BBC Exklusiv

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Unglück in der Tiefe - Sa, 18.12. um 23:05 Uhr

Am 20. April 2010 ereignete sich im Golf von Mexiko die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA. Der sogenannte Blowout-Preventer der schwimmenden Öl-Plattform "Deepwater Horizon" hatte versagt - die Bohrinsel geriet in Brand und versank in wenigen Tagen. Millionen Liter Öl schossen in einer Tiefe von über 1.000 Metern ins Meer. Die packende Dokumentation "Unglück in der Tiefe" zeichnet die Chronologie dieser Katastrophe nach und rekonstruiert den fieberhaften Kampf von Wissenschaftlern, US-Regierung und dem Ölkonzern BP gegen das außer Kontrolle geratene Leck.

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Das Unglück auf der Deepwater Horizon und die daraus resultierende Umweltkatastrophe entwickelten sich schnell zu einem verbalen Krieg zwischen der US-Regierung und dem britischen Öl-Riesen BP. Doch während sich in den Medien alles um Schuldzuweisungen, mangelnde Sicherheitsvorkehrungen und den Zorn der amerikanischen Bevölkerung drehte, spielte sich tief unter dem Meeresspiegel noch bis Mitte Juli 2010 der eigentliche Kampf ab - der Kampf der Ingenieure und Wissenschaftler, die damit beauftragt waren, das Öl-Leck zu schließen.

Dieser, bisher wenig bekannte Aspekt der Katastrophe wird in dieser Dokumentation minutiös analysiert. Es ist eine Geschichte wie ein guter Thriller. In den Tiefen des Golfs von Mexiko sind herkömmliche Verfahren zur Schließung von entzündeten Ölquellen praktisch nicht anwendbar. Für Wissenschaftler und Ingenieure wie Joe Tyrell und Jason Holvey war daher kein Konzept zu abwegig, keine Gerätschaft zu teuer. Mit riesigen Absaugglocken und überdimensionalen Rohrschneidern versuchten sie der Ölpest entgegenzutreten.

Am Ende dauerte es drei Monate, bis das Öl erstmals unter Kontrolle gebracht wurde. Eine eigens angefertigte Ventilkonstruktion von Pat Campbell, einem Veteran der Branche, der bereits im Golfkrieg die von Saddam Hussein entzündeten Ölfelder gelöscht hatte, war schließlich erfolgreich. Erst fünf Monate nach Beginn der schwersten Ölpest in der Geschichte der USA wurde das Bohrloch für "tot" erklärt. 780 Million Liter Rohöl waren bis dahin ins Meer geflossen und hatten weite Teile der US-Golfküste verseucht. Der Kampf der Ingenieure im Angesicht dieser Umweltkatastrophe wird in dieser deutschen Erstausstrahlung atemberaubend dokumentiert.