Der Star der Küche

Auberginen
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Die Aubergine auch Eierfrucht genannt!

Die geschmeidige Form, die glatte Oberfläche und das dunkel Violette machen die Aubergine zu einem absoluten Hingucker im Gemüseregal. Aber nicht immer war die Aubergine ein derart ästhetisches Gemüse. Ihre Vorfahren, die heute noch als Wildformen wachsen, waren in Form und Farbe dem Hühnerei ähnlich und so kommt es, dass Auberginen heute noch als "Eggplant" oder "Eierfrucht" bezeichnet werden. Gerade in den südlichen Ländern, Italien, Spanien und Griechenland sind sie ein unverzichtbarer Klassiker. Vor rund fünfhundert Jahren brachten italienische Seefahrer das Gemüse aus Südamerika nach Europa. Auberginen gehören wie Kartoffeln und Tomaten zu den Nachtschattengewächsen.

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Ursprünglich stammen Auberginen aus Asien. Heute findet man sie in verschiedenen Varianten an vielen Orten der Welt. Nordamerikanische und europäische Auberginen sind bis zu 25 cm lang und 6 bis 9 cm dick. In China ähnelt die Eierfrucht der Gurke, sie ist dort lang und dünn. Die indische Variante kann sogar bis zu einem Kilo wiegen. Die Auberginen in deutschen Supermärkten kommen im Sommer und im Herbst aus Spanien, Frankreich und Italien. Im Winter erreicht sie uns aus Marokko, Israel und Senegal. Zum Wachsen braucht die Aubergine vor allem eins: gutes Wetter. Bei viel Sonne und Wärme und wenig Regen entwickeln sie ihr typisches Aroma. In Deutschland reift die Aubergine in warmen Gegenden und in Holland reift sie als Treibhausware das ganze Jahr.

In der Küche

Auberginen
© blende40 - Fotolia

In der Küche kann man mit Auberginen allerhand anstellen: Man kann sie braten, kochen, dünsten oder gratinieren. Meist wird aus ihnen ein mediterranes Gericht zubereitet, denn in mediterranen Gegenden ist die Aubergine ein absoluter Klassiker. Auch im Orient ist die Aubergine ein beliebtes Gemüse. Dort wird sie häufig zu Pürees und Cremes verarbeitet und zu Brot serviert. Mittlerweile werden die in der Aubergine enthaltenen Bitterstoffe weitestgehend weggezüchtet. Weil man sich vor dem Verzehr aber nie sicher sein kann, wie bitter die Aubergine tatsächlich ist, ist es ratsam, sie in Würfel oder Scheiben zu schneiden und vor dem Kochen ordentlich von allen Seiten zu salzen. Dadurch werden ihr Bitterstoffe und Wasser entzogen, von dem die Aubergine reichlich, nämlich bis zu 80% besitzt. Nach dem Salzen sollte die Aubergine mit einem Küchenkrepp abgetupft und mit Zitronensaft beträufelt werden, damit sie nicht braun wird. Wenn man sie nun brät, saugt sie auch nicht mehr so wahnsinnig viel Fett auf.

Am besten hält sich die Aubergine im Kühlschrank. Dort kann sie etwa eine Woche gelagert werden. Auberginen sind Äpfeln und Tomaten gegenüber sehr empfindlich. Sie sollten nicht nebeneinander gelagert werden, da Äpfel und Tomaten Reifegase verströmen, die die Aubergine schnell faulen lassen. Die Italiener legen in Scheiben geschnittenen Auberginen zusammen mit Paprika, Zucchini und mediterranen Kräutern in Essig und Öl ein. So sind sie monatelang haltbar, Vitamine und Aromen bleiben erhalten und man hat auch im Winter noch was davon.

In der Schale sind am meisten Vitamine enthalten – wer die Schale nicht mag, kann die Aubergine auch wie eine Möhre schälen. Eine andere Möglichkeit ist, sie 20 Minuten bei 200 Grad im Backofen zu grillen und die geröstete, schwarz gefärbte Haut dann mit einem Messer abzuziehen. Auberginen sind reich an Mineralstoffen. Sie enthalten Kalium, Mangan und Kupfer. Kupfer ist unter anderem deshalb so wichtig für unseren Körper, weil es die Aufnahme von Eisen unterstützt. Kalium gehört zu den wichtigsten Elektrolyten in der Körperflüssigkeit und steuert die Muskeltätigkeit mit. Mangan steigert die Verwendung von Vitamin B1. Außerdem enthalten Auberginen viel löslichen Ballaststoff und haben dadurch die Fähigkeit, schädliches LDL-Cholesterin zu binden und aus dem Körper abzutransportieren