SAMSTAGS I 18:00

Der Hundeprofi

Mischling Funny. Foto: VOX/VP

Mischling Funny soll nicht mehr bellen

Trotz ihres Namens hört für Funny der Spaß auf. Anstatt Besuch anzukläffen, jahrelanges Hobby des kniehohen Mischlings, ist nun Klappehalten angesagt. Das möchte Hundeprofi Martin Rütter mit Torsten und Peter Kühnl erreichen, und zwar durch eine ganz klare Grenzensetzung und Verhaltensunterbrechung bei Funny.

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Bleibt nur noch die Frage, wer sich beim Training mehr erschrocken hat, Hund oder Halter?

Das Training: Aufbau eines Alternativverhaltens

Hundeprofi Martin Rütter trainiert mit Torsten und Peter Kühnel sowie ihrer Mischlingshündin Funny. FOTO: VOX/VP

1. Trainingsschritt

Funny braucht eine Alternative. Wenn sie schon nicht bellen darf, muss sie wissen, was sie stattdessen tun kann. Zuerst wird deshalb das Gehen auf die Liegestelle aufgebaut. Funny soll lernen, auf ein bestimmtes Wort hin ihren Liegeplatz aufzusuchen und dort zu bleiben. Tut sie dies, wird sie belohnt.

2. Trainingsschritt

Ein weiteres Alternativverhalten ist für Funny das Apportieren. So lernt sie spielerisch, dass es für sie sehr vorteilhaft ist, wenn sie das macht, was ihre Herrchen ihr sagen. Und außerdem lässt es sich mit einem Gegenstand im Fang auch schlecht bellen.

3. Trainingsschritt

Trainingsschritte 1 und 2 werden langsam gesteigert. Das geschieht, indem die Ablenkung um Funny herum immer größer wird. Im Idealfall soll Funny es immer gerade so noch schaffen, das gewünschte Verhalten zu zeigen und eben nicht in ihr altes Muster zu fallen.

4. Trainingsschritt

Es können auch Trainingsschritte 1 und 2 miteinander kombiniert werden. Der Apportiergegenstand wird irgendwohin geworfen oder versteckt, Funny wird auf ihre Decke geschickt. Bleibt sie dort brav liegen, obwohl es z.B. an der Tür klingelt, darf sie zur Belohnung ihr Spielzeug holen.

Außerdem: Abbruch unerwünschten Verhaltens

Bei Funny war das Verhalten so stark in ihr verankert, dass neben dem Aufbau eines Alternativverhaltens auch ein ganz klarer Abbruch ihres unerwünschten Verhaltens notwendig war. Hier kommt die Plastikflasche ins Spiel, die mit lauten Gegenständen gefüllt wurde und Funny um die Ohren flog, wenn sie doch bellte. Funny hat also ganz klar gezeigt bekommen, welches Verhalten nicht geduldet wird, und sie wurde belohnt, wenn sie sich für das neu aufgebaute Verhalten entschieden hat. Mittelfristig wird die Flasche gar nicht mehr nötig sein!

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