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Der Hundeprofi unterwegs: Martin Rütter auf den Spuren der Wölfe

Der Hundeprofi unterwegs
Hundeprofi Martin Rütter in einem Wolfsgehege © Martin und die Wölfe, Teil 1, VOX

Der Tierpsychologe will mehr über den Urahnen der Haushunde erfahren

Wenn es um das Verhältnis zwischen Mensch und Hund geht, macht Martin Rütter so schnell keiner etwas vor. Doch bei "Der Hundeprofi unterwegs" verlässt der Tier-Experte sein gewohntes Revier! In der aktuellen Staffel begibt er sich auf Spurensuche rund um die Rückkehr der Wölfe in Deutschland. Seit einigen Jahren häufen sich Meldungen und Bilder von unüblichen Begegnungen mit den scheuen Tieren. Martin Rütter will diesem Phänomen auf den Grund gehen: "Als Hundetrainer kommt man um das Thema Wolf natürlich nicht herum. Die beiden Arten stammen zwar voneinander ab, verhalten sich aber oft ganz anders“, erklärt er. Um mehr über den Urahnen aller Haushunde herausfinden, spricht der Tierpsychologe deswegen mit Wolfsexperten, mit Befürwortern und Gegnern ihrer Rückkehr und sucht selbst die Nähe zu den Wölfen.

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Sei etwa 15 Jahren sind die Wölfe zurück

Der Hundeprofi unterwegs: Auf den Spuren der Wölfe
Martin Rütter und Anja Nowak lassen die Wolfs-Begegnung Revue passieren © Martin und die Wölfe, Teil 1, VOX

Sie waren jahrzehntelang aus den heimischen Wäldern verschwunden, doch seit etwa 15 Jahren sind sie zurück: Rund 300 Wölfe gibt es inzwischen wieder in Deutschland. Viele Naturschützer und Experten sind erfreut über die Rückkehr der Wölfe – doch zunehmend gibt es auch Stimmen gegen die neuen alten Waldbewohner, da sich beängstigende Wolfsbegegnungen häufen. So einen irritierenden Vorfall hat unter anderem Hundebesitzerin Anja Nowak in der Lüneburger Heide erlebt. Als sie mit ihren zwei Golden Retrievern im Wald spazieren war, standen plötzlich sieben Wölfe nur wenige Meter von ihr entfernt! "Es ist für mich ein sehr nachhaltiges Erlebnis. Eigentlich ist es im Grunde das schrecklichste und auch das faszinierendste Erlebnis gewesen, das ich je hatte", beschreibt Anja den ungewöhnlichen Zwischenfall.

Es scheint, als hätten die Tiere ihre Scheu vor den Menschen verloren. Für den Wolfsexperten vom Naturschutzbund Markus Bathen gibt es in diesem Fall jedoch nur eine Erklärung: "Das sind Welpen-Trupps, die sind nicht auf Beutezug, sondern erkunden ihr Revier. Wenn sie einen Menschen zum ersten Mal sehen, sind sie natürlich interessiert."