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Die Höhle der Löwen: Das Businesslexikon von Frank Thelen

Die wichtigsten Begriffe aus der Geschäftswelt

Was ist eigentlich ein "Business-Angel" und was passiert bei einem Crowdfunding? Frank Thelen, Investor in der VOX-Gründershow "Die Höhle der Löwen", hat die wichtigsten Begriffe aus der Businesswelt zusammengestellt. 

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Von "B 2 B" zu "Wandeldarlehen"

B2B

Abkürzung für "Business-to-Business". Der Begriff beschreibt, dass ein Unternehmen mit einem anderen Unternehmen zusammenarbeitet. Ein großes Unternehmen verkauft z.B. Software an ein anderes Unternehmen, zum Beispiel an eine Lebensmittelkette. Dies erlaubt dem Softwarehersteller schneller zu wachsen, da nur ein Kunde "viel" abnimmt.

B2C

Kurz für "Business-to-Consumer". B2C beschreibt, dass ein Unternehmen direkt an eine Privatperson verkauft. Für Startups ist dies ein gutes Geschäftsmodell, da sie jeden Kunden kennen und keinen Anteil des Gewinns an einen Partner geben müssen.

Break-­Even

Der Break-Even bezeichnet den Punkt, der die Gewinnschwelle eines Unternehmens oder Produkts darstellt. Die Einnahmen sind dann genau so groß wie die Kosten. Ab diesem Zeitpunkt ist das Unternehmen nicht mehr auf externes Kapital angewiesen.

Business-­Angel

Eine Privatperson, die einem Startup Kapital und Erfahrung gegen Anteile am Unternehmen gibt. Der Begriff "Angel" wurde aus Hollywood übernommen und passt nicht. Auch eine Privatperson will Gewinn erwirtschaften und ist kein Engel.


Was bedeutet "Skalierbarkeit"?
Was bedeutet "Skalierbarkeit"? Das Businesslexikon aus "Die Höhle der Löwen" 00:01:53
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Business-Plan

Auch Geschäftsplan oder Geschäftskonzept genannt. Ein Dokument, das auf 10 bis 15 Seiten beschreibt, wie ein Unternehmen starten will. Inhalt: Team, Idee, Produkt, Marketing, Vertrieb und eine Finanzplanung. Kein Business­-Plan der Welt wird eingehalten, aber es ist ein guter Startpunkt, seine Vision zu Papier zu bringen und gegebenenfalls Geldgeber von seiner Idee zu überzeugen.​

Cash-­Flow

Bezeichnet den gesamten Geldfluss (ein- und ausgehend) eines Unternehmens. Soweit möglich, muss dies im Voraus geplant werden, damit mögliche Engpässe früh erkannt werden.

Crowdfunding

Beim Crowdfunding, auch Schwarmfinanzierung genannt, finanziert sich ein Startup über viele einzelne Geldgeber, die meist einen vergleichsweise kleinen Betrag investieren, der jedoch insgesamt eine hohe Summe ergeben kann. Crowdfunding findet meist über das Internet auf sogenannten Crowdfunding-Portalen statt, da so die meisten potenziellen Geldgeber erreicht werden können. Als Gegenleistung erhalten die privaten Investoren und Unterstützer in der Regel einen Anteil am Unternehmen bzw. ein Geschenk des Projektteams.

Drag­along

Kann salopp mit "anschleppen" oder "mitziehen" übersetzt werden. Mit der Drag­along­Klausel müssen alle Anteilseigner ihre Anteile verkaufen, wenn die Mehrheit der Anteilseigner ihre Anteile verkaufen will. Diese Klausel ist Standard in Verträgen mit Wagniskapitalgebern.

Due Diligence

Eine Due Dilligence (im Deutschen "gebotene Sorgfalt") wird in der Regel vor Unternehmensbeteiligungen und Verkäufen durchgeführt. Dabei wird eine sorgfältige Prüfung und Bewertung des Unternehmens durchgeführt. Hier gilt es, möglichst alle vorhandenen Informationen den Prüfern zur Verfügung zu stellen.

Direktvertrieb

Beim Direktvertrieb erfolgt der Verkauf eines Produktes oder einer Dienstleistung durch das Unternehmen selbst, ohne dass ein Zwischenhändler oder Vermarkter in den Verkaufsprozess mit eingebunden ist. Ein Online-Shop eines Modelabels stellt beispielsweise einen Direktvertrieb dar, wenn der Shop selber geführt wird und kein Zwischenhändler damit beauftragt wurde.

