünftig nicht mehr unkontrolliert verschlingt.

Anti-Fresstraining

Allesfresser Hund

Das Training funktioniert über das Belohnungsprinzip. Der Hund soll lernen, sich zu beherrschen und eine Reaktion seines Menschen abzuwarten. Soll der Hund seine Beute abgeben, bekommt er nach dem Apportieren oder Sitzenbleiben eine lohnende Alternative, z.B. ein Leckerli. Geübt wird beispielsweise mit einer leckeren Wurst - das ist gemein, aber effektik! Die Wurst wird auf dem Boden positioniert und der Hundehalter soll mit seinem Vierbeiner nun gezielt darauf zugehen. Will der Hund ans Futter, blockiert der Mensch den Hund mit Körper und Stimme, d.h., z.B. mit der Hand und einem gleichzeitigen Kommando wie "nein" oder "pfui". Sofort gehen Mensch und Hund ein Stückchen weiter und der Hund bekommt seine Belohnung.

Alternativ kann man den Hund auch "sitz" machen lassen. Ziel dieses Training ist, dass der Hund nach einigen Wochen fast wie von selbst vor der Verlockung abdreht oder vor ihr sitzen bleibt, weil er weiß, dass er für dieses Verhalten belohnt wird. Die Königsdisziplin wäre dann, dass der Hund die Beute irgendwann apportiert und seinem Besitzer übergibt. Dieses Training erfordert insgesamt viel Geduld und vor allem Konsequenz des Menschen, doch nur so lernt der Hund innerhalb weniger Wochen, nicht alles zu fressen, was er findet.

Das Fressen von Unrat und Kot kann übrigens auch ein Versuch des Körpers sein, Mangelerscheinungen auszugleichen. Es empfielt sich, das tägliche Futter auf alle wichtigen Nährstoffe zu überprüfen oder den Hund gegebenenfalls auf Parasiten untersuchen zu lassen. Neben der Aufnahme von Gift kann das Fressen von Aas, Kot oder Verfaultem auch zu schweren Erkrankungen führen. Das Antifresstraining ist deshalb nicht nur sinnvoll, um mehr Kontrolle über seinen Hund zu bekommen, sondern es kann Leben retten.

Hinweis: Vergiftungen!

Allesfresser Hund

Die Symptome einer Vergiftung können von Tier zu Tier variieren. Am häufigsten sind jedoch Störungen des Magen-Darm-Traktes wie Erbrechen und Durchfall. Aber auch starkes Speicheln, Zittern, Bewegungsstörungen und Krämpfe können auf eine Vergiftung hinweisen. Hat ein Tier etwas Unbekanntes aufgenommen oder verhält sich nach dem Spaziergang auffällig, sollte dringend ein Tierarzt aufgesucht werden!

Aktuelle Warnungen vor Giftködern

Warnungen vor aktuell ausgelegten Giftködern finden Sie auf der Webseite www.giftköder.de

Kontakt zu Teamcanin
Hundezentrum Teamcanin
Coaching für Mensch + Hund
An der Burg 1
79843 Löffingen

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