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Die Höhle der Löwen 2016: Beim "eBall" schlagen erstmalig alle fünf Investoren zu

Der "eBall" ist das erste Fahrzeug, das auf einer Kugel fährt

Uli Sambeth ist der geborene Erfinder. Was früher Science-Fiction war, hat der Gründer zur Wirklichkeit erweckt. Um seinen "eBall" auch in Serie auf die Straße rollen zu können, braucht er einen erfahrenen Investor an seiner Seite. Zusammen mit seinem Sohn macht sich der Erfinder auf den Weg in "Die Höhle der Löwen", um Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Jochen Schweizer von seinem Produkt zu überzeugen.

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Der Erfinder hofft auf eine halbe Million Euro

Sein Traum ist es, dass bald alle Menschen auf seiner Erfindung durch die Gegend rollen: Uli Sambeth aus Essen ist der Erfinder des eBalls, des weltweit ersten Gerätes, das auf einer Kugel rollt. Mit Hilfe von einem Mechaniker, Elektriker und Programmierer entwickelte Uli einen Prototypen seines "eBalls", auf dem der Fahrer durch Verlagerung seines Gewichts nicht nur nach rechts und links sowie nach vorne und hinten fahren kann, sondern auch schneller wird, je mehr Gewicht verlagert wird.

Zweieinhalb Jahre und 250.000 Euro hat der Gründer bereits in die Entwicklung des "eBalls" gesteckt. Nun braucht Uli dringend Unterstützung in Form von Geld und Erfahrung im Marketing und Vertrieb. Von den "Löwen" erhofft er sich ein Investment von 500.000 Euro und bietet dafür 12,5 Prozent seines Unternehmens.

Drei Investoren steigen erstmal aus

Zusammen mit seinem 11-jährigen Sohn Joshua rollt Uli Sambeth auf seinem "eBall" in "Die Höhle der Löwen". "Ich habe die Vision, dass in Zukunft die ganze Welt auf Kugeln durch die Gegend rollen wird", präsentiert der Erfinder sein Produkt. IT-Spezialist Frank Thelen ist vom "eBall" direkt angefixt und macht sich zum Testen bereit. Nach wenigen Sekunden steigt er jedoch frustriert ab. "Das ist mir zu tricky. Das ist wirklich sehr, sehr schwierig. Man muss sehen, was für die Masse auch machbar ist", kritisiert er das Produkt. "Ich hätte die Parameter erst einstellen müssen", verteidigt sich der Erfinder. Auch Jochen Schweizer will den "eBall" testen und steigt auf den nun eingestellten Ring. Ohne Schwierigkeiten meistert der Erlebnis-Experte den Parcours durch das Studio und steigt begeistert ab. "Sie haben eine echte Erfindung gemacht. Das kann eine Revolution werden", zeigt sich auch Carsten Maschmeyer überzeugt.

Bei aller Begeisterung zum Produkt, bemängeln alle Investoren jedoch die hohe Unternehmensbewertung. "Wenn sie mit einer vernünftigen Bewertung gekommen wären, hätte ich mit Ralf Dümmel vielleicht eine Serienproduktion auf die Beine gestellt. Aber das ist mir zu hoch und deswegen bin ich raus", steigt Jochen Schweizer als erster Investor aus. Ein weiteres Problem stellt die nicht vorhandene Straßenzulassung des Gefährts dar. "Ich habe Respekt vor Zulassungen und die hohe Bewertung in Verbindung mit keinem Kunden bisher, sind für mich zu viele Unsicherheiten. Deswegen falle ich als Investor raus", schließt sich auch Carsten Maschmeyer an. Der gleichen Meinung ist auch Frank Thelen und lehnt einen Deal ab.

Sensation in "Die Höhle der Löwen": Alle fünf Investoren steigen bei dem Gründer ein

Beauty-Expertin Judith Williams ist jedoch überzeugt vom Produkt. "Ich glaube, Sie haben eine Millionenidee", lobt sie den Erfinder. "Ich bin ein klein wenig enttäuscht von euch", rügt sie die anderen "Löwen" und bemängelt die geringe Risikobereitschaft ihrer Kollegen. "Wie wäre es denn, wenn wir uns alle fünf zusammenschließen?", schlägt der eigentlich schon ausgestiegene Jochen Schweizer vor. Bei diesem Vorschlag werden auch die anderen Investoren hellhörig und zeigen sich interessiert.

Diesmal ziehen sich nicht die Gründer, sondern die "Löwen" zu einer Beratung zurück. Zurück kommen sie mit einem Angebot für den Gründer. "Wir wären bereit, Ihnen die 500.000 Euro zu geben. Dafür teilen wir uns die Investition durch fünf und halten jeweils zehn Prozent an Ihrem Unternehmen", offeriert Carsten Maschmeyer. Ursprünglich wollte der Gründer jedoch nur 12,5 Prozent seines Unternehmens abgeben, jetzt fordern die Gründer insgesamt 50 Prozent. Im Gegenzug bieten sie aber auch die geballte Unterstützung an. Der Erfinder bittet um eine Beratungspause mit seinem Sohn, der ihm bei der Entwicklung seines "eBalls" stets zur Seite stand. Die Entscheidung fiel dem Vater-Sohn-Gespann schlussendlich jedoch leicht: "Wir machen den Deal", verkünden sie.

Damit rollt Uli Sambeth zusammen mit Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Jochen Schweizer in Richtung Marktreife. Und wer weiß - vielleicht rollt in ein paar Jahren die ganze Welt auf Kugeln durch den Alltag.