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Analyse und Training

Spyke hat seinen eigenen Kopf
Spyke hat seinen eigenen Kopf 00:03:06
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Ein unerzogener Frustrammler

Spyke, eine Olde-English-Bulldogge, kann nicht wirklich gut mit Frust umgehen. Sobald eine Stresssituation auftaucht, klammert er sich ans nächste Hosenbein und rammelt, was das Zeug hält. Aufgrund des gesteigerten Sexualtriebs soll Spyke als erstes kastriert werden, damit er sich auch wieder anderen Dingen widmen kann.

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Hundeprof Martin Rütter
Kann Hundeprofi Martin Rütter Spyke einen anderen Weg zeigen mit Stress umzugehen?

Das Training: Erste Befehle erlernen

1. Trainingsschritt: Spyke ist nicht nur ein "Frustrammler", sondern auch völlig unerzogen. Dementsprechend sollen ihm die Grundsignale wie Sitz, Platz und Bleib beigebracht werden. Zuallererst wird jedoch das Abrufen geübt, damit Spyke auch tatsächlich kommt, wenn man ihn ruft. Wichtig ist dabei, dass er immer von einer Person gerufen wird, die er gerade nicht im Visier hat. Kommt Spyke anstandslos und auf direktem Weg, gibt es eine Belohnung. Das kann Futter sein, für andere Hunde ist aber auch Spielzeug interessant! Was auf kurzen Distanzen klappt, muss im nächsten Schritt mit mehr Abstand geübt werden. Eine weitere Schwierigkeit, die mit Übungsfortschritt hinzukommt, ist die Ablenkung durch die Umwelt. Das bedeutet, dass ein neues Signal immer erst in möglichst reizarmer und vertrauter Umgebung geübt werden sollte. Wenn es da funktioniert, wird das Training in Situationen fortgesetzt, die mehr Ablenkung bieten bzw. dem Hund spannender erscheinen. Meist muss man zunächst einige Übungsschritte zurückgehen, damit der Hund die Aufgabe bewältigen kann. Denn auch er muss lernen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und das Umfeld auszublenden.

2. Trainingsschritt: Als zusätzliche Auslastung, die Spykes Körper und Kopf beanspruchen soll, wird die so genannte Reizangel etabliert. An einem Stab mit einer Schnur versehen, hängt das Lieblingsspielzeug, das der Hund jagen darf. Durch dieses Hetzen kann Spyke seinen Jagdinteressen nachgehen, ohne tatsächlich ein Kaninchen oder ähnliches zu jagen. Die Reizangel bietet eine gute Möglichkeit Hunde auch auf wenigen Quadratmetern zum Hecheln zu bringen. Bevor es aber zu dynamisch wird, muss unbedingt getestet werden, wie der Hund auf die Reizangel reagiert. Manche Vertreter haben nämlich Angst davor, wenn ihr Mensch mit einem Stab über ihrem Kopf hantiert. Spyke gehört jedoch nicht dazu und hat Spaß daran, sich mit Martinas Hilfe auszutoben!