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Der Hundeprofi unterwegs: Martin Rütter macht sich auf die Spuren der Wölfe in Deutschland

Auf den Spuren der Wölfe in Deutschland

Viele Wölfe, eigentlich wilde Tiere, haben ihre Scheu vor dem Menschen verloren. Warum ist das so? Dieser Frage geht Hundeprofi Martin Rütter auf den Grund. Er besucht unter anderem den Bundeswehr-Truppenübungsplatz in Munster. Hier in der Lüneburger Heide lebt seit 2012 ein Wolfsrudel, von dem die auffällig gewordenen Wölfe abstammen sollen.

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Der Hundeprofi unterwegs: Auf den Spuren der Wölfe
Der Hundeprofi unterwegs: Martin Rütter besucht einen Truppenübungsplatz, auf dem sich Wölfe niedergelassen haben © Martin und die Wölfe, Teil 1, VOX

In Schleswig-Holstein trifft Hundeprofi Martin Rütter zwei Landwirte, die den Angriff eines Wolfes auf ihre Schafherde mit eigenen Augen beobachtet haben. Noch sind sich die Fachleute in den betroffenen Regionen einig: Für Menschen geht von den wilden Wölfen keine Gefahr aus. Aber wird das auch so bleiben? Martin Rütter besucht daraufhin den Bundeswehr-Truppenübungsplatz um Oberstleutnant Jörg Heimann in in Munster. Hier in der Lüneburger Heide lebt seit 2012 ein Wolfsrudel, von dem die auffällig gewordenen Wölfe abstammen sollen.

Spurensuche im Kot

Der Hundeprofi unterwegs: Auf den Spuren der Wölfe
Viele Wölfe haben ihre Scheu vor Menschen verloren © VOX

Truppenübungsplätze sind für Wölfe ein idealer Lebensraum. Sie sind riesig, bieten reichlich Nahrung und vor allem sind sie menschenleer. Die ersten Wölfe in Deutschland haben sich vor 15 Jahren auf einem Truppenübungsplatz in der sächsischen Lausitz niedergelassen und vermehrt. Dasselbe passiert jetzt in Niedersachsen. Das Munsterrudel lebt mitten in der Lüneburger Heide in einem Gebiet, das zehn mal zehn Kilometer groß ist. Hier trifft Martin Rütter den Kommandanten des Truppenübungsplatzes und fährt mit ihm über das Gelände. Er versucht, der Frage auf den Grund zu gehen, warum die Wölfe ihre Scheu vor Menschen verloren haben. Waren es vielleicht Soldaten, die die Tiere angefüttert haben? Der Kommandant verneint das entschieden. Nun kommt auch der Förster und Wolfsberater Jörg-Rüdiger Tilk dazu.

Martin Rütter und Jörg-Rüdiger Tilk untersuchen ein Stück Wolfskot, den sie auf dem Gelände gefunden haben. Der Experte schätzt, dass der Köttel etwa fünf Tage alt ist. Der Hundeprofi und der Wolfsexperte untersuchen den Kot. Beherzt zieht sich Martin Rütter die Handschuhe über und wühlt in der Hinterlassenschaft der Tiere, die zum Glück nicht mehr stark riecht. Darüberhinaus erfährt er einiges über die Beobachtung der Wölfe. Mit dem Laptop liest Förster Tilk nämlich regelmäßig die gesammelten Daten und Aufnahmen aus.

Die Meinung der Menschen zu den Wölfen ist unterschiedlich: Für die einen ist es überhaupt kein Thema, die anderen lassen sich von Presseberichten verunsichern.