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Ein paar Fragen an Dorit

Das perfekte Dinner: Der zweite Tag in Lübeck
Dorit ist eine echte Perfektionistin

Dorits kulinarischer Steckbrief

Welche Eigenschaften schätzt du an einem guten Gastgeber?

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Für mich ist es besonders wichtig, dass der Gastgeber eine angenehme Atmosphäre schafft, in der man sich wohlfühlen und man selbst sein kann. Er sollte so organisiert sein, dass er genug Zeit für seine Gäste hat und nicht nur in der Küche ist. Das Essen kann so perfekt sein wie es will, aber wenn der Gastgeber dafür abgehetzt und unentspannt ist, dann kann es niemals "Das perfekte Dinner" werden.

Welche Schwächen hast du, welche Stärken?

Ich denke Perfektionismus gehört sowohl zu meinen Stärken als auch zu meinen Schwächen. Entweder, er hilft mir zu gewinnen oder er bricht mir das Genick, das weiß ich leider noch nicht so genau. Ein gewisses Organisations- und Improvisationstalent wird mir hoffentlich dabei helfen, gut durch den Abend zu kommen. Ansonsten bin ich eher ein offener und

freundlicher Typ, der mit jedem klar kommt und immer versucht, sich nicht zu ernst zu nehmen.

Welche drei Lebensmittel müssen immer vorrätig sein, warum?

Nudeln, Dosentomaten und ein gutes Olivenöl. Warum? Weil Nudeln mit Tomatensauce und einem kleinen Spritzer Olivenöl, das schnellste, leckerste und einfachste Gericht ist, was ich kenne. Mein Freund und ich essen es unendlich gerne und oft, vor allem an Abenden, an denen man etwas Gesundes, Leckeres und Selbstgekochtes essen möchte, ohne einen riesigen Aufwand betreiben zu müssen.

Wieso machst du beim "perfekten Dinner" mit?

Ich gucke "Das perfekte Dinner" schon seit Ewigkeiten und habe mich immer gefragt, wie ich mich wohl schlagen würde. Man sitzt ja gerne mal auf seiner Couch und denkt sich: "Wieso macht der Kandidat das denn so und so? Ich hätte das ja eher so und so gemacht." Da habe ich mir gedacht, dass ich es selbst gerne mal ausprobieren würde. Gesagt, getan - und voilà, hier bin ich!

Worauf achtest du besonders, wenn du Gäste hast?

Ich möchte, dass meine Gäste sich wie zu Hause fühlen. Sie sollen ungezwungen lachen können und sich rundum wohlfühlen, so als würde man sich schon immer kennen. Außerdem darf es meinen Gästen nie an etwas fehlen und jeder Wunsch soll mir Befehl sein.

Was war deine größte kulinarische Herausforderung?

Backen! Mir wurde zwar das Kochen von meiner Mama in die Wiege gelegt, was ich vom Backen allerdings weniger behaupten kann. Nicht, dass ich es nicht gerne machen würde, aber es geht mir einfach nicht so leicht von der Hand wie das Kochen. Ich habe mich einmal an eine

richtige Geburtstagstorte für meinen Freund gewagt, eine Sahnetorte mit selbstgemachtem Tortenboden usw. Ich würde auch sagen, dass sie mir gar nicht mal so schlecht gelungen ist, aber es war auch ein echtes Abenteuer und hat dazu auch noch richtig lange gedauert.

Dein bester Koch-Tipp/-Trick?

Wie meine Mama immer zu sagen pflegt: Eine gute Vorbereitung ist das A&O beim Kochen. Und wenn du in der Küche etwas benutzt hast, dann räum es gleich wieder weg, damit nicht das Chaos ausbricht!

Was ist das ungewöhnlichste Gericht, das du je gegessen hast? Was ist daran bemerkenswert?

Da für mich Innereien schon mein Leben lang zum gewöhnlichen Speiseplan gehören und ich sie auch ausgesprochen gerne esse, gibt es recht wenig nationale Gerichte, die ich noch als ungewöhnlich bezeichnen würde. Allerdings war ich vor kurzem in Australien und dort hat man eine ganz eigenartige Angewohnheit: Zum Frühstück isst man eine Malzpaste (Vegemite - Anm. d. Red.) auf Toastbrot. Die Paste ist wohl ein Abfallprodukt der Bierherstellung oder sowas. Und ja, es schmeckt so wie es sich anhört, nämlich furchtbar! Als Kind war ich mal auf Island, wo Trottellumme (Meeresvogel - Anm. d. Red.) auf dem Speiseplan stand. Schmeckte nicht unbedingt ungewöhnlich, aber wer isst in seinem Leben schon mal Trottellumme?

Welche Utensilien sind in deiner Küche unverzichtbar? Welche haben sich als Fehlkauf entpuppt?

Zwar nicht wichtig, aber unverzichtbar ist für mich mein Eierschalen-Sollbruchstellen-Verursacher alias Eierguillotine. Man setzt das Ding einfach auf sein Frühstücksei, zieht die Kugel an dem Stab hoch und lässt sie wieder fallen, wodurch der Aufsatz eine perfekte Sollbruchstelle auf dem Eierköpfchen hinterlässt. Diese kann man dann wiederrum feinsäuberlich aufschneiden und man hat ein hervorragend geköpftes Ei, ohne auch nur einen Tropfen wertvollen Eigelbs zu verlieren.

Wohingegen der kleine Dampfgarer, den ich mir mal gekauft habe, die reinste Geldverschwendung war. Selbst das im Backofen integrierte Hightech-Teil meiner Mutter wird nie benutzt.

Amsterdam hat seinen Dinner-Sieger
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Sparpunkter Peter gewinnt

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