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Ewige Helden: Faris Al-Sultan: "Ich wollte auch ein Eisenmann sein"

Faris Al-Sultan, Ewige Helden
Die Stärke des "Ewige Helden"-Athleten Faris Al-Sultan ist das Durchhaltevermögen. Er hat bereits mehrfach den härtesten Triathlon der Welt gewonnen, den Ironman. © picture alliance / Eibner-Presse, picture alliance

Faris Al-Sultan: "Ich wollte auch ein Eisenmann sein"

Ironman World Champion, Ironman-Europameister und dreimaliger Deutscher Meister auf der Langdistanz: Faris Al-Sultan gehört zu den besten Triathleten der Welt. Bei der VOX-Sportler-Doku "Ewige Helden" wartet eine weitere Herausforderung auf den Kämpfer.

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Faris Al-Sultan wird als Sohn eines Irakers und einer Deutschen am 21. Januar 1978 in München geboren. Wegen seines anfänglichen Übergewichts beginnt er als Teenager eine Nulldiät und nimmt stark ab. Im Alter von 14 Jahren beginnt er täglich zu schwimmen, nebenbei fährt er Rad und läuft viel. Er möchte etwas machen, das anstrengend ist, denn im Durchhalten liegt seine Stärke. "Ich wollte auch ein Eisenmann sein", erzählt er heute. Er intensiviert sein Training und im Alter von 16 Jahren läuft er bereits seinen ersten Marathon – was er zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht darf, denn das Mindestalter beträgt 18 Jahre. Aber er schummelt sich älter, um seinem Traumziel näher zu kommen: Eines Tages einen Ironman zu laufen: 3,86 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren, 42,195 Kilometer Laufen. Diesen absolviert er 1997 mit 19 Jahren auf Lanzarote, da er dafür in Deutschland noch zu jung ist. Er belegt den 66. Platz von insgesamt 800 Mitläufern. Das Ergebnis spornt ihn an, einen weiteren Ironman zu meistern. Er will schnell unter die Besten.

Neben dem Sport studiert Faris Al-Sultan zunächst Geschichte und Kultur des Nahen Orients an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Doch Al-Sultan muss sein Studium wegen der zunehmenden Doppelbelastung bald abbrechen – denn der Sport ist ihm deutlich wichtiger. Er legt eine steile Karriere hin und gewinnt auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn 2005 den Ironman Hawaii – den härtesten Ausdauerwettkampf der Welt. Nach Thomas Hellriegel (1997) und Normann Stadler (2004) ist er damit der dritte Deutsche, der diesen Wettbewerb für sich entscheiden kann. Für diese sportliche Höchstleistung erhält er sowohl den "Bambi" in der Kategorie Sport als auch die Auszeichnung "Performance of the year" des kalifornischen Magazins "Competitor". Im Jahr 2007 wird er zum "Botschafter des bayerischen Sports" ernannt. Im gleichen Jahr veröffentlicht er das Buch "Triathlon”, in dem der Ironman-Weltmeister einen Einblick in seinen Sport gewährt und Einsteigern und Fortgeschrittenen hilfreiche Tipps gibt.

2011 wird Faris Al-Sultan Triathlon-Europameister

In den kommenden Jahren folgen weitere "Ironman"-Siege in Malaysia, Regensburg, Österreich und Lanzarote. In Frankfurt siegt er 2011 und wird damit Triathlon-Europameister. 2013 kommt der "Ewige Helden"-Athlet zu seinem letzten großen Triumph: Auf Lanzarote kann der Überflieger auch bei diesem Ironman den ersten Platz belegen. Doch nun will er mehr für seine Familie da sein, nicht mehr monatelang im Ausland unterwegs sein und sich dem großen Druck aussetzen. 2014 kommt sein Sohn zur Welt, im November folgt die Hochzeit mit der früheren Triathletin Ina Reinders. 2015 beendet Faris Al-Sultan seine Profi-Karriere. Er will weiter dem Sport verbunden bleiben, Verbandsarbeit betreiben und als Trainer tätig werden.

Mit viel Ausdauer und einem großen Kämpferherz stellt sich Faris Al-Sultan nun noch einmal einer sportlichen Herausforderung und will sich ab dem 02. Februar in "Ewige Helden" bei VOX mit den besten Athleten Deutschlands messen.

Frank Busemann holt den Sieg
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Das Finale von "Ewige Helden" (Teil 2)

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