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Die Höhle der Löwen: Investor Jochen Schweizer im Porträt

Investor Jochen Schweizer
Investor Jochen Schweizer Der Marktführer für Erlebnisgeschenke in deutschland 00:01:09
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Der führende Erlebnisexperte

Der 59-jährige ehemalige Stuntman Jochen Schweizer ist Gründer und Active Chairman der nach ihm benannten internationalen Unternehmensgruppe und hat mit der Einführung der Erlebnisgeschenkbox eine völlig neue Warengruppe im deutschen Handel etabliert. Heute steht seine Marke – Jochen Schweizer – synonym für das Erlebnis. Sie stellt auf jochen-schweizer.de die führende Erlebnissuchmaschine und Inspiration für die Freizeitgestaltung dar, bietet Erlebnisse zum Verschenken und Selbsterleben an und entwickelt und baut einzigartige Erlebnisdestinationen. Übergreifend strebt die Gruppe die Digitalisierung der Erlebnis- und Freizeitbranche an.

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Jochen Schweizer
"Die Höhle der Löwen"-Investor Jochen Schweizer © VOX / Bernd-Michael Maurer

Der leidenschaftliche Kajakfahrer entwickelte bereits vor über 25 Jahren die Vision, Erlebnisse für jeden zugänglich zu machen. Mitte der 80er gründet er mit der Kajak Sports Productions den Grundstein der heutigen Unternehmensgruppe. Im gleichen Jahrzehnt entdeckt Jochen Schweizer seine Leidenschaft für den Bungee-Sport, die sein Leben und seine unternehmerische Laufbahn vor allem in den 90ern prägen sollte. Er trägt maßgeblich dazu bei, dass Bungee in Deutschland populär wird. Bis heute sind über 700.000 Menschen bei Jochen Schweizer Bungee gesprungen. Es folgen Fernsehauftritte bei unter anderem Wetten dass…? sowie Drehs für Werbespots, z.B. Postbank. Zum Abschluss seiner persönlichen Bungee-Karriere gelingt ihm 1997 der Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde mit dem bis heute tiefsten Sprung und längsten Seil. Mitte der 90er Jahre erweitert er das Portfolio seines Unternehmens. Neben House Running, dem vertikalen Lauf an der Hauswand, setzt er Unternehmen, Marken und Produkte durch ganzheitliche Eventkonzepte und individuelle Shows in Szene. Nach einer Unternehmenskrise 2003 startet Jochen Schweizer neu durch und geht mit seinem Erlebnisportal www.jochen-schweizer.de online. Seine Vision ist es, jedem perfekte Augenblicke zu ermöglichen. Ein Baustein dieser Vision ist auch die Jochen Schweizer Arena im Süden Münchens, in der ab Frühjahr 2017 jeder den Ur-Traum der Menschheit erleben darf: Das Fliegen mit nichts als dem eigenen Körper. Ein weiterer Teil des Großprojektes ist die Indoor Surfarena, auf der sich spielend leicht das Wellenreiten erlernen lässt. Im dritten Teil des Hauptgebäudes der Arena, die den drei Blättern eines Propellers nachempfunden ist, entsteht eine der ungewöhnlichsten Veranstaltungs-Locations Münchens.

Die Jochen Schweizer Unternehmensgruppe beschäftigt heute über 500 Mitarbeiter bei einem Jahresumsatz von über 85 Millionen Euro (2015). Mehr als 800.000 Menschen haben 2015 etwas mit "Jochen Schweizer" erlebt. Jochen Schweizer ist seit der ersten Staffel "Die Höhle der Löwen" im Jahre 2014 als Investor dabei. Neben seiner Tätigkeit als Unternehmer und Investor ist er zudem Autor und Redner. Bereits sein erstes autobiographisches Buch "Warum Menschen fliegen können müssen" war ein großer Erfolg. Sein zweites Buch "Der perfekte Augenblick", das im Oktober 2015 erschienen ist, stand wochenlang auf der Spiegel-, Focus- und Amazon-Bestseller-Liste. Als Motivational Speaker entführt Jochen Schweizer seine Zuhörer auf eine turbulente Reise durch sein aufregendes Leben. Dabei geht er gezielt auf die wichtigsten Prinzipien des Erfolgs ein – Standhaftigkeit, Konsequenz, Angstüberwindung, der Wille sich wirklich anzustrengen und die zentrale DNA jedes Erfolgs: operative Exzellenz in der Ausführung.

