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Der Hundeprofi: Dackeldame Edi wickelt alle um den Finger

Dackeldame Edi wickelt alle um den Finger
Dackeldame Edi wickelt alle um den Finger Stress im Straßenverkehr 00:03:21
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Das Apportier-Training soll helfen

Edi ist zuhause der entspannteste Dackel auf der ganzen Welt, aber wenn es nach draußen, vor die Haustür ging, geriet Edi im Straßenverkehr von Düsseldorf sofort unter enormen Stress. Hundeprofi Martin Rütter stellte fest, dass Edi zu wenig Orientierung an ihren Menschen fand. Stattdessen wickelte die Dackeldame ihre Menschen gehörig um den Finger. Besonders Frauchen Anne van Straelen tat eher das, was Edi wollte, vor allem wenn die Hündin dabei ihren treuen Dackelblick aufsetzte.

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Der Hundeprofi und Dackeldame Edi
Hundeprofi Martin Rütter will herausfinden, wovor Dackel Edi solche Angst hat © Fall "Edi", VOX/Mina TV

Das Training

Mit Hilfe des Futterbeutel-Trainings von Hundeprofi Martin Rütter sollten Edis Menschen die Führung übernehmen und entscheiden, wann sie Nahrung aufnehmen darf. Dazu musste die Dackeldame erst einmal in den eigenen vier Wänden das Apportieren lernen. Der Futterbeutel wurde in der Wohnung versteckt. Brachte Edi ihn zurück, gab es eine Futter-Belohnung. Sie sollte nur noch dann etwas zu fressen bekommen, wenn sie brav apportierte. Pro Übungseinheit sollte das Apportier-Spiel ca. 15 Mal hin und her gehen. Am Ende jeder Einheit bekam Edi die Möglichkeit, auch mal eine größere Menge an Futter zu verschlingen. Der Futterbeutel war für die Dackeldame immer präsent, d.h. er war zu riechen und zu sehen. Edi sollte aber nie die Möglichkeit bekommen, sich den Beutel eigenmächtig zugänglich zu machen, denn somit wäre sie wieder diejenige gewesen, die Entscheidungen trifft.

Im weiteren Verlauf ging das Apportier-Training in den Hausflur. Die Haustür war dabei bereits geöffnet, so dass sich Edi an die nahe gelegene Straße gewöhnen konnte. Schritt für Schritt wurde der Futterbeutel schließlich durch die Tür auf den Bürgersteig geworfen. Auch hier galt immer wieder: Brachte die Dackeldame den Beutel zurück, wurde sie belohnt. Je besser das klappte, desto weiter konnte man sich mit dem Spiel nach draußen auf die Straße wagen. Aus Sicherheitsgründen war Edi dabei stets an der Schleppleine. Zukünftig sollte sie ihr Futter nach wie vor aus dem Futterbeutel erhalten, aber nicht mehr oben in der Wohnung, sondern nur noch im Hausflur oder draußen.

Die Dackeldame sollte die Lernerfahrung sammeln, an der Straße nicht mehr auf sich allein gestellt zu sein. Stattdessen passierte durch das Futterbeutel-Werfen gemeinsam mit ihren Menschen etwas, auf das sie sich verlassen konnte. Die Mensch-Hund-Beziehung wurde gestärkt und sollte Edi eine Hilfe sein, die sie dringend brauchte um nicht mehr auf sich allein gestellt zu sein. An der Seite ihrer Menschen konnte sich Edi nun sicherer und entspannter fühlen.