SAMSTAGS I 18:00

Die After- oder Wolfskralle

Wolfskralle beim Hund. Foto: VOX/VP

Was ist das eigentlich?

Bei der Afterkralle handelt es sich um eine zusätzliche Kralle (Polydaktylie) an der Innenseite der Hinterläufe, die insbesondere bei Hunden größerer Rassen, aber auch bei Katzen vorkommen kann. In den häufigsten Fällen handelt es sich nicht um eine richtige Gliedmaße, d.h. sie ist nicht mit einem Knochen verbunden, sondern lediglich mit der Haut verwachsen. Um Verletzungen vorzubeugen, muss dieser meist verkümmerte Zeh bei einigen Rassen bereits im Welpenalter entfernt werden.

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Die Afterkralle ist auch unter der Bezeichnung Wolfskralle, Wolfsklaue oder Hubertusklaue bekannt und es muss im Einzelfall entschieden werden, ob sie entfernt werden sollte. Eine generelle Entfernung dieser Kralle ist nämlich - wie auch das Beschneiden von Ohren und Schwanz - nach dem deutschen Tierschutzgesetz seit 1998 verboten.

Dr. Wolfs Praxisfall

hundkatzemaus-Tierarzt Dr. Wolf untersucht einen Hund mit Wolfskralle. Foto: VOX/VP

hundkatzemaus-Tierarzt Dr. Wolf untersucht einen jungen Chihuahua, dessen Afterkrallen an beiden Hinterläufen entfernt werden sollen. Diese zusätzlichen Zehen sind ohne Verbindung zum Fußgelenk und oft der Grund für schmerzhafte Verletzungen, weil die Hunde mit den Krallen z.B. an einer Hundeleine hängenbleiben und sich die Afterkrallen ausreißen können.

Für diesen Eingriff wird der Hund zunächst gewogen, damit Dr. Wolf die Beruhigungsspritze und die örtliche Betäubung genau dosieren kann. Eine Vollnarkose ist bei dieser Operation nicht nötig. Die überflüssigen Zehen können mit einem Thermokauter unblutig abgetrennt werden, da die Wunde dabei gleichzeitig verödet wird. Das Entfernen der Afterkrallen ist in der Regel unkompliziert.

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