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Das perfekte Dinner in Bonn: Johanna ist als "Mitköchin" unausstehlich

Dinner Bonn Johanna
Dinner-Kandidatin Johanna gibt zu, dass sie manchmal mit zu viel Mut improvisiert.

Manchmal improvisiert Johanna zu viel

Welche Eigenschaften schätzt du an einem guten Gastgeber?

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Wenn der Gastgeber es schafft, dass ich mich bei ihm "zu Hause" fühle. Am besten gelingt das wenn ich merke, dass der Gastgeber nicht gestresst ist, sondern Spaß am Kochen und Servieren hat und der Abend für ihn oder sie genauso ein Genuss ist wie für mich. Wenn ich merke, dass sich jemand stresst, möchte ich gleich helfen und bekomme ein schlechtes Gewissen. Dann kann ich auch das Essen nicht so genießen, wie ich es gern würde.

Was war dein größter Kochunfall?

Ich habe mal Risotto gekocht und es etwas mit dem Wein übertrieben – alles hat nur noch sauer geschmeckt. Dann habe ich versucht, die Säure mit Zucker auszugleichen. Das Endergebnis war eine Art herzhafter Milchreis. Das reiben mir meine Brüder bis heute unter die Nase!

Welche Schwächen hast du, welche Stärken?

Meine Stärken sind: viel Liebe fürs Detail und Mut zur Improvisation.

Meine Schwäche ist manchmal etwas zu viel Mut zur Improvisation.

Außerdem bin ich eine unausstehliche "Mitköchin". Ich möchte immer meine Vorstellungen genau so umsetzen, wie ich es mir in den Kopf gesetzt habe und könnte bestimmt mehr lernen, wenn ich ein bisschen offener für die Vorschläge anderer wäre.

Welche drei Lebensmittel müssen immer vorrätig sein, warum?

Pasta, Käse und Tomaten. Das klingt bestimmt nicht sehr aufregend, ist aber im Prinzip alles, was ich im Notfall zum Leben brauche. Schon früher gab es bei uns zuhause einmal die Woche den "Nudelsamstag". Käse wäre das eine Lebensmittel, das ich mit auf eine einsame Insel mitnehmen würde und Tomaten sind das vielseitigste Gemüse das mir einfällt. Sie passen zu allem und schmecken in jedem nur erdenklichen Zustand – ob getrocknet, als Soße, frisch oder im Eis.

Wieso machst du beim "Perfekten Dinner" mit?

Ich mache beim "Perfekten Dinner" mit, weil ich gerne herausfinden würde, wo kochtechnisch meine Grenzen liegen. Ich freue mich auf neue kulinarische Eindrücke und hoffe darauf, nette Bonner kennenzulernen, die mir vielleicht in der Küche oder beim Gastgeben noch etwas beibringen können.

Worauf achtest du besonders, wenn du Gäste hast?

Ich möchte, dass sich jeder bei mir zuhause fühlt. Meine Gäste dürfen auch gerne mal mit in der Küche stehen und mit mir dort ein Gläschen Wein trinken. Wein ist ein ganz gutes Stichwort: Ich achte sehr darauf, dass alle Gläser immer gut gefüllt sind. Das lockert die Stimmung und verkürzt die Wartezeiten zwischen den einzelnen Speisen.

Was war deine größte kulinarische Herausforderung?

Eine riesige Lachsforelle, die Freunde von mir in Norwegen gefangen haben. Ich hatte vorher noch nie so einen großen Fisch zubereitet und hatte in der dortigen Jugendherberge nur begrenzte Mittel zur Verfügung. Am Ende hab ich sie mit ganz vielen Kräutern und Honig eingerieben und ins Rohr geschoben. So gut ist mir nie wieder ein Fisch gelungen!

Dein bester Koch-Tipp/-Trick:

Geduld ist bei einigen Gerichten das beste Gewürz.

Was ist das ungewöhnlichste Gericht, das du je gegessen hast? Was ist daran bemerkenswert?

Ich habe mal in Südkorea gelebt und dort einige Kuriositäten probiert. Das Speziellste waren wahrscheinlich frittierte Seidenraupen. Ich habe mich erst geekelt, konnte aber aus Höflichkeit nicht ablehnen und war dann wirklich positiv überrascht.

Welche Utensilien sind in deiner Küche unverzichtbar? Welche haben sich als Fehlkauf entpuppt?

Ich habe ein kleines Messer aus Schwarzstahl, welches auf den ersten Blick verrostet aussieht. Jedoch ist es seit Jahren das zuverlässigste Schneidwerkzeug, das ich besitze.

Einen richtigen Fehlkauf habe ich eigentlich noch nicht gehabt. Eventuell liegt das daran, dass ich auch keine großen Experimente bei der Wahl meiner Kochutensilien wage.

Johannas Menü

Vorspeise: Hausgemachte Thunfischravioli auf einem Carpaccio von gebratenen Babyzucchini mit Trüffelöl und Parmesanschaum

Hauptspeise: Kalbsrücken in Kräutermarinade mit warmem Fenchel-Orangen-Salat, glasierten Tomaten und Kartoffeltürmchen

Nachspeise: Quarkkeulchen mit Joghurtmousse und frischen Früchtchen und Kaffeespezialitäten

Amsterdam hat seinen Dinner-Sieger
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Sparpunkter Peter gewinnt

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