Der Herr der Ringe

Regisseur Peter Jackson über die Trilogie

"Eins der interessantesten Dinge an der "Herr der Ringe" ist die Tiefe der Geschichte, die Tolkien in diese Welt eingebaut hat. Er gibt sich große Mühe die Welt der Hobbits, der Elben, der Wölfe, der Menschen zu beschreiben, so unterschiedlich sie sind. Sie haben alle ihre eigene Persönlichkeit und ihren eigenen Stolz, aber auch ihre eigene Gattung oder Volk. Wenn diese verschiedenen Völker in den Gefährten vereint werden – die alle ein gemeinsames Ziel haben – ist es wirklich aufregend, welche Rolle jeder Einzelne übernimmt."

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"Wir haben versucht die Landschaften und das Set in eine echte Welt zu verwandeln. So wie Tolkien es in seinen Geschichten gemacht hat und das ist gar nicht so einfach. Du hast einen Text, eine bestimmte Struktur in der Welt. Du musst die Welt lebendig machen. Die Charaktere müssen sich echt anfühlen, sie müssen mit der Welt verwurzelt sein. Auch beim Drehbuch haben wir versucht, etwas Vorgeschichte und Tiefe reinzubringen, ohne dabei das Publikum zu verwirren. Es ist ein schmaler Grad: Denn wie viel Geschichte packst du in den Film rein, die mit der eigentlichen Geschichte zwar nicht viel zu tun habt, dich aber näher in die Welt bringt, und wie viel lässt du weg? Schließlich erzählst du eine echte Abenteuergeschichte. Aber ich glaube, wir haben einen Film gemacht, der das Gefühl vermittelt, die Geschichte passiert tatsächlich irgendwo an einem echten Ort."

Der Herr der Ringe

"Du kannst nicht versuchen eines der besten Bücher aller Zeiten in einem Film zu verbinden, indem du die Hälfte raus lässt. Das wäre dumm. Der Schlüssel liegt darin, dass wir drei Filme daraus machen und ich glaube jeder Leser will, dass die Filme aufeinander aufbauen. Niemand hat vorher daran gedacht, weil es wirklich zu schwierig war. Ich glaube ein bedeutender Grund, warum wir Herr der Ringe überhaupt machen konnten, ist die Weiterentwicklung der Technologie. Besonders hinsichtlich Visual Effects am Computer. Heute können wir die verschiedenen Bilder, die Tolkien in seinem Buch beschreibt, auch auf der Leinwand zeigen."

"Nach dem Verständnis von Tolkien verkörpert der Ring eine Maschine. Diese Maschine repräsentiert etwas, dass dir deinen freien Willen nimmt. Dass du nicht mehr frei entscheiden kannst, was du tust. Es stiehlt dir einen entscheidenden Teil deiner Menschlichkeit. Wenn du den Ring trägst, hast du keine andere Wahl mehr. Der Ring zwingt dich das zu tun, was er will."

"Ich glaube, Herr der Ringe ist eine sehr persönliche und gefühlvolle Geschichte und genau das wollten wir auch in den Filmen zeigen. Wir wollten nicht nur einen gewaltigen Fantasyfilm machen. Wir wollen, dass die Zuschauer wirklich mit den Charakteren fühlen. Ich glaube, die Schauspieler machen einen unglaublichen Job, wenn es darum geht, eine Verbindung mit dem Publikum aufzubauen. Es hängt natürlich auch vom Drehbuch ab, von der Regie, aber es hängt sehr von der Leistung der Darsteller ab, ob eine Geschichte sich echt anfühlt oder nicht."