Einzelunternehmung

Eine Einzelunternehmung ist eine Rechtsform und die häufigste Unternehmensform in Deutschland. Die Einzelunternehmung stellt keine alleinstehende juristische Person wie bei einer GmbH dar, sondern vielmehr eine einfache Rechtsform, unter der der Einzelunternehmer seine Geschäfte betreibt. Das Gehalt des Einzelunternehmers folgt direkt aus den Ein- und Ausgaben der Unternehmung.

Entrepreneur

Dieser Begriff kommt aus dem Französischen und setzt sich aus den Wörtern "entre" und "prendre" zusammen, was "unternehmen" bedeutet. Gemeint ist ein Unternehmer, der zugleich Gründer und Anteilseigner eines Unternehmens ist. Mindestens genauso wichtig ist es, den Begriff wörtlich zu nehmen: Unternehmen unternehmen etwas!

Exit­-Strategie

Ein Exit, auch Rückzug oder Marktaustritt genannt, bezeichnet den teilweise erfolgten oder vollständigen Rückzug eines Produktes, einer Dienstleistung, eines Geschäftsbereichs oder eines gesamten Unternehmens vom Markt. Bei einer Exit-Strategie geht es darum, frühzeitig festzuhalten, mit welchem Plan Gründer- bzw. Investoren aus dem Unternehmen aussteigen möchten. Das kann der Verkauf an einen Wettbewerber oder Börsengang sein. Aber Vorsicht! Entwicklungen sind hier extrem schwer vorauszusehen. Nach meiner Meinung ist jedes Startup zum Scheitern verurteilt, das mit einer Exit­Strategie startet.

Fixkosten

Bezeichnet den auf einen bestimmten Zeitraum festen und wiederkehrenden Kostenblock eines Unternehmens. Variable Kosten können im Regelfall monatlich gekündigt werden.

Finanzierungsrunde

Unter einer Finanzierungsrunde versteht man die Erhöhung von Kapitaleinlagen eines Unternehmens durch einen oder mehrere Investoren. Investoren geben also Geld, sodass ein Unternehmen z.B. ein Produkt entwickeln kann, sich internationalisiert oder sein Team erweitert. Im Gegenzug erhält der Kapitalgeber Anteile am Unternehmen.

Franchising

Franchising ist eine Art Lizenzvergabe oder Nutzungsrecht. In einem Franchisingsystem vergibt der Franchisegeber gebührenpflichtige Rechte an den Franchisenehmer (ein selbstständiger Händler), seine Produkte zu verkaufen. Der Franchisenehmer bekommt vom Franchisegeber alle Marketing­Maßnahmen vorgeschrieben. Ich nenne Franchisenehmer auch "Unternehmer light".

GbR

Steht für Gesellschaft des bürgerlichen Rechts. Sie muss durch mindestens zwei Personen gegründet werden, wobei die Gesellschafter sich dazu verpflichten, sich gegenseitig zur Erreichung eines gemeinsamen Zwecks auf die im Vertrag festgelegte Weise zu fördern. Dies kann ein Internet­-Unternehmen genauso wie ein Handwerkerbetrieb sein. Für ein Startup sind in der Regel die UG oder die GmbH deutlich besser geeignet, da Sie die Haftung auf das Stammkapital begrenzen.

Gebrauchsmuster

Das Gebrauchsmuster ist eine Möglichkeit des gewerblichen Plagiatschutzes. Es ist von der Sicherheitsstufe schwächer als ein Patent, hat aber sehr ähnliche Eigenschaften. Im gewerblichen Rechtsschutz kann ein Gebrauchsmuster über eine Dauer von anfangs zehn Jahren durch Einreichen beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) vor Nachahmern schützen.

Geschäftsführer

Ein Geschäftsführer leitet das Unternehmen, trägt die Verantwortung und haftet als gesetzlicher Vertreter. Ich kann aus eigener Erfahrung jedem ans Herz legen, sich intensiv mit seinen Rechten und Pflichten zu beschäftigen. Der oder die Geschäftsführer werden per Gesellschafterbeschluss zur Geschäftsführung bestellt.

Gesellschafter

Ein Gesellschafter ist eine Privatperson oder eine juristische Person, z.B. eine GmbH, die an einem Unternehmen mit einer Kapitaleinlage beteiligt ist. Wichtig ist hierbei der Gesellschaftsvertrag, der im Detail die Rechte, Pflichten sowie die Führung und Vertretung der Gesellschaft nach außen hin regelt.

Gewerbe

Wenn man in Deutschland selbstständig arbeiten möchte, muss man beim Gewerbeamt sein Gewerbe anmelden. Unter einem Gewerbe versteht man jegliche wirtschaftliche Tätigkeit, die auf eigene Rechnung und Verantwortung läuft und dem Ziel unterliegt, Gewinne zu erwirtschaften. Klingt formell, ist es auch. Ganz ohne Bürokratie kommen wir in Deutschland leider nicht aus.

