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Die Höhle der Löwen: Investorin Judith Williams im Porträt

Investorin Judith Williams
Investorin Judith Williams Die erfolgreichste Homeshopping-Unternehmerin Europas 00:00:59
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Fernsehmoderatorin und Unternehmerin

Judith Williams, geboren am 18.09.1971 in München, ist eine deutsch-amerikanische Sopranistin, Fernsehmoderatorin und Unternehmerin, die mit der "Judith-Williams-Markenwelt" die größte europäische Teleshopping-Marke im internationalen Verkaufsfernsehen vertreibt.

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Judith Williams
"Die Höhle der Löwen"-Investorin Judith Williams © VOX / Bernd-Michael Maurer

Judith Williams studierte klassischen Gesang an der Hochschule für Musik in Köln sowie Ballett an der "Royal Academy of Music" in London. Nach zahlreichen Erfolgen als Sängerin wurde bei ihr ein Tumor entdeckt – die anschließende Hormontherapie führte zu einem Stimmverlust, der ihre Karriere als Sängerin zunächst beendete. 1999 startete sie daraufhin als Verkaufs-Moderatorin beim Teleshopping-Sender QVC. Ein Jahr später wechselte sie zum Shopping-Sender H.O.T., der heute als HSE24 bekannt ist. 2007 gründete sie die "Judith Williams GmbH", über die sie ihre eigene Luxus-Kosmetik-Linie ins Leben rief. Die erste Teleshopping-Show mit ihren Produkten sorgte für den bis dato erfolgreichsten Marken-Launch in der Geschichte von HSE24 – unter anderem wurde eine Creme mehr als fünf Millionen Mal verkauft. Judith Williams gründete daraufhin die "Judith-Williams-Marken-Welt", die Mode, Schmuck, Parfum und mehr als 800 Luxus-Kosmetik-Produkte führt. Neben ihren Shows bei HSE24 im deutschsprachigen Raum präsentiert sie ihre Produkte inzwischen auch bei HSE24 in Russland, sowie bei QVC in Großbritannien und Frankreich mit großem Erfolg. Rund 100 Mitarbeiter sorgen dafür, dass Judith Williams ihre kreativen Ideen und Innovationen umsetzen kann. Mit ihrer Markenwelt sorgt Judith Williams für einen jährlichen Gesamtumsatz von weit über 150 Millionen Euro im Teleshopping. Seit 2014 ist sie als Investorin bei der VOX-Gründer-Show "Die Höhle der Löwen" im Einsatz.

Judith Williams im Interview

Gibt es etwas, worauf Sie sich besonders in Staffel drei gefreut haben?

Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich die beiden "Löwen", die dieses Mal nicht mehr dabei sind, sehr schätze. Aber ich freue mich auch immer, wenn es etwas Neues gibt und ich war wirklich auf meine beiden neuen Kollegen gespannt – denn beide kannte ich vorher überhaupt nicht. Ich sage immer: "Das Leben ist ein Abenteuerspielplatz und bitte keine Langeweile!" Die gibt es in der dritten Staffel von "Die Höhle der Löwen" auch keinen Moment. Darauf habe ich mich am meisten gefreut!

Hat sich durch die neuen "Löwen" im Rudel eine andere Dynamik bei den Verhandlungen entwickelt?

Natürlich. Es hat sich eine neue Dynamik entwickelt, weil jeder Mensch anders ist. Da kann man gar nicht wirklich eine spezifische Charaktereigenschaft nennen. Jeder bringt das mit, was er zu bieten hat und für die Sendung ist das extrem spannend und teilweise auch sehr lustig. Die dritte Staffel hat enorm viel Spaß gemacht.

"Little Lunch“ ist ein Deal von Frank Thelen und Ihnen aus der letzten Staffel. Die beiden Gründer sind inzwischen Umsatz-Millionäre. Warum hat Sie das Produkt überzeugt? Und wie ging es nach der Show weiter?

Auch wenn ich bei "Little Lunch" nicht investiert hätte, würde ich behaupten: Sie sind geschmacklich und qualitativ allem, was ich bis jetzt auf dem Suppenmarkt gegessen habe, haushoch überlegen. Ich finde diese Suppen sensationell. Außerdem sind die beiden Gründer einfach zwei tolle Typen. Die Jungs haben Tag und Nacht durchgearbeitet. Das zeigt, was ein richtiges Start-up ausmacht, denn sie verlassen sich auch nicht einfach nur auf mich und mein Kapital. Und das ist es, worum es bei "Die Höhle der Löwen" geht: In Firmen zu investieren und gleichzeitig daran zu erinnern, dass der langfristige Erfolg nicht über Nacht kommen wird. Man baut das Unternehmen gemeinsam und langsam auf. Nach zwei, drei Jahren kann man dann überprüfen, was die Firma macht, sobald die mediale Aufmerksamkeit nachlässt – das ist wirklich sehr interessant. Und das liebe ich einfach, denn genau das ist es, wofür mein Herz schlägt. Mit diesen jungen Leuten zu arbeiten finde ich super und deswegen mache ich auch bei "Die Höhle der Löwen" mit: Als eine Art Coach oder Inspiration für Leute, die ein Produkt oder eine Firma haben. Das eigene Wissen weiterzugeben, ist extrem schön.

Was möchten Sie Gründern mit auf den Weg geben?

Etwas, das ich selbst lernen musste: Dass man natürlich nicht an einem Tag alles erreicht, was man sich im Leben vorgenommen hat. Man braucht ein wenig Zeit, Geduld und einen Plan, aber ganz wichtig ist es, sich ein Ziel vorzunehmen und zielstrebig beziehungsweise fokussiert daran zu arbeiten. Das macht mir Spaß, aber viele Gründer, die man nach diesem Ziel fragt, antworten: "Ich will mein Produkt auf den Markt bringen." Produkte kurzfristig ein paar Monate auf den Markt zu bringen und sie überall zu listen, sowas kann der ein oder andere, obwohl das an sich auch schon sehr schwierig ist. Aber eine Firma über viele Jahre zu einem wirklich großen Wert zu bringen, das ist nicht ganz einfach.

Hat sich etwas für Sie geändert, seit Sie bei „Die Höhle der Löwen“ dabei sind?

Für mich ist mit den Gründern und der Arbeit an ihren Firmen eine tolle Abenteuerreise losgegangen. Auf der privaten Seite hat sich damit einiges geändert. Wenn ich zum Beispiel beim Italiener sitze, kommt meistens jemand um die Ecke und sagt: "Du bist doch Judith Williams. Ich hätte da eine ganz neu erfundene Yoga-Matte, willst du nicht investieren?" Das ist die eine Veränderung, und die andere liegt in der Betrachtung von Dingen: Ich habe einen riesigen Respekt davor, wie die Gründer ihre Firmen aufbauen. Ich wusste von meinem eigenen Werdegang, dass man eigentlich die ganzen 24 Stunden des Tages braucht, um eine eigene Firma aufzubauen und zu 180 Prozent voll dabei sein muss. Diese Einstellung hat sich für mich durch "Die Höhle der Löwen" bestätigt!