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Ewige Helden: Biathletin Uschi Disl - die Biografie

Ewige Helden: Uschi Disl ist Olympiasiegerin und achtfache Weltmeisterin
Biathletin Uschi Disl will in "Ewige Helden" gegen die Besten der Besten antreten © picture alliance / AP Photo

Ewige Helden: Uschi Disl ist Olympiasiegerin und achtfache Weltmeisterin

Olympiasiegerin, achtfache Weltmeisterin und dreißigfache Weltcupsiegerin. Uschi Disl ist eine der erfolgreichsten Biathletinnen der olympischen Geschichte. In der VOX-Sportler-Doku "Ewige Helden" will sie gegen die Besten der Besten des deutschen Sports antreten.

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Uschi Disl wird am 15. November 1970 in Bad Tölz geboren. Sie ist schon immer naturverbunden und fährt viel Alpin-Ski, aber ihr liebstes Hobby wird schnell das Langlaufen. Im Alter von elf Jahren tritt sie als Langläuferin in den "Skiclub Moosham" ein, dem sie bis heute treu geblieben ist. Eines Tages wird sie gefragt, ob sie einen Biathlonlehrgang mitmachen möchte und merkt schnell, dass ihr die Kombination aus Langlauf und Schießen liegt. Nach dem Schulabschluss auf einer Mädchen-Klosterschule absolviert Disl zunächst eine klassische Banklehre. Im Winter trainiert sie jede freie Minute, gewinnt bereits 1988/89 den Europacup und darf 1989 im Weltcup in Ruhpolding starten. Das erste persönliche Highlight des Jahres 1990 ist die Goldmedaille im Team bei der Juniorenweltmeisterschaft.

Uschi Disl wird mit 20 Jahren in die Nationalmannschaft aufgenommen und fängt gleichzeitig bei der Bundespolizei an. Dort kann sie professionell trainieren und das nicht nur im Winter. Gleich in der ersten Saison 1990/1991 gelingt ihr der erste Weltcupsieg: In Les Saisies holt die damals 20-Jährige den ersten Platz im Sprint. Trotz der Erfolge sind die Trainer nicht immer zufrieden mit Disls Leistung, denn beim Schießen zeigt sie Konzentrationsfehler. Die Angst vor einem Fehlschuss begleitet sie ihre gesamte Karriere. 1992 darf sie bei den Olympischen Winterspielen in Albertville dabei sein. Damenbiathlon ist erst seit diesem Jahr olympische Disziplin und Disl gewinnt mit ihrer Staffel Silber. In der nächsten Saison ist Disl nicht in Form: Ein vierter Platz in der Staffel war das beste Resultat. Kurz denkt sie sogar darüber nach aufzuhören, doch sie kämpft sich wieder zurück. Und es lohnt sich: 1994 in Lillehammer gewinnt sie Bronze über 15 Kilometer und Silber in der Staffel. 1994 absolviert sie die Prüfung der Bundespolizei und ist nun Polizeimeisterin. Intensiv bereitet sie sich auf die kommende Saison 1994/1995 vor. Eine Saison, von der sie mit einer Goldmedaille und drei Silbermedaillen von der Weltmeisterschaft im Südtiroler Antholz zurückkehrt.

Uschi Disl gilt als das deutsche Vorzeige-Ausnahmetalent

In Nagano will sie 1998 endlich olympisches Gold holen. In den Einzelrennen gewinnt sie die Silber- und Bronzemedaille und in der Staffel gewinnen sie und ihr Team das ersehnte olympische Gold. Uschi Disl prägt seitdem deutlich die Biathlon-Disziplin und gilt als das deutsche Vorzeige-Ausnahmetalent. 1999 gelingt ihr der 15. Weltcupsieg – die neue Bestmarke bei den Frauen! Auch bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City 2002 tritt sie an, bei denen die Spitzenleistung von ihr und ihrem Team mit der Silbermedaille im Sprint und mit der Wiederholung der Goldmedaille in der Staffel belohnt wird.

Der "Bayerische Sportpreis" wird ihr 2003 verliehen und sie wird "Botschafterin des bayerischen Sports". Mit großen Erwartungen geht Uschi Disl 2004 in die WM, die bei ihr zu Hause in Oberhof stattfindet. Doch sie wird zu einer ihrer größten Enttäuschungen: Zuerst kann sie wegen einer Virusgrippe nicht zum Einzel antreten. Dann – einigermaßen fit beim Massenstart – stürzt sie in der ersten Runde und die Chance auf eine Medaille ist verloren.

Doch 2005 ist Disl fitter denn je: Bei der Weltmeisterschaft im österreichischen Hochfilzen wird sie innerhalb von 24 Stunden zweimal Weltmeisterin, im Sprint und in der Verfolgung. Belohnt wird sie in diesem Jahr zusätzlich mit der Auszeichnung "Sportlerin des Jahres" und dem "Bambi" in der Kategorie Sport. Bei den olympischen Spielen 2006 in Turin wird Uschi Disl von den Trainern in der Staffel nicht berücksichtigt. Doch das spornt die Kämpferin nur noch mehr an und sie holt beim Massenstart die Bronzemedaille. In der gleichen Saison im März 2006 kündigt Disl ihren Rückzug aus dem Biathlon Worldcup an – nach 16 Jahren im Weltcup ist für sie der richtige Moment gekommen.

2007 bringt Disl ihr erstes Kind zu Welt und ist nach einem Jahr Babypause als TV-Expertin und Kommentatorin bei der ARD tätig. 2012 zieht sie mit ihrem Lebensgefährten Thomas Söderberg in seine Heimat Schweden. Sie spricht fließend Schwedisch und hat mittlerweile zwei Kinder.

Im Frühjahr 2016 tritt Uschi Disl in "Ewige Helden" bei VOX gegen die Besten der Besten des deutschen Sports an.

Frank Busemann holt den Sieg
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Das Finale von "Ewige Helden" (Teil 2)

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