"Täglich verlieren Sie 1000 Gehirnzellen...

...retten Sie den Rest!" Mit diesen Worten wirbt VOX 1993. Der Sender nimmt für sich in Anspruch, anderes Fernsehen zu machen: Das Programm soll seriös und anspruchsvoll sein. Die Geschichte von VOX beginnt bereits 1990. In diesem Jahr tritt der "Westschienen-Staatsvertrag" in Kraft, der einen zusätzlichen privaten TV-Sender in Deutschland vorsieht. Er soll, so wollen es die Bundesländer, eine anspruchsvolle Alternative zu den bestehenden Sendern sein.

1991

Der "Westschienenkanal", die Keimzelle des späteren Senders, wird gegründet. Die Bertelsmann AG hält über die Ufa 24,9% der Anteile, die Westdeutsche Medienbeteiligungsgesellschaft besitzt 25,1%. Der Holtzbrinck-Verlag hält 14,5% und 11% gehören der von Alexander Kluge gegründeten dctp. Gründungsgeschäftsführer ist Erich Staake (Foto).

20. Dezember 1991

Der "Westschienenkanal" erhält gemeinsam mit der dctp die Sendelizenz für ein Fernsehvollprogramm. Lizenzgeber sind die Landesanstalt für Rundfunk NRW, die Bremische Landesmedienanstalt, die Landesanstalt für das Rundfunkwesen Saarland und die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk. Der zweite Lizenznehmer, die Düsseldorfer Firma dctp, steht für ein ambitioniertes Kulturprogramm.