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Echte Männer: Dennis ist der Stallbetreiber mit Fastfood-Vorliebe

Dennis: "Ein echter Mann tut, was er sagt"
Dennis: "Ein echter Mann tut, was er sagt" Dennis nimmt am Experiment "Echte Männer" teil 00:01:04
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Für Dennis ist ein echter Mann irgendwo zwischen Macho und Weichei

Dennis ist (Pensions-) Stallbetreber mit 40 Pferden in ländlicher Idylle nahe Osnabrück. Der Hof ist nicht nur sein Arbeitsplatz, sondern auch das gemeinsame Zuhause für ihn und seine kleine Familie. Dennis arbeitet jeden Tag körperlich hart und belohnt sich für den Stress mit schnellen Mahlzeiten vom Drive-in. Gesundheitsbewusstsein – Fehlanzeige: Sein Rhythmus besteht aus Kaffee, Kippen und chronischer Zeitnot. Für Sport im Privaten bleibt da kein Raum mehr.

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Echte Männer: Dennis ist der Stallbetreiber mit Fastfood-Vorliebe
Dennis nimmt an dem Experiment "Echte Männer" Teil. © VOX / Christina Noelle

Im Interview erklärt Dennis, wie ihn die Teilnahme an "Echte Männer" verändert hat

Was ist für dich ein "echter Mann"?

Für mich ist ein "echter Mann" jemand, der selbstbewusst, ehrgeizig, stark ist und hinter seiner Familie steht.

Welche Eigenschaften davon hast du selbst?

Alle. Weil ich mich selbst als "echten Mann" bezeichnen würde.

In welcher Situation musstest du dich bisher in deinem Leben als "echten Mann" beweisen?

Als ich in Russland vier Monate lang für eine schwedische Firma gearbeitet habe. Da musst du deinen Mann stehen und dich um alles selber kümmern. Kein Mensch versteht dich oder verzeiht es dir, wenn du unorganisiert in das Land kommst. Das war schon eine echte Männergeschichte.

Was war deine Motivation, bei "Echte Männer" mitzumachen?

Meine Motivation kam aus dem Drang, endlich richtig loszulegen und Sport zu machen. Man nimmt sich immer was vor und letztendlich hat man nie die Zeit, weil immer etwas dazwischen kommt. An "Echte Männer" teilzunehmen bedeutete für mich, sich die Zeit nehmen zu müssen. Zusätzlich mit einer Gruppe und einem Trainer im Hintergrund, der dir tatsächlich etwas vermittelt.

Wie stand deine Familie dazu?

Die fanden das alle total geil und richtig witzig. Am Anfang konnte sich niemand vorstellen, dass ich an so etwas teilnehme und auch nicht, dass es dann am Ende so gut laufen würde. Im Vorhinein wusste ich nicht, was auf mich zukommt. Richtig durchblicken lassen, hat das keiner. Es gab nur den Hinweis einer "sportlichen Herausforderung".

Wie war denn das Verhältnis zwischen euch Männern?

Super, wir hatten direkt einen Draht zueinander. Das wird man auch an unserem ersten Treffen sehen. Das wurde ohne vorheriges Kennenlernen in einem Auto gedreht und hat sofort funktioniert.

Habt ihr euch denn auch privat außerhalb der Dreharbeiten getroffen?

Die erste Zeit nicht. Begonnen hat das private Treffen auf meiner Weihnachtsfeier. Dort war erst die Kamera mit dabei und als die aus war, ging es weiter. Seitdem haben wir uns öfter bei den jeweiligen Jungs getroffen. Unser Kontakt untereinander ist noch sehr gut.

Und der Teamgeist? Würdest du diesen als dynamisch und beflügelnd beschreiben oder doch auch manchmal als Gruppenzwang?

Es war immer nur die Gruppendynamik, die einen voran gebracht hat. Mit Zwang hatte das gar nichts zu tun. Auch die Videos, die wir von unseren Trainings gefilmt und uns untereinander geschickt haben, dienten nur zum gegenseitigen Anspornen. Da gab es nicht den Zwang mitzuhalten, sondern die Motivation stand im Mittelpunkt.

Was war für dich die härteste Umstellung (zu deinem normalen Alltag)?

Alles. Das Laufen im Winter um acht Uhr abends oder sich nach der Arbeit noch zu motivieren. Für mich war die größte Veränderung, die mich zeitweise auch etwas bockig gemacht hat, die Ernährungsumstellung. Die habe ich nicht mitgemacht. Zwar habe ich die kohlenhydratarme Ernährung am Abend durchgezogen, was auch funktioniert hat, aber als es dann auf das vegetarische Essen zuging, habe ich die Reißleine gezogen. Dafür habe ich das Rauchen komplett eingestellt. Obwohl ich mir nach Zieleinlauf direkt eine Zigarette und Bier gewünscht hätte. Mittlerweile hat sich das auf Feiern beschränkt, was für mich auch ein Stück weit zur Lebensqualität zählt.

Was können die Zuschauer durch das Format über echte Männer lernen?

Wie man große Sprüche klopft (lacht). Ich hoffe, aus eigener Erfahrung heraus, dass die Sendung bei anderen Menschen dasselbe bewirkt wie bei mir. Ich war immer einer derjenigen, der gesagt hat: "Heute keine Lust. Ich arbeite zwölf Stunden am Tag, da muss ich nicht noch abends Joggen gehen". Diese Einstellung ist völliger Schwachsinn und ich hoffe, dass "Echte Männer" das auch so rüberbringen kann. Denn wenn man will, dann schafft man es. Man kann sich die Zeit aus seinem Alltag heraus nehmen.

Wie hat "Echte Männer" dein Leben verändert?

Von Grund auf umgekrempelt. Natürlich war es kurz nach Dreh erstmal ein wieder runterkommen und entspannen. Aber mittlerweile bin ich schon wieder im Training, weil ich mich für den nächsten Triathlon (XTERRA) angemeldet hab. Mit Mauli und Michel wieder unter dem Training von Helge.

Du arbeitest jeden Tag körperlich. Waren die sportlichen Challenges trotzdem noch hart für dich?

Für mich sind das zwei Paar Schuhe. Meine Arbeit ist etwas, was ich jeden Tag mache und wofür ich einfach die Kraft habe. Der Sport geht eher Richtung Ausdauerkraft. Durch passende, quälende Übungen unseres Trainers gab es einige schlimme Muskelkater. Aber das Schöne ist: Mit andauerndem Training verschwindet der Muskelkater irgendwann und dann fängt auch der Spaß an der Sache richtig an.

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