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Das perfekte Dinner: Julia kocht mit viel Liebe

Das perfekte Dinner: Julia kocht mit viel Liebe

Für Julia gehört Gefühl zum Kochen dazu

Welche Eigenschaften schätzt du an einem guten Gastgeber?

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Ich schätze ein „rundes“ Ambiente und einen roten Faden, der sich durch den ganzen Abend zieht und stimmig zum Gastgeber und der Location passt sowie viel Authentizität.

Was war dein größter Kochunfall?

Süßes Rührei.

Welche Schwächen hast du, welche Stärken?

Schwäche: Ich kann mich schrecklich in Dinge vertiefen, auch am Herd, und vergesse dann die Welt um mich herum vollständig. Das kann für meine Mitmenschen zeitweise recht anstrengend sein.

Stärke: Ich bin eine Frohnatur und „‘ne Jeck“ durch und durch. Ich habe ein begeisterndes Wesen und mit meiner guten Laune verbreite ich gerne auch gute Laune in meinem Umfeld.

Welche Lebensmittel müssen immer vorrätig sein, warum?

Pasta oder Patate, Pecorino oder Salame, Rucola oder Rapunzel und dazu ein guter Vino – wenn ich das im Haus habe, kann ich immer spontan einen schönen Apéro oder auch ein paar Leckereien zaubern.

Wieso machst du beim „Perfekten Dinner“ mit?

Weil ich total gerne koche und ein echter Genussmensch bin. Normalerweise koche ich für Freunde oder Bekannte, deren Geschmacksnerven ich eher kenne und einschätzen kann. Die spannende Herausforderung beim „Perfekten Dinner“ mitzumachen, ist für mich also das Kochen für wildfremde Menschen, deren Vorlieben und Geschmäcker ich gar nicht kenne. Quasi eine „Blind-Bekochung“ – besonders, weil ich am Montag dran bin.

Was ich außerdem total spannend finde, ist von genau diesen Wildfremden direkt eine neutrale 1-zu-1-Bewertung zu meinen Kochkünsten und den ausgesuchten Weinen zu bekommen.

Was macht für dich ein perfektes Dinner aus?

Auch hier empfinde ich ein Spiel aus Aromen, die sich durch das ganze Dinner ziehen, als perfekt. Wie eine Geschichte, die uns der Koch erzählen möchte, bei der er uns auf eine Genussreise mitnimmt.

Worauf achtest du besonders, wenn du Gäste hast?

Dass meine Gäste sich wohlfühlen und einen schönen Abend haben, bei dem auch auf dem Teller und im Glas Freude aufkommt – eben „‘ne Jeföhl“.

Was war deine größte kulinarische Herausforderung?

Der Weg bis zum perfekten Steak und für jeden Gast in seiner persönlichen Garstufe alles gleichzeitig und warm auf den Teller zu bringen.

Dein bester Koch-Tipp/-Trick?

„Selbstgemacht schlägt Tüte“:

Wie zu Omas Zeiten sind ganz viele Basisgerichte in der Küche superleicht selbst zu machen. Und sie sind häufig viel, viel schmackhafter und gar nicht so kompliziert zuzubereiten wie man denkt, von Tomatensuppe über Vanillepudding bis hin zur Kräuterbutter.

Was ist das ungewöhnlichste Gericht, das du je gegessen hast? Was ist daran bemerkenswert?

Absolut beeindruckt hat mich ein rotes „Recioto-Risotto“, gegessen in Venetien. Es war optisch und geschmacklich eine Wucht! Der sämige Risotto-Reis, der durch und durch mit Recioto (Süßwein aus Italien – Anm. d. Red.) durchzogen war. Dann der geschmolzene Parmesan, der darin ein wunderbar aufregendes Spiel aus süß, kräftig und salzig ergab.

Welche Utensilien sind in deiner Küche unverzichtbar? Welche haben sich als Fehlkauf entpuppt?

Meine zwei wichtigsten Utensilien: meine Hände und Liebe beim Zubereiten. Auch ganz wichtig: qualitativ hochwertiges Handwerkszeug wie Töpfe, Pfannen & Co. Lieber weniger und dafür gut. Außerdem Gewürze aus aller Herren Länder, besonders aber auch die von meiner Terrasse oder im Winter von der Fensterbank.

Meine Testreihe ergab, dass…

- Salatschleudern nur Platz wegnehmen

- Plastik in jedweder Form Holz unterlegen ist

- Spargeltöpfe vermutlich nur ein PR-Gag sind

- Eierkocher nur der Dekoration dienen

Amsterdam hat seinen Dinner-Sieger
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Sparpunkter Peter gewinnt

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