Essen ohne EHEC-Gefahr

Essen ohne EHEC-Gefahr

Wie Sie jetzt mit Gemüse umgehen müssen

Wegen der EHEC-Bakterien sind viele Menschen verunsichert. Keiner weiß mehr so recht, was er jetzt noch bedenkenlos essen darf. Seit klar ist, dass Salatgurken aus Spanien nun doch nicht die Ursache für die Epidemie sind, werden jetzt andere Lebensmittel untersucht. Auch Tiere können als Infektionsquelle nicht ausgeschlossen werden. Sie sollten also weiter vorsichtig bei der Zubereitung von Lebensmitteln sein. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt folgende Hygienemaßnahmen:

•Fleisch und Hackfleisch von Wiederkäuern (Rind, Schaf, Ziege, Hirsch) vor dem Essen gut erhitzen. Im Inneren des Fleischstückes müssen für mindestens 2 Minuten 70 °C erreicht werden.

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• Auf Rohmilchkäse und Rohmilch verzichten

• Hände nach jedem Toilettengang, vor dem Kochen, vor dem Essen und nach Kontakt mit Tieren oder rohem Fleisch gründlich waschen

• Rohes Fleisch getrennt von anderen Lebensmitteln lagern und zubereiten

•Getrenntes Geschirr für Fleisch und Lebensmittel, die roh gegessen werden, benutzen

•Brettchen, Besteck und Teller nach Kontakt mit rohem Fleisch sofort gründlich reinigen und abtrocknen

•Handtücher und Lappen nach der Zubereitung mit rohem Fleisch auswechseln und bei 60 °C waschen

•Gemüse gründlich waschen und evtl. mit heißem Wasser durchspülen.

•Für Kleinkinder, Senioren und Menschen mit schwachem Immunsystem das Gemüse garen

•Sicheren Schutz vor den Keimen bietet das Erhitzen des Gemüses (mindestens zehn Minuten über 70 Grad).

Wichtig ist: "Das Waschen von Gemüse bewirkt eine Reduktion der Keimzahl, aber keine vollständige Eliminierung“, heißt es beim Robert Koch Institut (RKI). Was die Lagerung betrifft, sollten Lebensmittel grundsätzlich kühl gelagert werden. Doch eine Lagerung im Kühlschrank tötet die Keime keineswegs ab. Auch Einfrieren hilft nicht.

Der Erreger kann auch von einem Gemüse auf das andere übertragen werden, beispielsweise dann, wenn belastete Gurken in Kontakt mit unbelasteten Karotten kommen. Das RKI betont dazu: "Eine Übertragung von Keimen von einem Lebensmittel auf ein anderes ist grundsätzlich durch Kreuzkontamination (z.B. Kontakt, über Küchengeräte und Hände) immer möglich. Lebensmittel die mit den verdächtigen Produkten in Kontakt gekommen sind, sollten ebenfalls nicht roh verzehrt werden.“ Verzichten sollten Sie auch auf „Mischprodukte“, zum Beispiel ein belegtes Brötchen, auf dem sich ein Salatblatt oder eine Tomatenscheibe befindet. Hier gilt, wenn Sie die Herkunft und vor allem die Sauberkeit des jeweiligen Lebensmittels nicht kontrollieren können, lassen Sie es weg. Das bestätigt noch einmal das RKI.