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Das perfekte Dinner: Raphael lebt mit zwei gruseligen Damen zusammen

Perfektes Gänsehaut-Dinner?
Perfektes Gänsehaut-Dinner? Raphael serviert Stoff für Alpträume 00:01:56
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Bei Raphael sieht's aus wie im Bates Motel

Kopulierende Pferde, anmutige Engel, drollige Frösche, neben Grabkerzen meditierende Zwerge: In Raphaels Eigenheim finden sich allerlei kuriose Gestalten. Dass es im Zuhause des "Das perfekte Dinner"-Kandidaten mancherorts so skurril ausschaut wie in einem Film von Terry Gilliam, liegt am Deko-Fimmel seines Lebensgefährten.

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Welcher Horrorfilm ist hier wohl gesucht?
Welcher Horrorfilm ist hier wohl gesucht? © VOX

Nach und nach hat sich das Eigenheim in ein Paradies für Freunde von Nippes und Tand verwandelt. Ganz schön drollig, der dekorative Krimskrams … Moment, was ist das denn? Im Garten, wo Raphael mit seinen Gästen gerade Apple Jacks genießt, erblickt die Dinner-Runde etwas, das wie Requisiten aus "The Hills Have Eyes" rüberkommt. Oder aus "The Texas Chain Saw Massacre". Oder "House of 1000 Corpses". Oder jedem anderen Film, in dem Geisteskrankheit eine tragende Rolle spielt. "Beängstigend. Man denkt, da sitzt jemand", beschreibt Thomas, was er beim Anblick der reglosen Gestalten empfindet. Stumm sitzen da zwei reglose ältere Damen, starrer als die Bewohner eines Seniorenheims nach dem Mittagessen. Manisch hockt das obskure Duo da, ein erfrorenes Lächeln auf den faltigen Gesichtern – als hätten sie im Moment des Todes etwas Witziges gesehen. Wo diese absonderlichen, lebensgroßen Puppen herkommen? Ob Bates Motel einen Ausverkauf hatte? Man weiß es nicht. Dinnergast Maiki weiß nur eins: "Auf den ersten Blick gruselig."

Selbst den Hausherren schaudert's dann und wann, wenn sich der werte Herr Partner mal wieder einrichtungstechnisch ausgetobt hat. "Ich bin selbst schon im Dunkeln runter, als ich nicht mehr wusste, dass da jemand auf dem Sofa saß, weil mein Freund umdekoriert hatte", beschreibt Raphael einen Schreckmoment, der auf einer Skala von "Legally Blonde" bis "The Conjuring" locker im oberen Drittel mitspielen kann. Und wer weiß, vielleicht steckt hinter der gruseligen Fassade ja ein wahrhaft schauriger Kern. Besessene Puppen wie in "Annabelle" oder "The Boy"? Verlorene Körperwelten-Exponate? Zur Herkunftsgeschichte der alten Damen verrät Raphael nur ein bisschen: "Grundsätzlich ist das einer Nachbarin nachempfunden. Aber nicht absichtlich. Wir haben die Ähnlichkeit später festgestellt", verrät er. Klingt ja mysteriös. Da kann man nur hoffen, dass die Puppen nicht nächtlicherweile auf Wanderschaft gehen und sich das Ganze zu Stephen-King-Romanstoff entwickelt – und dann später schlecht verfilmt wird.

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