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Die Höhle der Löwen 2016: Haben die "KICKBASE"-Jungs am Ende zu hoch gepokert?

Mit der "KICKBASE"-App zur persönlichen Traum-Elf

Bei "Die Höhle der Löwen" wollen die vier Gründer Anatol (28), Ante (30), Daniel (27) und Felix (34) ihre Fußball-App "KICKBASE" endlich weiter nach vorne bringen. Mit der App können Fußballverrückte sich mithilfe eines virtuellen Budgets ihre eigene Traum-Elf zusammenstellen und so zum Fußball-Manager werden. Die "Löwen" sind von der neuen Art des Gamings begeistert, doch die Firmenbewertung lässt ihnen den Atem stocken: Insgesamt 600.000 Euro benötigen die Gründer von ihren potenziellen Investoren. Dafür bieten die "KICKBASE"-Jungs lediglich zehn Prozent ihrer Firmenanteile. Haben die Gründer mit dieser Bewertung etwa zu hoch gepokert und sich die Chance auf einen Deal verbaut?

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Frank Thelen: "Das ist eine neue Dimension"

Mit der "KICKBASE"-App können Fußball-Fans sich mit Freunden verbinden, eine eigene Liga gründen und ihre eigene Wunsch-Elf zusammenstellen. Während eines echten Bundesliga-Spiels erhält der App-User für jede Aktion seiner Spieler Live-Punkte, die er in Echtzeit einsehen kann. Jedes Foul, jeder Pass und sonstige kleine Spielaktionen haben direkte Auswirkungen auf das Punktekonto des Users und den Marktwert des jeweiligen Spielers. Um das Spielerlebnis möglichst realistisch zu halten, haben Anatol, Ante, Daniel und Felix extra die Bundesliga-Lizenz erworben. So kann der User mit seinen Fußball-Helden spielen. Bereits über eine halbe Million Downloads haben die vier fußballverrückten Jungs generiert, doch um die App richtig groß rausbringen zu können, brauchen sie die Hilfe der "Löwen". Die Idee, aus einem geschlossenen Spielsystem eine Verbindung in das reale Leben zu schaffen, gefällt den "Löwen". "Das ist eine neue Dimension, weil ihr Echtzeit-Daten aus dem echten Leben sehr intelligent in ein virtuelles Spiel transferiert", so Online-Spezialist Frank Thelen begeistert. Doch während die Grundidee der "KICKBASE"-App begeistert, bereitet ein Punkt den "Löwen" Kopfschmerzen: Die hohe Firmenbewertung.

Zahlenmäßig ist "KICKBASE" für Frank Thelen ein "Fail"

"KICKBASE": Anatol Korel, Ante Kristo, Daniel Wagner und Felix van de Sand
Die Jungs von "KICKBASE" wollen die "Löwen" mit ihrer Fußball-App überzeugen. © "KICKBASE", VOX / Bernd-Michael Maurer

Bei einem stolzen Investment von 600.000 Euro für zehn Prozent Firmenanteile, wollen die "Löwen" es ganz genau wissen. Neugierig erfragen sie sämtliche Zahlen des jungen Unternehmens. Als die Gründer von 120.000 aktiven App-Usern sprechen, fehlen Frank Thelen die Worte. "120.000 für einen Gaming-Bereich im Massenmarkt wie Fußball: Das ist ein Fail", so der Online-Spezialist knallhart. Hinzu kommt, dass die "KICKBASE"-App größtenteils kostenfrei ist. Nur die Live-Funktion kostet den User 99 Cent im Monat – und zurzeit nutzen bloß 12.000 App-User die kostenpflichtige Funktion. Bei diesen geringen Zahlen erscheint die Firmenbewertung ungleich hoch, findet auch Jochen Schweizer, der einen Kaufmann im Gründer-Team vermisst. Auch Carsten Maschmeyer holt die vier "KICKBASE"-Jungs zurück in die Realität: "Es braucht verschiedene Arten von Spielern, deswegen glaube ich nicht an Sie als Team. Und die Zahlen machen mir Angst." Mit dieser Angst scheint der erfolgreiche Unternehmer nicht alleine zu sein, denn auch die anderen "Löwen" steigen aus einem möglichen Deal aus. Doch Anatol, Ante, Daniel und Felix glauben weiter an den Erfolg von "KICKBASE" und nehmen sich die Tipps der Profis zu Herzen.