Eintopf

Eintopf
© Barbara Pheby - Fotolia

Ein Topf für alle Fälle

Ein altes Sprichwort sagt "Essen hält Leib und Seele zusammen" – welches Gericht könnte das besser als ein herzhafter Eintopf? Nicht nur, aber besonders an kalten Tagen erwärmt dieses "einfache Mahl" neben dem Magen auch das Herz. Und nicht nur deshalb erfreut sich Eintopf weltweiter Beliebt- und Bekanntheit und kommt in vielen Ländern sogar als "National-Eintopf" daher. Er zählt vor allem auch nachweislich zu den ältesten warmen Mahlzeiten überhaupt.

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Ursprung in der Steinzeit

So sorgte zum Beispiel schon in der Jungsteinzeit ein nahrhafter Erbseneintopf dafür, dass die Jäger und Sammler nicht mit knurrenden Mägen losziehen mussten. Bei den Kelten wiederum stand häufig Brennesseleintopf auf dem Speiseplan. Und mit einem Eintopf, der auf der sogenannten "Spanischen Suppe" basierte (Olla Podrida, ein opulenter Eintopf, der ursprünglich ein Festessen kastilischer Bauern war), wurde das "Arme-Leute-Gericht" im Barock und Rokoko schließlich sogar salon-, weil hoffähig. Der Weg von fürstlichen Tafeln in Herrscherhäusern bis auf mit weißem Leinen gedeckte Tische in Nobelrestaurants scheint da nur logisch. Vom Rezept der Steinzeit bis in unsere Tage hat der Eintopf natürlich etliche Wandlungen durchgemacht. Von den Zutaten bis zur Zubereitung. Sein Wesen aber hat er sich bewahrt.