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Ewige Helden: Evi Sachenbacher-Stehle zählt zu den besten Langläuferinnen und Biathletinnen

Biathletin und Langläuferin Evi Sachenbacher-Stehle
Evi Sachenbacher-Stehle tritt bei "Ewige Helden" gegen die Besten der Besten an. © VOX, Evi Sachenbacher-Stehle / privat

Evi Sachenbacher-Stehle will beweisen, dass sie die Beste der Besten ist

Mit fünf olympischen Medaillen, sechs WM-Medaillen und zehn Weltcupsiegen ist Evi Sachenbacher-Stehle eine der besten Langläuferinnen und Biathletinnen Deutschlands: Sie läuft allen davon. In der VOX-Sportler-Doku "Ewige Helden" will sie beweisen, dass sie nicht nur auf Skiern eine Top-Athletin ist. 

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Evi Sachenbacher wird am 27.11.1980 im oberbayrischen Reit im Winkl geboren. Schon früh beginnt sie mit dem Wintersport. "Beim Ski Alpin hatte ich aber immer ein bisschen Schiss", gesteht sie und versucht sich stattdessen mit gerade einmal vier Jahren am Langlauf. Mit Erfolg: Mit zehn Jahren gehört sie der regionalen Chiemgau-Auswahl der besten Langläuferinnen an, mit zwölf Jahren schafft sie es in den Bayern-Kader und noch vor ihrem 15. Geburtstag ist sie Teil der Deutschen Auswahl. Am Sportgymnasium in Berchtesgaden wird ihr großes Talent in dieser Zeit weiter gefördert, vor allem von ihrem Trainer Jürgen Seifert. Doch vor allem zählt für sie der Spaß am Sport. Bei der Junioren-Langlauf-WM 1997 wird Evi Sachenbacher nicht nominiert – ihr Trainer will nicht, dass sie zu früh verheizt wird. Doch später hat sie der Ehrgeiz gepackt. Und sie wird für ihre Mühen belohnt. Im Januar 1998 schnuppert sie bei der Junioren-WM in Pontresina internationale Wettkampf-Luft. Mit 18 Jahren darf sie im Dezember 1998 schließlich erstmals im Weltcup starten – neben den größten Stars der Langlauf-Szene. "Es war einfach Wahnsinn, die plötzlich alle live zu sehen. Ich hatte natürlich riesen Respekt." Bei der Langlauf-WM 1999 gewinnt sie dann mit der Staffel die Bronzemedaille.


Im Jahr danach absolviert sie ihr Abitur am Sportgymnasium und erringt 2001 ihren ersten Weltcup-Sieg beim Sprint in Garmisch-Partenkirchen. Ihr endgültiger Durchbruch folgt im Jahr 2002: Trotz einer zuvor zugezogenen, ernstzunehmenden Schulterverletzung, holt sie in Salt Lake City die Goldmedaille mit der Staffel und die Silbermedaille im Sprint. "Ich war ganz aus dem Häuschen, dass ich überhaupt bei Olympia dabei sein konnte. Aber bei der Siegerehrung hab ich mich gefühlt wie ein Popstar." Evi Sachenbacher ist nun fester Bestandteil des Langlauf-Zirkus. Bei der Weltmeisterschaft 2003 in Fleimstal gewinnt sie Gold in der Staffel und Silber in der Verfolgung. Es folgen zwei sportlich durchwachsene Saisons, doch privat ist sie überglücklich: Neben einer erfolgreichen intensiv-Ausbildung der IHK zur Bürokauffrau heiratet sie im Juli 2005 den alpinen Skirennläufer Johannes Stehle. Und auch sportlich kämpft Evi Sachenbacher-Stehle sich schließlich wieder an die absolute Weltspitze zurück. Doch aufgrund einer Schutzsperre wegen eines erhöhten Hämoglobin-Wertes darf sie aber bei den olympischen Spielen 2006 in Turin zunächst nicht in ihrer Paradedisziplin, der 15-Kilometer-Verfolgung, starten. Medien bringen ihren Namen mit Doping in Verbindung, doch sie beteuert immer ihre Unschuld. "Da ist eine Welt für mich zusammengebrochen. Ich habe gedacht, was Schlimmeres kann mir nicht mehr passieren", erklärt sie. Nach der fünftägigen Sperre darf sie unter anderem an der 4x5-Kilometer-Staffel im Verlauf der Spiele wieder teilnehmen – und holt mit der Mannschaft Silber! Bei den Weltmeisterschaften 2007 in Sapporo und 2009 in Liberec knüpft sie an ihre Erfolge an. Ihre dritten Olympischen Spiele 2010 in Vancouver krönen ihre Langlaufkarriere: Sie holt Gold im Teamsprint und Silber mit der Staffel. 


Im Sommer 2011 entschließt sich Evi-Sachenbacher-Stehle für eine längere Pause. Zwölf Jahre Leistungssport haben Spuren hinterlassen. Die Teilnahme am Weltcup 2011/2012 sagt sie ab. Doch schnell merkt sie, dass ihr der Sport fehlt. Weil es einfach besser in den Zeitplan passt, nimmt sie in dieser Saison zunächst am Vorbereitungskurs der Biathletinnen teil.


Das gemeinsame Training macht ihr Spaß: "Nach meinem Tief tat mir diese Herausforderung einfach gut." Im März 2012 gibt Evi Sachenbacher-Stehle bekannt, ab  der Saison 2012/2013 im Biathlon zu starten. Mit dem Gewehr auf den Schultern gewinnt sie bei ihrem ersten offiziellen Wettkampf mit der bayerischen Mixed-Staffel ihren ersten deutschen Meistertitel im Biathlon. Ihren ersten internationalen Weltcup-Sieg feiert sie in der Staffel beim Weltcup im russischen Sotschi. Durch ihre guten Resultate im Weltcup nominiert der deutsche Biathlon-Verband Evi Sachenbacher-Stehle für ihre vierten Olympischen Spiele 2014 in Sotschi. Sie liefert eine starke Leistung in der Loipe, trifft alle 20 Scheiben und wird Vierte im Massenstart. Doch bei der Dopingprobe nach dem Wettkampf werden jedoch Spuren von Methylhexanamin gefunden. Die Deutsche wird aufgrund der positiven Dopingprobe aus der deutschen Olympiamannschaft ausgeschlossen. Evi Sachenbacher-Stehle betont, die Substanz unbewusst über ein Nahrungsergänzungsmittel zu sich genommen zu haben. Gegen die erhobene Dopingsperre klagt sie, doch auch wenn diese schließlich deutlich verkürzt wird, erklärt sie im November 2014 ihren Rücktritt vom aktiven Leistungssport. Evi Sachenbacher-Stehle lebt mit ihrem Mann und ihrer im November 2015 geborenen Tochter Mina in Fischen bei Oberstdorf. Sie studiert Ernährungsberatung.


Im Frühjahr 2017 tritt Evi-Sachenbacher-Stehle bei "Ewige Helden" bei VOX gegen die Besten der Besten an.                

Frank Busemann holt den Sieg
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Das Finale von "Ewige Helden" (Teil 2)

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