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Balou: Analyse und Training

Balou bellt andere Hunde an
Balou bellt andere Hunde an 00:01:12
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Der Fall Balou: Ein Energiebündel sorgt für Stress

Die Spaziergänge mit Balou sind äußerst chaotisch. Denn entweder entpuppt er sich im Freilauf als Ausreißer, der sich für alles interessiert, nur nicht für seine Menschen. Oder er pöbelt an der Leine andere Hunde an und ist dann schwer zu halten. Da es sich um einen wissbegierigen Hund handelt, muss eine Aufgabe für Balou her, die ihn zum einen auslastet und zum anderen die Bindung zu seinen Menschen stärkt. Er soll seine Familie spannender finden und sich dementsprechend weniger anderen Reizen widmen.

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Das Training: Interessante Reize schaffen

1. Trainingsschritt: Balou soll das Apportieren erlernen. Prinzipiell lernt er das zwar schnell, aber er nutzt die Übungen auch aus, um seine Menschen vorzuführen und zu zeigen, dass er einen eigenen Kopf hat. Die Anfangszeit gestaltete sich schwierig und es war sehr viel konsequentes Training nötig. Balou musste lernen, dass Frauchen spannender ist. Sehr häufig musste das Training abgebrochen werden, um es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu versuchen. Machte Balou mit, bekam er viel Lob und Futter, weigerte er sich, ging es kommentarlos mit leerem Magen nach Hause.

2. Trainingsschritt: Als Balou dann endlich begriffen hatte, worum es geht, wurde ihm die "Anfängerübung" schnell zu langweilig. Der junge Hund wollte weiter gefordert werden und bekam Denksportaufgaben für die Hundeschnauze. Mit seiner Nase musste er im Wald den Sohn der Familie suchen. Das machte Hund und Haltern Spaß und führte dazu, dass Balou seiner Familie gegenüber viel aufmerksamer wurde und deutlich weniger Tendenzen hatte, das Weite zu suchen.

3. Trainingsschritt: Im letzten Schritt wurde das Apportiertraining auch noch als Alternative zum Artgenossen-Anpöbeln eingesetzt. Balou wurde vor die Wahl gestellt: Entweder andere Hunde anbellen und dann sofort und ohne Belohnung nach Hause fahren oder den Futterbeutel apportieren und Bestätigung von Frauchen bekommen. Damit das funktioniert, war die Distanz zu fremden Hunden anfangs sehr groß. So war es Balou überhaupt möglich, sich für die Mitarbeit mit seinem Menschen zu entscheiden. Als er das verstanden hatte, konnte der Abstand zu anderen Hunden nach und nach verringert werden. Bis zum Schluss für Balou ganz klar war, dass er lieber einen Futterbeutel apportiert und trägt, als an der Leine auszurasten.