SAMSTAGS I 18:00

American Curl

Foto: VOX/VP

Miezen mit komischen Ohren

Sie sind freundlich, sehr anhänglich und in Deutschland bisher weitestgehend unbekannt: Mit ihrer ungewöhnlichen Optik und ihrem bezaubernden Wesen begeistert die "American Curl" Katzenfans weltweit und auch BWL-Studentin Tina Hylla ist den Miezen mit den komischen Ohren hoffnungslos verfallen. Man sagt dieser Rasse nach, dass sie ihr ganzes Leben lang das Verhalten einer jungen Katze beibehält. Durch ihre Sanftheit und ihre große Anpassungsfähigkeit sind die Curls sehr angenehme und unproblematische Mitbewohner, deren Intelligenz, Neugier und Spielfreude einen immer wieder zum Staunen und Lachen bringen - nicht umsonst wird die American Curl auch Clown- oder Peter-Pan-Katze genannt.

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hundkatzemaus-Reporterin Diana Eichhorn möchte die außergewöhnlichen Katzen unbedingt kennenlernen und besucht Tina und ihre Rasselbande. Ihren Namen verdankt die American Curl nicht ihrem Fell,denn das entspricht dem einer ganz normalen Halblanghaar. Das Besondere an diesen verschmusten Stubentigern sind ihre mit längerem Fell besetzten "Kringelohren", die im oberen Drittel der Ohrmuschel nach hinten eingerollt sind und somit ihre runde Form erhalten. Bei den Neugenborenen ist diese Laune der Natur nicht sofort erkennbar. Der weiche Teil der Ohrmuschel beginnt sich erst ab dem zweiten bis zum zehnten Lebenstag nach hinten zu biegen und die endgültige Ohrform entwickelt sich dann in den folgenden vier Monaten.

Dass es sich bei der American Curl um eine Qualzucht handelt, wurde von Genforschern ausgeschlossen! Sie haben ingesamt 81 Würfe untersucht und festgestellt, dass die Genmutation der gekringelten Ohren weder das Skelett der Katze noch das Gehör beeinträchtigen. Es handelt sich vielmehr um ein dominantes Gen, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. 1981 entdeckten zwei Katzenfreunde in Süfkalifornien durch Zufall eine herrenlose schwarze Langhaar-Katze mit gekringelten Ohren. Sie nahmen das ungewöhnliche Tier in ihre Obhut und später auch in ihre Zucht auf. Das heißt, dass alle echten American Curls in ihrem Stammbaum auf diese kalifornische Urmutter zurückgehen. Dass es auch Curlies mit glatten Ohren gibt, ist auf eine Kreuzung von American Curls und normalen Hauskatzen zurückzuführen. Die Erklärung hierfür liegt in erster Linie in der Auffrischung des Genpools der American Curl. Hierbei muss jedoch stets der Standard der mittelgroßen und schlanken Halblanghaar eingehalten werden: die Ohren dürfen nicht mehr als 180 Grad und weniger als 90 Grad gebogen sein. Da es mittlerweile jedoch weltweit genügend "reinrassige" American Curls gibt, erfolgt eine Blutauffrischung durch Einkreuzen anderer Katzen nur noch sehr selten.

Americal Curl :Farben und Kombinationen

Foto: VOX/VP

Die Rasse wurde u.a. 1987 offiziell von der TICA (The International Cat Association), 1991 von der CFA (The Cat Fanciers´Association) und schließlich auch 2002 von der FIFe (Fédération Internationale Féline) anerkannt. Es gibt die Katzen in allen Farben, von einfarbig, über getigert und gescheckt bis Coulourpoint. Die Farben Chocolate und Cinnamon, sowie deren Verdünnungen oder Kombinationen, sind hingegen nicht anerkannt. Die Farbe der walnussförmigen Augen soll mit Grün, Braun oder Bernstein zum jeweiligen Fell passen und natürlich einheitlich sein. Bei den Katzen mit Abzeichen ist sie strahlend blau.

Gerade weil American Curls kaum Unterwolle haben, verfilzt das halblange Fell kaum und es gibt sogar Curlys, die kurzhaariges Fell haben. Ob kurz- oder lang: In erster Linie wird regelmäßig gebürstet, weil die absolut verschmusten Katzen diese zusätzlichen Streicheleinheiten lieben. Auch Diana muss nicht lange auf ihren ersten Schmusekuss warten...

Weitere Infos und Kontakt zur Züchterin
Natalia Paladijcuk
Kiefholzstr. 18a
12435 Berlin
Tel: 030 - 817 05 703
Mobil : 0160 - 542 21 74
Buchtipp
Katzenrassen: Alle Rassen und alle Farben
Metz, Gabriele
Kosmos, 2006
ISBN 978-3440102657, EUR 9,95
128 Seiten

HIGHLIGHTS

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