Brunch

Brunch

Brunch - In Ruhe genießen

Am Wochenende schön ausschlafen und sich keine Gedanken um das Mittagessen machen müssen? Klar, mit einem leckeren Brunch nach allen Regeln der (Brunch-)Kunst!

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Die Frage nach der Beliebtheit eines ausgedehnten Brunchs ist über jeden Zweifel erhaben. Darüber, wer diese geniale Kombination aus Frühstück und Mittagessen aber eigentlich erfunden hat – und wann – herrscht hingegen ein wenig Uneinigkeit. Fest steht, dass die Bezeichnung sich aus den englischen Wörtern für Frühstück ("Br"eakfast) und Mittagessen (L"unch") zusammensetzt. Der Name ist somit schon Programm.

Vom Studenten-Slang zur Filmstar-Party

Den meisten Quellen zufolge tauchte das Wort "Brunch" zum ersten Mal 1895 in der britischen Zeitschrift Hunter's Weekly auf und wurde danach zu Studenten-Slang. Spätestens in den 1930er Jahren war Brunchen dann auch auf der anderen Seite des Ozeans, in den USA, sehr angesagt. In einem Buch des amerikanischen Gastro-Autors Evan Jones heißt es, dass besonders Filmstars auf ihren Reisen zwischen Ost- und Westküste mit größter Vorliebe einem ausgiebigen Brunch im berühmten "Pump Room" im Chicagoer Ambassador Hotel frönten. Deshalb ist es nicht ganz verwunderlich, dass andere Quellen behaupten, Brunch sei die "Erfindung" des New Yorker Reporters Frank Ward O'Malley und spiele auf die typischen damaligen Essgewohnheiten von Zeitungsreportern an.

Heutzutage brauchen Sie weder auf die Jagd zu gehen, noch ein Filmstar oder Reporter zu sein, um einen Brunch mit allem Drum und Dran zu genießen. Die fabelhafte Mischung zweier Mahlzeiten, bei der die Hauptzutaten eigentlich "Zeit und Gesellschaft" heißen, hat sich vom mondänen Luxus für einige Privilegierte zur alltagstauglichen Schlemmerei für jedermann gewandelt. Viele Hotels und Restaurants locken deshalb mit Brunch-Angeboten, besonders an den Wochenenden und Feiertagen. Individueller wird's, wenn Sie Freunde zum Brunch einladen und dabei nach Herzenslust alles auftischen, was Gastgeber, Gästen und Gaumen gefällt.

Die Regeln der Brunch-Kunst

Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Von den Lieblingscerealien über Obst, verschiedene Brot- und Brötchensorten, süße und herzhafte Brotaufstriche und -beläge, hin zu Suppen und Salaten bis zu warmen und kalten Speisen wie Eiern in jeglicher Form, Fisch, Auflauf oder sogar einem schönen Braten – erlaubt ist, was schmeckt! Natürlich darf auch Süßes wie Pudding, Eis oder Kuchen und Torte auf dem Schlemmerbuffet nicht fehlen. Ganz nach Gusto geht es auch bei den Getränken zu: Saft, Kaffee, Tee, Kakao, Milch und Wasser gehören quasi zum Standard-Getränkeprogramm. Wein und Bier können das Angebot abrunden. Und ein Glas Sekt, Prosecco oder Champagner verleiht jedem Brunch einen Hauch Glamour.

Klassischerweise startet ein Brunch nicht vor 11:00 Uhr und nicht nach 12:00 Uhr und endet zwischen 15:00 Uhr und 16:00 Uhr. Planen und veranstalten Sie einen Brunch in Eigenregie oder teilen Sie die Aufgaben und gewünschten Gerichte untereinander auf – und machen so mit Familie und Freunden ein gemeinschaftliches "Genuss-Event" daraus! Das Auge isst mit, deshalb sind auch den Dekorationskünsten und –ideen keine Grenzen gesetzt. Je nach Jahreszeit, drinnen oder draußen, können Sie saisonal oder passend zum Anlass schmücken. Oder die Tafel ganz puristisch halten, denn die Hauptattraktion sind natürlich die leckeren Speisen.

Übrigens, ganz so neu ist die Idee des Brunchens auch in Deutschland dann doch nicht. Schon Anfang des 19. Jahrhunderts gab es hier den Begriff Gabelfrühstück. Damit wurde ein herzhaftes zweites Frühstück bezeichnet, das meist zu feierlichen Anlässen stattfand und vergleichsweise schnell wieder vorbei war. Wer auch immer den Brunch, wie wir ihn heute kennen und lieben, nun wann erfunden hat – gut gemacht