GmbH

Steht für "Gesellschaft mit beschränkter Haftung" - für Startups eine sehr gängige Rechtsform mit einer Mindesteinlage von 25.000,- EUR. Die Gründung erfolgt durch eine oder mehrere Personen, wobei ein Gesellschaftervertrag (Satzung) mit Gründungsbeschluss, Geschäftsführerbestellung und eine Gesellschafterliste benötigt werden. Die GmbH erfordert erhöhten Verwaltungs­ und Kostenaufwand. Dieser lohnt sich allerdings sehr schnell, da die GmbH für Startups in jeder Unternehmensphase einen guten rechtlichen Rahmen bietet.

Insolvenz

Beschreibt den Zustand, wenn eine Person oder ein Unternehmen den Zahlungsverpflichtungen gegenüber seinen Gläubigern nicht mehr nachkommen kann und damit zahlungsunfähig ist. Man unterscheidet zwischen akuter Zahlungsunfähigkeit, drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Mit einer Insolvenz meldet ein Unternehmen daher das Ende seiner Tätigkeit an. Wichtig ist, persönlich niemals mit mehr zu haften, als man hat (gehe nicht unter null!). Die Insolvenz einer GmbH ist unschön, aber persönlich kein Weltuntergang.

Investition

Mit einer Investition wird Geld eingesetzt, das ein Vorhaben finanziert. Ziel ist natürlich, mit der Investition so viel Geld zu verdienen, dass die Investitionshöhe wieder ausgeglichen wird und man darüber hinaus weiteres Geld verdient.

KfW

Kurz für "Kreditanstalt für Wiederaufbau": eine Förderbank, die sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene vielfältige Projekte zur Förderung der Wirtschaft finanziell unterstützt. Auch für Startups stellt die Bank Finanzierungsmöglichkeiten bereit.

Kunden

Hierunter werden Privatpersonen oder Unternehmen gefasst, die ein Produkt oder eine Dienstleistung kaufen. Ganz wichtig: Machen Sie sich bei jeder Idee sehr genau Gedanken darüber, wer Ihre Kunden sind und welchen Nutzen Ihre Idee für diese Gruppe hat.

Kleingewerbe

Ein Kleingewerbe wird in Deutschland fälschlicherweise oft als Rechtsform verstanden. Dabei handelt es sich meist nur um einen umgangssprachlich verwendeten Begriff für Unternehmen, die von der Kleinunternehmerregelung des Umsatzsteuergesetzes Gebrauch machen oder als Einzelunternehmer gründen und ein Einzelunternehmen betreiben.

Limited Company

Die Limited Company (Ltd.) ist eine unternehmerische Rechtsform Großbritanniens. Eine Limited, wie sie kurz genannt wird, ist eine Kapitalgesellschaft mit beschränkter Haftung. Sie ist vergleichbar mit der deutschen GmbH – bzw. aufgrund der lediglich notwendigen Einlage von mindestens einem Euro eher mit der kleineren UG (haftungsbeschränkt).

Liquidität

Für ein Unternehmen bedeutet Liquidität, dass es jederzeit und problemlos fällige Verbindlichkeiten begleichen kann. Ist dies nicht der Fall, besteht die Gefahr einer Insolvenz. Damit ist nicht zu spaßen.

Marketing

Marketing ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensführung. Beim Marketing geht es darum, ein Unternehmen an den Bedürfnissen des Marktes auszurichten. Oft werden hierzu die bekannten Marketinginstrumente Produkt, Preis, Kommunikation und Vertrieb zu Rate gezogen. Soweit ein bisschen Theorie. Wichtig ist vor allem, dass Sie persönlich von Ihrem Produkt überzeugt sind und um jeden einzelnen Kunden kämpfen.

Marktanteil

Bezeichnet den Anteil, den ein Unternehmen mit einem bestimmten Produkt oder einer Dienstleistung am Gesamtmarkt hat. In der Regel wird dieser in Prozent ausgedrückt.

Marktlücke

Marktlücke meint, dass in einem bestimmten Marktauschnitt Bedürfnisse von Konsumenten noch nicht durch ein Unternehmen befriedigt werden. Es lohnt sich, in einzelne Märkte genauer reinzuschauen. Wer eine Idee sucht, muss einen Markt gut verstehen können und dessen Lücken kennen.

