SAMSTAGS I 18:00

Der Hundeprofi

Foto: VOX/VP

Kenzo & Fino - Wer ist hier der Boss?

Ein alter und ein junger Hund, da scheint die Rangfolge auf den ersten Blick geklärt zu sein. Doch mit der Geschlechtsreife fing "Kenzo" an, heimlich Gegenstände im Haus zu markieren, um zu demonstrieren, dass auch er eine starke Persönlichkeit ist und mit dem älteren "Fino" konkurrieren kann. Was sich hier anbahnt, ist der Versuch einer Rangablösung. Da "Kenzo" jedoch nicht nur fleißig auf eigenem Terrain sein Bein hebt, sondern auch in anderen Häusern Pfützen hinterlässt, ist seinen Menschen dieses Verhalten entsprechend unangenehm!

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Obwohl "Fino" längst nicht so viele Allüren wie "Kenzo" an den Tag legt, bindet Hundeprofi Martin Rütter auch den Senior in das Training mit ein. Das ist zwar auf den ersten Blick unfair, sorgt aber für weniger Ärger und Verwirrung zwischen den Rüden. Beide Westies sollen lernen, dass es Grenzen gibt, die eingehalten werden müssen - die Mission "Pfützenfreies Haus" kann beginnen...

Das Training in zwei Schritten

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1. Trainingsschritt:

Die beiden Hunde genießen allerlei Freiheiten und führen ein relativ autarkes Leben. Rangkämpfchen werden untereinander ausgemacht, ohne dass Herrchen und Frauchen großartig eingreifen. Zuerst müssen "Kenzo" und "Fino" lernen, dass sie in einer Menschenwelt leben. Wenn Kenzo dem älteren "Fino" durch Markieren seine Besitzansprüche signalisiert, wird es höchste Zeit, dass die Menschen reagieren. Damit die wilde Pinkelei endlich ein Ende hat, muss sich einiges im Haus ändern: die Hunde sollen nicht mehr jederzeit Zugriff auf Spielzeug, Kauknochen und Futter haben und dürfen auch nicht mehr auf das Sofa oder Bett. Indem das Paar ab jetzt Futter, Spielzeug und Aufmerksamkeiten gezielt dosiert und zuteilt, kann sich allmählich eine klare "familiäre Rangordnung" bilden. Denn bisher war der Konkurrenzkampf zwischen Junior und Senior groß und die beiden Menschen komplett außen vor!

2. Trainingsschritt:

Die Westies sollen lernen, nicht immer nur den jeweils anderen Hund, sondern auch ihre Menschen als Bezugsperson zu sehen. Deshalb sind Herrchen und Frauchen ab jetzt Ansprechpartner für jeweils einen Hund: Frauchen kümmert sich um "Fino", Herrchen um "Kenzo". Vor allem für "Kenzo" ist es wichtig, dass er körperlich und geistig gefordert wird und sich mindestens eine dreiviertel Stunde am Tag richtig auspowern kann.

Beide Schritte helfen Strukturen aufzubauen und die Verhältnisse zwischen Mensch und Tier zu klären. So muss "Kenzo" sich nicht mehr permanent behaupten und seine Markierungen setzen. Zusätzlich gibt der Hundeprofi zu bedenken, dass eine chemische Kastration mit einem Implantat das Verhalten der beiden Rüden, auch gegenüber anderen männlichen Artgenossen, positiv unterstützen könnte.

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