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Der Hundeprofi schickt Mischling Tyson auf den Fußballplatz

Mischling Tyson ist ein harter Fall!
Mischling Tyson ist ein harter Fall! Martin Rütter setzt auf Training mit zwei Futterbeuteln 00:03:09
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Martin Rütter macht den Ball-Test

Hundeprofi Martin Rütter wollte herausfinden, wie sich Tyson verhält, wenn er mit Bällen reizüberflutet wird. Zu diesem Zweck wurde der Rüde auf dem Trainingsgelände von einer Fußballmannschaft mit Spielbällen überhäuft. Er sollte das Interesse daran verlieren, den Schüssen hinterherzulaufen und irgendwann müde werden.

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Hundeprofi Martin Rütter und Leo
Hundeprofi Martin Rütter macht mit Leo den Ball-Test

Das Ergebnis des Tests war positiv: Tyson hatte gezeigt, dass ihm Bälle doch zu viel werden können. In diesen Momenten suchte er Schutz bei seinen Menschen und neigte zu Übersprunghandlungen.

Schritt 2: Training mit dem Futterbeutel

Da der Test bei der Fußballmannschaft das Verlangen des Hundes nach Bällen nicht langfristig stoppen würde, sollte das eigentliche Training erst danach eingeleitet werden. Hierzu bekam Frauchen Janin die Anweisung, Tyson an den Futterbeutel zu gewöhnen. Er sollte sein Fressen in den kommenden vier Wochen ausschließlich aus dem Futterbeutel erhalten und während dieser Zeit auch komplett auf Ball-Entzug gesetzt werden.

Das Trainingsziel war, Tyson ein Alternativverhalten zu seinem Beutespiel mit den Bällen anzubieten. Hilfreich dabei war, dass der Rüde bereits ganz gut apportieren konnte. Der Futterbeutel wurde geworfen und von Tyson zurück gebracht, jedoch nicht mehr abgegeben. Im Gegenteil: Der eigenwillige Vierbeiner versuchte, den Futterbeutel kaputt zu beißen, um so an das Futter zu gelangen. Martin setzte nun die Schleppleine ein. So konnte Tyson von seinen Menschen weggezogen und in Bewegung gehalten werden und hatte nicht mehr die Gelegenheit zur Zerstörung des Futterbeutels.

Da Tyson in vielen Fällen hartnäckig blieb und seine Beute nicht mehr herausrückte, wurde ein zweiter Futterbeutel ins Spiel gebracht. Diesen warfen sich seine Menschen gegenseitig zu. Tysons Aufmerksamkeit wurde somit von dem einem zum nächsten Futterbeutel gelenkt. Gleichzeitig wurde für ihn klar: Was der Mensch gerade hat, kann er nicht haben. In den kommenden Wochen sollte der Rüde regelmäßig mit seinen Menschen und den Futterbeuteln trainieren…