EHEC: Wie Sie jetzt mit Gemüse umgehen müssen

Gemüse und Obst müssen gründlichst gewacshen werden.
Gemüse und Obst müssen gründlichst gewacshen werden. © dpa, Peter Steffen

Was bei Reinigung und Lagerung zu beachten ist

Wegen der EHEC-Bakterien sind viele Menschen verunsichert. Insbesondere Salat und Gemüse gelten als Keimträger, vor dem Verzehr von Rohkost wird gewarnt. Keiner weiß mehr so recht, was er jetzt noch bedenkenlos essen darf.

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Auch wenn Experten die EHEC-Bakterien in Gurken aus Spanien nachweisen konnten, schließt das nicht aus, dass auch andere Lebensmittel Infektionsquellen darstellen. Sie sollten also weiter vorsichtig bei der Zubereitung von Lebensmitteln, insbesondere Gemüse, sein.

Angst vor Vitaminmangel müssen Sie deshalb aber nicht haben. Das gilt auch für Ihre Kinder, wenn sie welche haben. "In Deutschland herrscht kein Mangel an Vitaminen“, erklärt Nina Banspach vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Der befristete Verzicht auf rohe Blattsalate und Salatgurken, die keine "Vitaminbomben" sind, sowie Tomaten hätte keine Auswirkungen. Außerdem sagt sie: „In gekochter Form können diese ja verzehrt werden. Dabei werden nicht alle Vitamine zerstört.“

Wer andere Gemüsesorten essen will, sollte die sehr gründlich unter heißem Wasser abwaschen und mit einem sauberen Handtuch abtrocknen. Schälen geht auch, die Schale dann aber nicht essen. Wichtig ist: "Das Waschen von Gemüse bewirkt eine Reduktion der Keimzahl, aber keine vollständige Eliminierung“, heißt es beim Robert Koch Institut (RKI).

Was die Lagerung betrifft, sollten Lebensmittel grundsätzlich kühl gelagert werden. Doch eine Lagerung im Kühlschrank tötet die Keime keineswegs ab. Auch Einfrieren hilft nicht.

Der Erreger kann auch von einem Gemüse auf das andere übertragen werden, beispielsweise dann, wenn belastete Gurken in Kontakt mit unbelasteten Karotten kommen. Das RKI betont dazu: "Eine Übertragung von Keimen von einem Lebensmittel auf ein anderes ist grundsätzlich durch Kreuzkontamination (z.B. Kontakt, über Küchengeräte und Hände) immer möglich. Lebensmittel die mit den verdächtigen Produkten in Kontakt gekommen sind, sollten ebenfalls nicht roh verzehrt werden.“

Verzichten sollten Sie auch auf „Mischprodukte“, zum Beispiel ein belegtes Brötchen, auf dem sich ein Salatblatt oder eine Tomatenscheibe befindet. Hier gilt, wenn Sie die Herkunft und vor allem die Sauberkeit des jeweiligen Lebensmittels nicht kontrollieren können, lassen Sie es weg. Das bestätigt noch einmal das RKI.

Sicheren Schutz vor den Keimen bietet das Erhitzen des Gemüses (mindestens zehn Minuten über 70 Grad). Da gehen zwar ein paar Vitamine verloren, aber eben nicht alle.