Das hilft Kindern bei Reiseübelkeit wirklich

Das hilft Kindern bei Reiseübelkeit wirklich
Übelkeit ist für kein Kind schön © iStockphoto

Tipps für alle Eltern

Übelkeit und Erbrechen von Kindern können einer ganzen Familie den Urlaub vermiesen. Doch gegen Reiseübelkeit gibt es Tipps, die wirklich helfen.

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Bei Reiseübelkeit ist Kindern nicht immer nur schlecht. Allgemeines Unwohlsein, Schweißausbrüche, Schwindel, Kopfschmerzen, Blässe, sowie Erbrechen können Symptome sein.

Gerade bei längeren Autofahrten wird Kindern schnell mal schlecht - und das gilt nicht nur für besonders kurvige Strecken. Die Erklärung von Medizinern: Während das Sehzentrum eine gerade Straße signalisiert, bemerkt der Gleichgewichtssinn eine starke Lagenveränderung, ausgelöst durch ruckartiges Fahren oder Kurven. Das Gehirn bekommt also zwei unterschiedliche Botschaften geliefert, kann dies nicht richtig einordnen und reagiert dann schnell mit einem Übelkeitsreflex.

Häufig sind von diesem Phänomen Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren betroffen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Empfindlichkeit diesbezüglich ab. Ganz auf hört sie allerdings nicht.

Folgende Tipps helfen gegen die Übelkeit

Ernährung: Am besten keine fettigen Speisen vor der Reise essen. Sinnvoller sind Tee, Obst, leichte Kost, Zwieback.

Homöopathie: Anhänger der Homöopathie empfehlen das Mittel Cocculus D4. Dabei handelt es sich um das Hauptmittel gegen Reiseübelkeit mit Brechreiz und Schwindel bei Auto-, Bahn- oder Schiffsfahrten. Am Abend vor dem Reisestart und nach Bedarf während der Fahrt je 5 kleine Kügelchen nehmen.

Ablenkung: Wenn das Kind weiß, dass es ihm schnell schlecht wird, sollten Eltern versuchen, den Nachwuchs abzulenken. Durch Gespräche, Musik oder auch ein Hörspiel. Akustische Reize lenken am besten ab.

Blick geradeaus: Eine echte Hilfe ist ein gerader Blick nach vorne durch die Frontscheibe des Autos – oder auch beim Bus. Dadurch bekommt das Kind es mit, wenn beispielsweise eine Kurve kommt, und kann dann die verursachte Bewegung besser verarbeiten.

Luftzug: Frische Luft tut immer gut. Deswegen gilt es, im Auto regelmäßig mal kurz ein Fenster zu öffnen. Aber nicht zu weit, sonst zieht es schnell. Mindestens genauso wichtig sind regelmäßige Pausen, um durchzuatmen und sich die Beine zu vertreten. Geraucht werden sollte im Auto ohnehin nicht.

Sollten alle anderen Maßnahmen nicht ausreichen, kann es auch sinnvoll sein, auf Medikamente zurückzugreifen. Diese enthalten meist den Wirkstoff Dimenhydrinat und werden häufig als Kaugummi eingenommen. Sie wirken bereits nach einer halben Stunde und zwar etwa für vier Stunden. Man kann es bei Kindern aber auch mit einem Placebo versuchen. Einfach von einem Kaugummi behaupten, es helfe speziell gegen Übelkeit.