AKTUELL NICHT IM PROGRAMM

Der Hundeprofi: Schäferhündin Mona ist seit der Geburt taub

Schäferhündin Mona ist seit der Geburt taub
Schäferhündin Mona ist seit der Geburt taub Ein spezielles Training mit Hundeprofi Martin Rütter 00:03:44
00:00 | 00:03:44

Spaziergänge mit ihr sind eine Qual

Die deutsche Schäferhündin Mona ist seit der Geburt taub und hat zudem eine Verhaltensstörung entwickelt. Spaziergänge mit ihr sind für Halterin Maren eine Qual, denn Mona will auf jedes Auto losgehen und ist dabei kaum zu bändigen. Die Einschätzung von Hundeprofi Martin Rütter: Mona hat einen extremen Jagdtrieb.

- Anzeige -
Der Hundeprofi
Hundeprofi Martin Rütter begleitet Hündin Mona Zum Tierarzt © Fall 'Nia', Fall 'Mona', Fall 'H, VOX/Mina TV

Außerdem stellt Martin Rütter fest, dass Mona wie eine Ente watschelt. Die Diagnose des Tierarztes, zu dem der Hundeprofi mit Mona und Maren fährt, ist niederschmetternd: Mona leidet unter einer schmerzhaften Hüftdysplasie, kurz HD. Ein Training, um Monas starken Jagdtrieb in gute Bahnen zu lenken und sie auszupowern, ist damit unmöglich geworden. Denn das würde ihren Gelenken zu sehr schaden.

Die Therapie

Maren fährt einmal in der Woche mit Mona zu einer Physiotherapeutin. Denn durch die Hüftdysplasie sind Monas Muskeln stark verspannt. Durch Massage sollen zum einen die Verspannungen gelöst werden, zum anderen soll die Muskulatur gekräftigt werden. Da es nicht ausreicht, die Schäferhündin einmal in der Woche zu therapieren, zeigt die Physiotherapeutin Maren alle Massagegriffe, mit denen sie Mona auch zu Hause behandeln kann.

Trainingsschritt 1: Nach mehrmonatiger Physiotherapie fängt das eigentliche Training erst an. Monas Leinenführigkeit soll verbessert werden, damit Maren ihre Hündin besser im Griff hat. Bislang benutzte sie dafür ein Halti, musste aber trotzdem viel Kraft dafür aufwenden. Deshalb wechselt Hundeprofi Martin Rütter das gewohnte Halti gegen ein Brustgeschirr aus, das eine bessere Kraftübertragung ermöglicht. Außerdem lernt Maren, wie sie ihrer Hündin mit kleinen Signalen und Belohnungen einen Richtungswechsel anweisen kann, ohne dafür an der Leine zerren zu müssen. Das Ziel: Mensch und Hund sollen wie aus einem Guss sein, wenn sie miteinander spazieren gehen. Das Leinentraining ist erfolgreich: Maren kann wieder mit Mona Gassi gehen, ohne dass die Hündin bei jedem vorbeifahrenden Auto völlig außer sich gerät.

Trainingsschritt 2: Nach dem Leinentraining lernt Maren, wie sie die Kommunikation mit Mona noch weiter verbessern kann. Da die Hündin taub ist, kann Maren sie nicht mit Worten abrufen, daher benutzt sie Handsignale für "Sitz", "Komm" und "Lauf". Weil Mona an der Leine so schwer zu händeln war, hat sich Maren jahrelang nicht getraut, ihre Hündin von der Leine zu lassen. Mit Hilfe der verbesserten Kommunikation durch Handsignale ist es ihr nun aber möglich, Mona auf einer Wiese am Feldrand frei laufen zu lassen.