Netto

Bezeichnet einen Wert nach Abzug zu bereinigender Anteile wie Kosten, Abgaben oder Steuern, die wiederum als das Brutto bekannt sind. Dieser Unterschied gehört absolut zum kleinen Einmaleins.

Online­-Marketing

Das Online-Marketing umfasst alle Maßnahmen, die über das Internet abgewickelt werden. Man kann unmittelbar prüfen ob eine Maßnahme den gewünschten Effekt hat. Weiterhin gibt es Spielräume wie SEO, Twitter und Facebook, die kostenfrei Kunden bringen. Bei begrenztem Budget ist Online-Marketing zu bevorzugen.

Patent

Ein Patent ist auf eine Erfindung bezogenes, schriftlich festgehaltenes Schutzrecht, wobei der Eigentümer anderen die Nutzung oder den Verkauf einer Erfindung verbieten kann. Über eine Lizensierung kann der Inhaber des Patents Nutzungsrechte verkaufen. Die Anmeldung eines Patents erfolgt in Deutschland über das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA). Der Prozess, ein Patent zu bekommen, kann sehr langwierig und kostspielig sein.

Pre­-Money-Bewertung

Kann mit "Vor-Geld Bewertung" übersetzt werden. Die Pre­Money-Bewertung definiert den Firmenwert, bevor der Investor den vereinbarten Betrag investiert.

Post-­Money-Bewertung

Ist sozusagen das Gegenstück zur "Vor-Geld-Bewertung". Die Post­Money-Bewertung bezeichnet den Firmenwert, nachdem Investor sein Kapital eingebracht hat.

Profit

Als Profit (Gewinn) wird der Überschuss bezeichnet, der vom Umsatz nach Abzug der Kosten übrig bleibt.

SEO

Steht für "Search Engine Optimization" (auf Deutsch: "Suchmaschinenoptimierung") und ist ein Teilbereich von SEM (Search Engine Marketing). Hierbei geht es darum, eine Webseite oder ein Produkt geschickt zu positionieren, sodass möglichst viele Menschen über die Nutzung von Internetsuchmaschinen darauf aufmerksam werden.

SEM

Steht für "Search Engine Marketing" (auf Deutsch: "Suchmaschinenmarketing") und ist ein Teilbereich des Online­Marketings. Mit SEM gewinnt man Besucher und hoffentlich auch Kunden für eine Webseite bzw. Produkt. Dies kann über Werbung auf anderen Webseiten (Advertising) oder Suchmaschinenoptimierung (SEO) geschehen.

Seed­-Phase

Kann mit "Keim-Phase" übersetzt werden. Die Seed-Phase ist die früheste Finanzierungsphase eines jungen Unternehmens. Das Unternehmen ist eventuell noch nicht einmal gegründet und hat noch die gesamten Entwicklungskosten vor sich. Investoren und Business-Angels, die in einer solchen "Early Stage" (frühe Phase) investieren, sind meist sehr von der Geschäftsidee und dem Gründer-Team überzeugt. Das Risiko einer Finanzierung ist für einen Investor in dieser Phase am höchsten, würde sich aber auch am meisten auszahlen.

Skalierbarkeit

Skalierbarkeit ist für Investoren ein wichtiges Indiz, ob sie in ein Unternehmen investieren. Der Begriff beschreibt, ob ein Unternehmen das Potential besitzt, schnell zu expandieren, um einen größeren Markt zu erschließen. Ein skalierendes Geschäftsmodell kann extrem schnell und international wachsen. Im Digitalbereich können Unternehmen schnell wachsen, das Unternehmen ist so gut skalierbar. Eine Restaurantkette oder eine Gärtnerei kann nur langsam und lokal wachsen.

Sperrminorität

Als Sperrminorität wird in einem Unternehmen das Recht einer Minderheit bezeichnet, die Entscheidung über eine Abstimmung zu "sperren". Verfügt ein Gesellschafter, der nicht die Mehrheit eines Unternehmens besitzt, über eine Sperrminorität, ist es ihm möglich, eine Abstimmung für nichtig zu erklären, obwohl die Mehrheit dafür gestimmt hat. Hält er beispielsweise 25 Prozent der Anteile, kann er Beschlüsse verhindern, für die eine 75-Prozent-Mehrheit nötig ist.

Startup

Es gibt unzählige Definitionen und Beschreibungen für ein Startup. Es geht dabei um ein Unternehmen, das sich in einer sehr frühen Lebensphase befindet und auf der Suche nach einem funktionieren Geschäftsmodell ist. Die Definition ist letztlich auch nicht wichtig – entscheidend ist, dass Sie loslegen!

