SAMSTAGS I 18:00

Blindenführhund Dolph

Blindenführhund Dolph
© "Ich sehe dich"; Mini-Serie über die Ausbildung des Blindenhundes Dolph

Folge 10 - Die ersten Trainingsschritte

Der junge Labradorrüde Dolph hat sowohl den schwierigen Eignungstest in der Innenstadt als auch den medizinischen Tierarztcheck bestanden und ist in der Lage als Blindenführhund zu arbeiten. Seit einigen Tagen wohnt er mit seiner Trainerin Janine Gutknecht unter einem Dach und die beiden haben sich schnell aneinander gewöhnt - beste Voraussetzungen, um endlich mit den ersten Lektionen der zehnmonatigen Ausbildung zu beginnen. Janine hat schon mit Dolph geübt, immer links von ihr zu gehen und sich vorm Verlassen der Wohnung ruhig vor die Tür zu stellen, damit man ihm Leine und Geschirr anlegen kann. Heute geht es mit dem grundlegendsten Trainingsschritt los: Dolph muss lernen, sich an das spezielle Führgeschirr zu gewöhnen. Ausbilder Siegfried Küch hat sich dafür einen ruhigen Feldweg am Rande von Wesel ausgesucht, denn speziell am Anfang der Ausbildung soll es dem Hund so leicht wie möglich gemacht werden, positive Erfahrungen zu sammeln - hier gibt es außer etlichen Belohnungsleckerlis keine Ablenkung für Dolph und er entpuppt sich als gelehriger Schüler. Ziel des Trainings ist es, später zügig und gradlinig zu gehen, so dass zwischen dem Hund und dem Blinden durch Zug eine Verbindung zustande kommt. Mit der Gewöhnung an das Geschirr soll Dolph auch dessen Bedeutung verstehen: Geschirr an bedeutet Arbeit, Geschirr aus bedeutet Freizeit, in der dann auch ruhig geschlendert und geschnuppert werden darf.

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Die Aufgaben von Blindenführhunden

Blindenführhund Dolph
© "Ich sehe dich"; Mini-Serie über die Ausbildung des Blindenhundes Dolph

Ein Blindenführhund muss seinem blinden Menschen vor allem Hindernisse im Alltag anzeigen, wie z.B. Bordsteinkanten, die immer wieder zur Gefahr für den Blinden werden können. Zu diesem Zweck soll Dolph am zweiten Tag seiner Ausbildung lernen, eine Bordsteinkante anzuzeigen: Trainerin Janine Gutknecht bleibt dafür vor jeder Bordsteinkante stehen, macht Dolph darauf aufmerksam und verknüpft das Stehenbleiben mit dem Wort "Bord". Dass der Hund vor jeder Bordsteinkante hält, ist für den Blinden besonders wichtig, damit dieser später nicht darüber stolpert und womöglich sogar vor ein Auto fällt. Als ein kleiner Igel den Weg des jungen Hundes kreuzt, ist er zwar kurz abgelenkt, doch das ist für Janine kein Grund an ihrem Schützling zu zweifeln. Dolphs Training hat gerade erst begonnen und sowohl Siegfried Küch als auch Janine Gutknecht sind zuversichtlich, dass er ein hervorragender Blindenführhund wird. Bis dahin muss der junge Rüden allerdings noch einiges lernen...

HIGHLIGHTS

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