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Die Höhle der Löwen 2016: Der "gloryfy unbreakable"-Pitch sorgt für Zweifel und Gänsehaut

Christoph Egger braucht eine Investition für seine unzerbrechlichen Brillen

In der fünften Folge von "Die Höhle der Löwen" macht Christoph Egger sich auf die Suche nach einem Investor für seine "gloryfy unbreakable"-Brillen. Die unzerstörbaren Brillen aus flexiblem Kunststoff sind in Österreich bereits Kult. Nun möchte der Gründer auch den deutschen Brillenmarkt erobern. Doch um den internationalen Durchbruch zu schaffen, benötigt Christoph Egger insgesamt 500.000 Euro und bietet im Gegenzug fünf Prozent seiner Firmenanteile an. Das innovative Produkt begeistert die "Löwen" auf ganzer Linie, doch als sie den Gründer nach dem Umsatz fragen, werden die Investoren stutzig: Warum stagniert der Markt seit knapp drei Jahren? Für Frank Thelen gibt es da nur eine plausible Antwort: "Irgendwas stimmt bei dir nicht."

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Carsten Maschmeyer: "Sie laufen bei mir offene Türen ein"

Als Brillenträger weiß man, wie schnell eine Brille in die Brüche gehen kann. Egal, ob man sich aus Versehen auf die Sehhilfe setzt, sie fallen lässt oder die Sportbrille beim kleinsten Sturz bricht – Brillen sind leicht kaputt zu kriegen. Bei den "gloryfy unbreakable"-Brillen hingegen ist der Name Programm, denn diese Brillen sind wirklich unzerstörbar. Um die "Löwen" von der Widerstandsfähigkeit der Brillen zu überzeugen, hat Gründer Christoph Egger sich eine ganz besondere Präsentation ausgedacht. Als Stellvertreter der "Löwen", legt Unternehmer Ralf Dümmel eine der "gloryfy unbreakable"-Brillen in eine Presse. Während die Presse eine handelsübliche Getränkedose ohne Probleme plattwalzt, übersteht die Brille die Prozedur völlig unversehrt. In Österreich verkauft Christoph Egger bereits Sportsonnenbrillen, Lifestyle-Brillen und sogar optische Brillen aus dem flexiblen Kunststoff NBFX – mit großem Erfolg. "In Österreich ist 'gloryfy' schon Kult. Aber 'gloryfy' ist für die Welt gemacht", so der Gründer selbstbewusst. Carsten Maschmeyer lobt den Sicherheitsaspekt der Sportbrillen, schließlich hat sein Sohn sich schon mal an einer kaputten Skibrille verletzt: "Sie laufen bei mir offene Türen ein." Doch noch wissen die "Löwen" nichts von der mysteriösen Umsatz-Stagnation.

Frank Thelen: "Irgendwas verheimlichst du uns"

Damit die "Löwen" wissen, auf was sie sich einlassen, haken sie bei Christoph Egger in Sachen Umsatz nach. Während der Gründer den Umsatz der "gloryfy unbreakable"-Brillen in dem Zeitraum von 2011 bis 2013 stetig erhöhen konnte, stagniert der Markt seitdem. Aber wie kann das bei solch einem tollen und einzigartigen Produkt überhaupt sein? Christoph glaubt, dass ihm weitere Länder wie Deutschland fehlen, um mehr potenzielle Kunden zu gewinnen. Doch mit dieser Aussage gibt Frank Thelen sich nicht zufrieden: "Seit 20 Jahren baue ich Unternehmen auf, seit 15 Jahren investiere ich. Irgendwas stimmt bei dir nicht. Irgendwas verheimlichst du uns, glaube ich." Doch den "Löwen" etwas verheimlichen? Das kommt für den Gründer überhaupt nicht in Frage. "Ich würde nie irgendwas verheimlichen", verspricht er.

Obwohl Frank Thelen "gloryfy unbreakable" für ein "unglaublich starkes Produkt" hält, zögert er noch. Auch Carsten Maschmeyer ist nach wie vor an den Kunststoff-Brillen interessiert, weshalb Frank Thelen die Chance nutzt und ihm eine gemeinsame Zusammenarbeit anbietet. Zu zweit wollen die Investoren dem Gründer 500.000 Euro geben, verlangen dafür aber 20 Prozent der Firmenanteile. Bei dem Gedanken, dass der Deal tatsächlich zustande kommt, wird Judith Williams ganz euphorisch: "Ich habe Gänsehaut! Das kann die ganze Brillenwelt verändern." Doch 20 Prozent sind Christoph einfach zu viel. Er bietet den beiden "Löwen" in einem Gegenangebot 15 Prozent an. Doch mit den "Löwen" zu verhandeln ist kein leichtes Unterfangen: Sie beharren auf ihren 20 Prozent. "Wir geben ihnen 750.000 Euro, denn die Firma braucht noch mehr Geld", so Maschmeyers letztes Angebot. Christoph Egger fackelt nicht mehr lange und geht den Deal ein. "Ich bin sehr überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben", so der Gründer glücklich.