Jochen Schweizer im Interview

Sie sind von Anfang an bei "Die Höhle der Löwen" dabei. Worauf haben Sie sich in der dritten Staffel besonders gefreut?

Auf spannende Pitches, auf noch besser vorbereitete Gründer und natürlich auch auf meine beiden neuen "Mit-Löwen".

Hat sich durch die neuen „Löwen“ im Rudel eine andere Dynamik bei den Verhandlungen entwickelt? Und wenn ja, welche?

Die beiden neuen "Löwen" haben tatsächlich eine Veränderung der Dynamik bewirkt. Als Unternehmer bringen beide sehr viel Energie und Investitionserfahrung mit. Carsten Maschmeyer auf der Investmentebene und auf der Produktebene steht Ralf Dümmel, der mit seinen weitreichenden Möglichkeiten Consumer-Produkte junger Gründer in den Handel bringt.

Welche der Start-ups aus den vergangenen Staffeln, in die Sie investiert haben, sind heute besonders erfolgreich?

Ein sehr erfolgreiches Start-up, in das ich investiert habe, ist "Hip Trips". Das sind zwei junge Reiseunternehmer, die ein ganzes Geschäftsmodell auf einem einzigen Motto begründen: "Heute geht es nicht mehr darum, wohin man reist. Es geht darum, was man dort erlebt!" Sie verkaufen in diesem, ihrem zweiten Geschäftsjahr, für über eine Million Euro Erlebniskurzreisen und sind damit im ersten vollen Geschäftsjahr bereits profitabel.

Wenn Sie in ein Unternehmen investieren, worauf setzen Sie? Was ist Ihnen besonders wichtig?

Entscheidend ist der Gründer mit seiner Energie, seinem Commitment und dem Eindruck, den er vermittelt. Wie gut ist er vorbereitet? Wie interagiert er mit den Fragen des Panels? Hat er ein gutes Team hinter sich stehen? Und zu guter Letzt: "Ist es ein intelligentes Geschäftsmodell?"

Haben sich die Jung-Unternehmer in den letzten Staffeln verbessert oder gibt es immer noch Gründer, bei denen Sie denken: "Die haben sich ja gar nicht vorbereitet."

Die Gründer sind besser vorbereitet. Das war auch schon in der zweiten Staffel so und wurde in der dritten Staffel noch einmal gesteigert. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Der Erfolg der Sendung. Außerdem geben alle fünf "Löwen" auch Tipps, die man überall im Internet nachlesen kann: "Wie muss ich mich verhalten? Wie sieht ein guter Pitch aus?" Es gibt Gründer, die ihren Pitch wie ein Theaterstück einstudiert haben. Das ist immer noch besser, als einfach reinzulaufen und nicht vorbereitet zu sein.

Waren die Kämpfe um Deals in dieser Staffel härter als in den Vorjahren?

Es gab einige Deals und Gründer, die jeder "Löwe" haben wollte. Das ist unterschiedlich ausgegangen und ist für mich ein normaler Vorgang. Das sehe ich entspannt.

Sie können bereits auf eine sehr lange unternehmerische Karriere zurückblicken. Glauben Sie, dass Gründen heute einfacher oder schwieriger als früher ist?

Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung und natürlich verändern sich auch Rahmenbedingungen. Ich möchte früher und heute nicht miteinander vergleichen. Wir haben heute in Deutschland hervorragende Rahmenbedingungen, um zu gründen: Es gibt ausreichend Kapital am Markt, eine gute Infrastruktur, ein sicheres Rechtssystem und hohe Finanzierungsrunden von Start-ups.

Was ist Ihnen besonders wichtig? Was meinen Sie, können Gründer von Ihnen lernen?

Wenn ich in einen Gründer investiere, investiere ich einerseits Geld, andererseits bringe ich auch eine langjährige Erfahrung mit, vor allem auch viel Intuition. Ich habe viele Fehler gemacht, die man nicht wiederholen muss! Wer auf mich hört, kann den einen oder anderen Fehler vermeiden und insofern ist es immer sinnvoll, einen erfahrenen Investor an der Seite zu haben, der vor großen Fehlern bewahren kann. Darüber hinaus kann ich die Gründer mit meinem Netzwerk sowie durch die Experten und deren Know-how, die in meiner Unternehmensgruppe arbeiten, unterstützen.

Ist es nicht manchmal notwendig, dass man eigene Fehler macht?

Pädagogisch gesehen ist das wohl richtig. Wenn ich mich aber mit einem Investment bei einem Unternehmen engagiere, dann ist das eine andere Situation. Es gilt definitiv Fehler zu vermeiden.