SAMSTAGS I 18:00

Der Streitfall: Leihponys

Foto: VOX/VP

Küsterin Birgit R. hat vor einiger Zeit drei Minishetlandponys von ihrem Vater geerbt. Sein letzter Wunsch war, dass seine Tiere nicht getrennt werden und ein schönes Zuhause auf Lebenszeit finden. Da Birgit weder über genügend Zeit noch über die nötigen finanziellen Mittel für die Tiere verfügt, macht sie sich auf die Suche nach einer liebevollen Pflegestelle für Cassy, Kira und Richy. Die drei Ponys bedeutetem dem Vater alles und ihr Wohl liegt Birgit sehr am Herzen. Sie hat genaue Vorstellungen davon, wie das neue Zuhause aussehen soll: ein schöner Platz, an dem die Minishetlands zusammenbleiben können und Birgit sie immer besuchen kann. Außerdem soll sich dort mit dem nötigen Fachwissen um die Tiere gekümmert werden. Dazu gehört auch, dass sich die Miniponys aufgrund ihres Körperbaus nicht zum Reiten eignen! Tatsächlich findet sich nach einigen Monaten eine Unterbringung. Die Besitzerin eines Hofes für Therapiepferde nimmt Cassy, Kira und Richy zu sich. Birgit hat ein gutes Gefühl, da die Reitanlage sehr gepflegt und die Besitzerin freundlich und verständnisvoll ist. Die Übergabe der Tiere erfolgt leihweise, d.h. Birgit bleibt weiterhin Eigentümerin. Später, nach einer einjährigen Probezeit, würde sie die Ponys dann der Pflegehalterin überlassen. Für Birgit R. ist vor allem die Zusage wichtig, dass sie die Minishetlandponys jederzeit sehen kann und diese ausschließlich als Streicheltiere gehalten, das heißt nicht beritten, werden. Sowohl die Leihe als auch die damit verbundene Bedingung erfolgt allerdings nur mündlich und nicht schriftlich...

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Vertrauensbruch

Foto: VOX/VP

Schon bald erfährt Birgit, dass sich die Frau nicht an die Abmachung hält und die Ponys zu Reitzwecken eingesetzt werden. Als Birgit sie kontaktieren und mit dem Vorwurf des Vertrauensbruchs konfrontieren will, weist die Besitzerin des Hofes jegliche Schuld von sich und verweigert den Kontakt zu den Tieren. Wo die Pferde untergebracht sind, ist völlig unklar. Die ratlose Ponybesitzerin wendet sich an die Tieranwältin Dorrit Franze und mit ihrer Hilfe hat sie die Tiere schließlich nach einem Prozess vor dem Amtsgericht zugesprochen bekommen. Heute stehen die drei Minishetties auf einem Tierschutz-Bauernhof, einer Begegnungsstätte für Mensch und Tier. Dort sind sie bestens untergebracht und Birgit R. kann die Ponys ihres verstorbenen Vaters jederzeit besuchen.

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