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Das perfekte Dinner: Elisa kennt ihre Schwächen gut

Das perfekte Dinner: Elisa kennt ihre Schwächen gut
© Tag 4: Elisa, Frankfurt/Taunus

Elisa nimmt sich selbst nicht ganz so ernst

Welche Eigenschaften schätzt Du an einem guten Gastgeber?

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Ich schätze es, wenn genug zu essen und trinken da ist, damit keiner einen Anstandsrest lassen muss. Je nach Anlass empfinde ich es als Sahnehäubchen, wenn man seinen Gästen Aspirin reichen kann.

Was war dein größter Kochunfall?

Ich habe mal versucht, alle mir damals diagnostizierten Unverträglichkeiten (Ei, Weizenmehl, Kuhmilch) zu beachten und dann einen Pfannkuchen aus Reismehl, Eiersatzmittel und Reismilch "gebacken". Das war vielleicht ein widerlicher Klumpatsch!

Welche Schwächen hast Du, welche Stärken?

Ich bin manchmal etwas ungeduldig, wenn ich eine gute Idee habe und hier und da verbummele ich mal was. Aber (und das zählt dann wohl zu meinen Stärken) ich kenne meine Schwächen und weiß mich gut vorzubereiten: Ich habe immer irgendwo einen Ersatzschlüssel und Notrufnummern. An sich bin ich aber nicht wirklich chaotisch, nur manchmal eben mit dem Kopf woanders. Ansonsten gelte ich als zuverlässig und einfühlsam. Ich schätze es selbst, wenn Freundinnen auch nachts ans Telefon gehen, wenn es mir schlecht geht. So will ich auch für sie da sein. Ansonsten mach ich gern aus jeder Not eine Tugend und nehme mich selbst nicht allzu ernst. Das hilft im Leben und macht aus schwierigen Zeiten manchmal lustige.

Welche drei Lebensmittel müssen immer vorrätig sein, warum?

Kartoffeln und Möhren (für Mamas "Muurnhitschel") und Fischstäbchen. Das zusammen ergibt mein bestes Alltagsessen für alleine abends auf dem Sofa.

Wieso machst Du beim "perfekten Dinner" mit?

Ich wollte dieses Jahr, nach dem Studienabschluss, eigentlich eine Reise machen. Das haut finanziell und zeitlich aber nicht ganz hin. Deshalb dachte ich mir: "Das perfekte Dinner" ist eigentlich auch eine kleine Reise, bzw. ein Abenteuer durch verschiedene Küchen in Frankfurt.

Ich liebe die Sendung einfach: Sie rahmt fast täglich mein Abendessenritual und ich muss mich immer schlapplachen über die genialen Kommentare. Man kann beim "perfekten Dinner" nicht nur beim Kochen zuschauen, sondern auch noch Mäuschen spielen bei den Leuten. Das liebe ich! Ich habe schon bei so vielen Leuten hinter die Kulissen gucken können, warum sollten sie das nicht auch mal bei mir dürfen?

Was macht für dich ein perfektes Dinner aus?

Das gewisse Etwas – vielleicht ein besonderer Pfiff im Essen oder eine besondere Aufmerksamkeit seitens des Gastgebers. Ich weiß es ehrlich gesagt noch nicht, vielleicht bin ich nach der Runde ja schon schlauer.

Worauf achtest Du besonders, wenn du Gäste hast?

Ich habe immer genug zu essen und trinken da. Und mindestens vier Schlafplätze (deshalb besteht mein Zimmer auch zu 50% aus Liegefläche). Mir ist es einfach wichtig, dass sich die Leute gehen lassen können. Mit meinen Freunden wird es am besten, wenn man noch einen gemütlichen nächsten Tag mit einem ersten Kaffee und Spätstück aus den Resten vom Vorabend, ungeschminkt und im Jogginganzug zusammen verbringt.

Was war deine größte kulinarische Herausforderung?

Ich war mal im Urlaub mit meinem Freund in der Bretagne. Der Nachbar unseres kleinen Ferienhauses hatte Frischfang aus dem Meer und drückte uns liebenswürdigerweise zwei Krebse, männlich und weiblich, in die Hände. Die zwei bewegten noch ihre Ärmchen und für meinen Freund und mich war dies wohl die größte moralisch-kulinarische Herausforderung. Zudem kam da nicht viel bei rum. Für die 20 Gramm Fleisch würden wir die Tierchen auf keinen Fall nochmal ins heiße Wasser werfen.

Dein bester Koch-Tipp/-Trick:

Windmühlenmesser zum Schneiden und für einen Frankfurter Kranz Weizenmehl durch Kartoffelmehl ersetzen.

Was ist das ungewöhnlichste Gericht, das Du je gegessen hast? Was ist daran bemerkenswert?

Ich habe in Paris mal in einer Art Asylanten-/Flüchtlingsküche gegessen. Das Gericht bestand aus Kochbananen, Hühnchen und Bohnen. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, ob es das Gericht oder eher die turbulente Umgebung und Zubereitung waren, die es so besonders gemacht haben. Jedenfalls ist es mir als außergewöhnlich im Gedächtnis geblieben.

Welche Utensilien sind in Deiner Küche unverzichtbar? Welche haben sich als Fehlkauf entpuppt?

Die Windmühlenmesser, die ich von meinen Großeltern bekommen habe. Ohne die geht gar nichts! Sie rosten und das finde ich manchmal komisch bis eklig, aber sie schneiden wie eine 1! Außerdem mag ich es Dinge meiner Großeltern oder Mutter zu übernehmen. Das ist für mich praktizierte Erinnerung. Fehlkäufe hatte ich bisher eigentlich noch keine, glücklicherweise. Vielleicht ein kleines Messer von WMF, im Vergleich zu den "Kneipchen" meiner Großeltern hat das keine Chance. Es ist so gut wie nie in Gebrauch.

Klarer Sieg in Dresden
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An Clemens kommt keiner ran

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