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Der Hundeprofi unterwegs: Martin und die Wölfe, Teil 2

Der Hundeprofi unterwegs: Auf den Spuren der Wölfe
Martin Rütter besucht die Lausitz im Osten Deutschlands, wo seit vielen Jahren Markus Bathen ein gelungenes 'Wolfsmanagement' betreibt. © Martin und die Wölfe, Teil 2, VOX

Was ist dran am Mythos vom "bösen Wolf"?

Seit diesem Frühjahr ist die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland ein riesiges Thema in den Medien. Es häufen sich Meldungen, Bilder und Videos von irritierenden Begegnungen mit Menschen - aus nächster Nähe und in Gegenden, wo bisher keine Wölfe lebten. Natur- und Tierschützer und viele andere Wolfsfreunde sehen sich plötzlich in der Kritik durch Schlagzeilen wie "Der deutsche Wolfswahnsinn" oder "Warum unser Umgang mit Wölfen extrem gefährlich ist". Der Mythos vom bösen Wolf scheint auch heute noch tief in vielen Köpfen verwurzelt zu sein. Ist diese Angst übertrieben? Hundeprofi Martin Rütter geht dieser Frage nach.

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Werden Probleme, die durch die Rückkehr der Wölfe entstehen, von überengagierten Tierschützern nur herunter gespielt? Glaubt man der jüngsten Forsa-Umfrage, finden immerhin 80 Prozent der Bundesbürger, dass der Wolf in unsere Landschaft gehört. Also alles nur Panikmache?

In der zweiten Folge seiner Reportage geht Martin Rütter dieser Frage nach. Er besucht die Lausitz im Osten Deutschlands, wo seit vielen Jahren von Experten wie Gesa Kluth und Markus Bathen ein gelungenes "Wolfsmanagement" betrieben wird. Ihrer Arbeit ist es zu verdanken, dass die anfängliche Skepsis der Bevölkerung in Sachsen nicht in Hysterie umgeschlagen ist, sondern die Wölfe hier inzwischen als Teil der heimischen Tierwelt akzeptiert sind. Das Lausitzer Rudel lockt sogar Touristen an, erfährt der Hundeprofi in einem Gespräch mit dem Bürgermeister des Dörfchens Rietschen. Außerdem gibt es positive Erfahrungen, wie Schafe und andere Nutztiere mit entsprechenden Weidezäunen und dem Einsatz von Herdenschutzhunden wirksam vor den Wölfen geschützt werden können.

Wolfskillern auf der Spur

Der Hundeprofi unterwegs: Auf den Spuren der Wölfe
Hundeprofi Martin Rütter geht der Frage nach, ob die Furcht vor Wölfen begründet ist © Martin und die Wölfe, Teil 2, VOX

Trotz dieser erfolgreichen Arbeit in Sachsen gibt es immer noch Menschen, die den Wolf aus Hass oder Jagdlust abknallen. Doch eine Wolfstötung ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein massiver Straftatbestand. Wer erwischt wird, dem droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Um Wolfskillern auf die Spur zu kommen, wird am Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin mit modernsten kriminaltechnischen Methoden gearbeitet. Es ist die letzte Station auf Martins Reise in die Welt der Wölfe. Sein Fazit: Die Rückkehr der großen Raubtiere in unsere Kulturlandschaft ist mit Sicherheit eine große Herausforderung. Aber es lohnt sich, wenn wir uns dieser Herausforderung stellen.