SAMSTAGS I 18:00

Dr. Wolf im Einsatz

Leguan mit verstopfter Femoraldrüse

Der Begriff "Tumor" ist abgeleitet vom lateinischen "tumor, -oris" und bedeutet so viel wie Geschwulst oder Schwellung. In der Medizin steht die Bezeichnung "Tumor" für entzündliche oder nichtentzündliche Gewebe- oder Organschwellungen. Dazu gehören neben bösartigen Krebsgeschwulsten auch Zysten, Fettgeschwülste und Blutergüsse (Hämatome).

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Leguan
Ein bedrohter Leguan stellt seine Rückenstacheln auf und gibt sich so ein gefährliches Aussehen.

hundkatzemaus-Tierarzt Dr. Wolf untersucht den über dreißig Jahre alten Grünen Leguan "Samson", der eine Umfangsvermehrung am linken Hinterbein hat. Leguanmännchen leiden in Gefangenschaft häufig an einer verstopften oder entzündeten Femoraldrüse an der Innenseite der Oberschenkel, die ein wachsartiges Sekret mit Sexualduftstoffen (Pheromone) produziert. Die angeschwollene Drüse kann dann nur durch einen operativen Eingriff entleert werden. Besteht eine Entzündung der Drüse schon länger, kann sich daraus ein Abszess oder Tumor bilden. Bei der Untersuchung des Beines stellt Dr. Wolf fest, dass es sich nicht um eine bloße Entzündung handelt, sondern sich bereits ein Tumor gebildet hat, der dringend entfernt werden muss. Das Reptil wird für die bevorstehende Operation gewogen, um dann eine seinem Gewicht entsprechende Injektionsnarkose zu bekommen.

Entfernung des Tumors

Leguan OP
Schafft Dr. Wolf es, den Tumor zu entfernen?

Um die entartete Femoraldrüse zu entfernen, muss Dr. Wolf die harte Eiterverkapselung komplett herausschneiden. Weil sich in dieser Region empfindliche Blutgefäße befinden, ist bei einem solchen Eingriff Fingerspitzengefühl gefragt. Um die Wunde zu verschließen, verwendet der Tierarzt grobmaschiges, resorbierbares Nahtmaterial. Vorher wird die Wunde mit einem Antibiotikum gespült. Ein Problem bei der Operation von Reptilien ist, dass bei ihnen keine Drainage gelegt werden kann, die bei operativen Eingriffen normalerweise zur Ableitung von Körperflüssigkeiten dient. Außerdem häuten sich diese Tiere fortlaufend, d.h. die Wunde kann nicht normal vernäht werden, sondern muss mit einer so genannten horizontalen und vertikalen Matratzen-Naht verschlossen werden. Nach der Operation wird dem Leguan ein weicher Druckverband angelegt, der nach ein paar Tagen wieder abgenommen werden kann. Die Fäden werden nicht gezogen, sondern fallen von alleine ab.

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