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Biete Rostlaube, suche Traumauto: Frechheit siegt!

Panagiota Petridou will Mazda an den Mann bringen

Powergriechin Panagiota Petridou hat den erstandenen Mazda 626 aufpäppeln lassen und will ihn jetzt gewinnbringend an den Mann bringen. Schließlich soll die „Biete Rostlaube, suche Traumauto“-Autoverkäuferin für Oma Karoline ein neues Auto mit Automatikgetriebe besorgen – und da zählt jeder Cent.

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Biete Rostlaube, suche TRaumauto: Panagiota Petridou will Mazda verkaufen
Panagiota Petridou will Mazda verkaufen

Die Roststellen sind beseitigt, der Mazda ist sauber und frischen TÜV hat er auch bekommen. Panagiota Petridou trifft sich einem potentiellen Käufer. Die Powergriechin drückt vor dem Haus von Richard Scholten kräftig auf die Hupe. Ganz schön laut, aber wirksam, denn kurz darauf tritt ein Mann aus dem Haus und kommt auf Jota zu. Kurzes Händeschütteln: „Ey, Panagiota“. „Ich bin der Richie“, kommt es mit einem strahlenden Lächeln zurück. „Du suchst einen Kombi?“, fragt die Griechin. Das kann Richie nur bejahen. Er habe Kinder und eine Gebäudereinigungsfirma und brauche Platz – auch für sein Werkzeug. Panagiota rattert die Daten runter, wie ein Computer: „Mazda 626, Baujahr 2001, 153.000 gelaufen, frischen TÜV. Wir haben gerade die Radläufe vom Rost entfernt. Klimaanlage hat er, elektrische Fenster, Zentralverriegelung, Getränkehalter, Fußmatten, Lederlenkrad, Dachreling, Reifen.“

Richie, der beim Plädoyer fürs Auto hinterm Steuer gesessen hat, kommt jetzt heraus und geht ums Auto rum. „Keine Alufelgen. Schade, ne?“, sagt er in Panagiotas Richtung. „Alufelgen? Stimmt, hat er nicht. Aber, die sind auch absolut überbewertet“, antwortet Jota kess. Man müsse auch ein bisschen an die Umwelt denken. Motor wäre drin, Batterie ebenfalls, Ölwechsel auch gemacht – was will Mann mehr? Der hat in der Zwischenzeit eine kleine Delle gefunden. „Hat der mal einen mitgekriegt?“, fragt er die Autoverkäuferin. „Kleine Beulchen und Kratzer wirst du überall finden. Muss ja auch sein - mit fünfzehn Jahren.“ Er solle doch mal überlegen, was bei ihm in den vergangen 15 Jahren so alles passiert sei. Wäre doch langweilig, wenn da nicht passiert wäre. „Gut gesprochen“, muss der Kunde anerkennen.

Beulchen hat er überall – wir haben alle Beulchen

Während sie mit Richie um den Mazda rum geht, schwärmt sie in den höchsten Tönen: „Der sieht aus, wie ne‘ blaue Eleganz.“ Der Kofferraum kann den Kunden überzeugen – wäre da nicht schon wieder eine Beule, die ihn stört. „Beulchen hat er überall – wir haben alle Beulchen“, kontert Panagiota, und haut Richie auf seinen Bauch. Frechheit siegt! Und, der Mazda scheint Richard Scholten auch zu gefallen. Jota lässt jetzt die Katze aus dem Sack und nennt Richie den Preis: 1.500 Euro. Ist dem natürlich zu viel: 1.000 Euro würde er zahlen. „Bisschen wenig“, kann Panagiota da nur sagen. „Da brauchst du nur reinsteigen – und Abenteuer!“ Das müsse doch mehr wert sein!

Doch der Kunde bleibt dabei: 1.000 Euro, das wäre doch ok, oder? Diese Frage kann Jota natürlich nur mit „Nein“ beantworten. Die Griechin hat den Preis hoch angesetzt, da könnte sie noch etwas runter gehen. Aber nicht zu viel, denn für Omas Traumauto zählt jeder Cent. Nach kurzem überlegen schlägt Jota ein: Der Deal ist perfekt! Für 1.300 Euro wechselt der Mazda den Besitzer.