SAMSTAGS I 18:00

Der Hundeprofi

Zwergpinscher Snoopy. Foto: VOX/VP

Snoopy allein zu Haus

Zwergpinscher-Mix Snoopy liebt Frauchen Kathrin Rakoczy und Herrchen Patrick Neuhaus und verfolgt seine Menschen auf Schritt und Tritt. Jedes Mal, wenn das Paar die Wohnung verlässt, gibt es lautstarkes Theater, weil das dem zweijährigen Rüden gar nicht gefällt: Er bellt vom Abschied bis zum Wiedersehen, selbst wenn er nur fünf Minuten allein gelassen wird. Das bedrückt wiederum seine Menschen und es fällt ihnen schwer, Snoopy mit seinem Abschiedsstress allein zu lassen. Und der ansonsten freundliche Vierbeiner hat noch ein anderes Problem: Bei Futter versteht er absolut keinen Spaß und lässt sich weder einen Knochen, noch ein Bällchen wegnehmen - Knurren und Zähnefletschen sind ein eindeutiges Zeichen für stark ausgeprägte Beuteaggression. Kathrin und Patrick vermuten, dass der Grund dafür in Snoopys Vorgeschichte mit früheren Besitzern liegen könnte.

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Hundeprofi Martin Rütter macht sich auf den Weg, um sich das tägliche Theater mit dem kleinen Zwergpinscher anzuschauen und dem genervten Paar zu zeigen, wie sie ihrem Vierbeiner den Stress nehmen können. Zunächst wird Martin ein Video gezeigt: Nachdem sich sogar schon Nachbarn über die anhaltende Bellerei beschwert haben, hatten Snoopys Besitzer die Idee, für die Dauer ihrer Abwesenheit eine Kamera zu installieren. Zu sehen ist ein unglücklicher Rüde, der so gestresst ist, dass er nicht nur bellt, sondern sogar erbricht. Der Hundeprofi versichert den beiden, dass dieses Problem mit einer Menge Arbeit in den Griff zu bekommen ist. Er macht aber auch schnell deutlich, dass es sich bei Snoopys Verhalten weniger um Angstverhalten, als vielmehr um tierische Erziehungsmaßnahmen handelt - alle haben nach der Pfeife des Vierbeinders zu tanzen!

Das Training: Neue Regeln

Hundeprofi Martin Rütter mit Kathrin Rakoczy und Herrchen Patrick Neuhaus. Foto: VOX/VP

Der Rüde muss lernen, dass seine Menschen auch ohne ihn klarkommen. Im ersten Trainingsschritt fordert der Hundeprofi Kathrin und Patrick auf, durch alle Zimmer der Wohnung zu spazieren und ihren Hund dabei völlig zu ignorieren. Schweren Herzens werden Zimmertüren geschlossen und Snoopy versteht die Welt nicht mehr. Doch nach anfänglicher Betroffenheit beginnt der Rüde sich zu entspannen - ein erster wichtiger Schritt ist gemacht. Damit der Zwergpinscher-Mix nicht mehr wie eine Klette an seinen Menschen hängt, müssen die beiden ab jetzt starke Nerven beweisen und Martins Lektion konsequent befolgen. Schon bald trägt das Programm des Hundetrainers tatsächlich Früchte und Snoopy wird ruhiger. Er unterwirft sich tatsächlich den Gegebenheiten und fängt an, die neuen Hausregeln zu akzeptieren.

Beim nächsten Besuch des Hundeprofis wird der Ernstfall simuliert: Das Paar soll seinen Hund alleine lassen und geht fest davon aus, dass ihr Liebling völlig ausflippen wird. Wichtig ist, dass es beim Verlassen der Wohnung keine Verabschiedung und bei der Rückkehr keine Begrüßung geben soll. Snoopy soll lernen, dass diese Aktionen nichts Außergewöhnliches und deshalb auch nicht stressig sind! Zunächst sollen sie die Wohnungstür nur für wenige Augenblicke kommentarlos hinter sich schließen und dann ebenso beiläufig wieder öffnen und eintreten. Snoopy steht vor der Wohnungstür und bewacht diese mit Argusaugen. Kathrin und Patrick sollen jedes Mal ein bisschen länger fern bleiben, was dem Vierbeiner mal mehr und mal weniger behagt.

Bei Martins letztem Besuch bleibt Snoopy für längere Zeit allein in der Wohnung, während Martin die Situation überwacht. Und erstaunlicherweise ist der Rüde erheblich relaxter - das hätten seine Menschen nie für möglich gehalten!

Wichtig ist, das diese Prozedur in den nächsten Wochen mehrfach täglich geübt werden muss. Denn Snoopys Verhalten hat sich nach einem Jahr so stark ritualisiert, dass er Zeit braucht, um die Veränderungen verarbeiten und annehmen zu können. Die Chancen stehen sehr gut, dass der Abschied für Hund und Mensch Schritt für Schritt unkomplizierter und stressfreier wird. Und je entspannter Snoopy ist, desto umgänglicher wird er übrigens auch in puncto Beuteaggression. Es geht ihm besser und seine Menschen können mit gutem Gewissen das Haus verlassen.

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