AKTUELL NICHT IM PROGRAMM

Das Training mit Mischling Nouri-Boo

Kein leichter Weg für Martin Rütter!

Die Menschen sollen lernen, sich durchzusetzen. Aber sie tun sich sehr schwer damit. Der Weg zu einer halbwegs entspannten Besuchssituation scheint endlos lang. Da muss sich Hundeprofi Martin Rütter wohl noch was anderes einfallen lassen...

Kann Nouri-Boo seine Begeisterung über Besuch zügeln?
Kann Nouri-Boo seine Begeisterung über Besuch zügeln? 00:02:49
00:00 | 00:02:49
- Anzeige -

Das Training mit dem Hundeprofi

1. Trainingsschritt: Zunächst muss Nouri-Boo lernen, dass nicht alles erlaubt ist. Frauchen und Herrchen müssen lernen, ihm Grenzen zu setzen. Sei es dadurch, dass Essen oder Spielzeug "verteidigt" wird oder durch konsequente Ignoranz von Nouri-Boos unerwünschtem Verhalten.

2. Trainingsschritt: Jetzt kommt jede Menge Besuch, und Nouri-Boo wird beim Klingeln angeleint und mit zur Tür genommen. Allerdings wird er so kurz gehalten, dass keine Chance besteht, den Besuch zu belästigen. Die Leine hat den Vorteil, dass die Halter ihren Hund ignorieren können – denn das viele Schimpfen und die Beruhigungsversuche haben in der Vergangenheit nichts gebracht. Der Besucher hat die Aufgabe, den Hund komplett zu ignorieren. Erst wenn sich Nouri-Boo beruhigt, geht der Besucher wieder. Wenn Besuch länger bleibt, wird Nouri auch an der Leine mit ins Wohnzimmer genommen und erst einige Zeit später abgeleint. Das führt dazu, dass zu diesem Zeitpunkt der Besucher für Nouri keine wichtige Rolle mehr spielt, er dementsprechend also auch viel ruhiger und gelassener auf den Besuch zugehen kann.

3. Trainingsschritt: Das Mitführen an der Leine führt zwar zu deutlichen Verbesserungen, ist aber für einen richtig großen Trainingserfolg noch nicht ausreichend. Deshalb bekommt der Hund nun eine Aufgabe, auf die er sich konzentrieren kann: "Sitz“ und "Bleib“. Das wird zuerst ohne Klingeln und Besuch geübt. Je besser das klappt, desto mehr Reize kommen hinzu. Zum Beispiel wird während des Übens geklingelt, es kommt aber niemand herein. Sobald dies sicher klappt, kann nach dem Klingeln auch die Tür geöffnet werden, der Besuch bleibt aber noch draußen. Im nächsten Schritt kommt der Besuch dann rein usw. So hat Nouri-Boo in kleinen Schritten gelernt, dass es für ihn sinnvoll ist, einfach sitzen zu bleiben. Wenn er dann wieder laufen gelassen wird, sieht seine Begrüßung deutlich entspannter und freundlicher aus.