Stille Beteiligung

Eine stille Beteiligung bezeichnet die stille Gesellschaft einer Person oder eines Unternehmens an einem Unternehmen durch eine Kapitaleinlage. Der stille Gesellschafter tritt dabei nach außen hin nicht in Erscheinung und erwirbt auch kein Mitspracherecht, sondern stellt dem Unternehmen lediglich sein Kapital zur Verfügung. In der Regel stellt die stille Beteiligung eine Form der Investition dar. Als Gegenleistung für diese Investition wird der stille Gesellschafter in der Regel am Gewinn oder am Umsatzerlös beteiligt.

Tag­along

Aus dem Englischen "to tag along" (auf Deutsch: "mitkommen"). Bei diesem Rechtsbegriff geht es darum, kleine und große Investoren eines Unternehmens gleichzustellen. Sobald ein Investor entscheidet, seine Anteile zu verkaufen, können die verbleibenden Investoren Gebrauch von ihrem Recht machen und ebenso ihre Anteile veräußern.

Term Sheet

Das sogenannte Term Sheet (auf Deutsch: "Konditionenvereinbarung") beschreibt eine schriftlich verfasste Absichtserklärung zwischen einem Gründer und Investoren, worin die Eckpunkte einer beabsichtigten Finanzierung festgehalten sind.

UG

Steht für Unternehmergesellschaft. Auch bekannt als Mini­GmbH, ist die UG gerade unter Gründern eine beliebte Unternehmensform, da sie mit relativ wenig Aufwand gegründet werden kann und nur eine Mindesteinlage von 1,- EUR benötigt wird. Wichtig ist, dass Sie überall in jeglicher Kommunikation ein "haftungsbeschränkt" hinter die Rechtsform "UG" setzen.

Umsatz

Bezeichnet den Erlös, den ein Unternehmen aus dem Verkauf eines Produkts oder einer Dienstleistung erwirtschaftet. Betriebswirtschaftlich errechnet sich der Umsatz aus der verkauften Menge multipliziert mit dem Verkaufspreis.

Unternehmensbewertung

Bei der Unternehmensbewertung geht es um die Wertermittlung eines gesamten Unternehmens oder eines Teilbereichs. Ein Unternehmen wird in der Regel im Auftrag von potenziellen Investoren bewertet, die beabsichtigen, in das Unternehmen zu investieren, um den tatsächlichen Wert des Unternehmens als Verhandlungsgrundlage zu nutzen. Zur Unternehmensbewertung gibt es zahlreiche Verfahren.

USP

Steht für "Unique Selling Proposition", was im Deutschen so viel wie "Alleinstellungsmerkmal" bedeutet. Es geht darum, dass ein Unternehmen für sein Produkt oder seine Dienstleistung ein einzigartiges Kaufversprechen formuliert, um sich idealerweise von Anbietern im selben Markt positiv zu unterscheiden. Es ist sehr wichtig, sich hier Gedanken zu machen.

Venture Capital (VC)

Im Deutschen "Wagniskapital" oder "Risikokapital". Venture Capital bezeichnet Geld, das für die Beteiligung an Unternehmen bereitgestellt wird, um ein Unternehmen aufzubauen bzw. eine Idee umzusetzen.

Vertrieb

Im Vertrieb geht es darum, alle Aktionen darauf auszurichten, einer bestimmten Zielgruppe ein Produkt oder eine Dienstleistung möglichst leicht verfügbar zu machen. Das Vertriebsteam ist verantwortlich für alle Maßnahmen und Entscheidungen, die den Vertriebsprozess beeinflussen, bei dem das Produkt oder die Dienstleistung dem Kunden und Endverbraucher zur Verfügung gestellt wird. Zum Beispiel ist das Vertriebsteam eines Online-Händlers für den gesamten Versandprozess zuständig und sorgt dafür, dass dieser reibungslos funktioniert.

Vesting

Dient meist dazu, einen Gründer an ein Unternehmen zu binden, sodass dieser kurz nach einer Finanzierungsrunde nicht direkt wieder abspringt. Oft muss der Gründer im Unternehmen eine bestimmte Laufzeit (z.B. drei Jahre) verbleiben, bevor ihm die zur Finanzierungsrunde bestimmte Anteilshöhe auch vollständig zusteht. Solche Anreize sind wichtig, um bei einer Finanzierungsrunde für Gründer und Investoren den richtigen Rahmen zu schaffen.

Wandeldarlehen

Ist eine besondere Form der Finanzierung. Hierbei erhält ein Gründer vom Investor ein Darlehen, das in eine Beteiligung gewandelt werden kann. Tritt dieser Fall nicht ein, muss das Darlehen mit entsprechender Laufzeit und Verzinsung zurückbezahlt werden.