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Geschickt eingefädelt 2016: Heidi muss das Nähatelier in Woche vier verlassen

Heidi muss das Nähatelier verlassen
Heidi muss das Nähatelier verlassen Anika näht ihr erstes Meisterstück der Woche 00:02:22
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Knappe Entscheidung bei den Maßanfertigungen

Es ist heiß und aufregend im Nähatelier von "Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?", denn im Viertelfinale müssen die fünf verbliebenen Kandidaten nicht nur erstmals zum Motto "Männermode" schneidern, sondern gleich am lebenden Objekt Hand anlegen und eine Maßanfertigung für ein Männermodel abliefern. Zudem soll eine Herren-Chino in ein Damenoberteil upgecycelt werden – was Küken Anika am besten gelingt. Heidi dagegen muss "Geschickt eingefädelt" nach langen Diskussionen der Jury verlassen.

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Anika näht ihr erstes "Meisterstück der Woche"

Die neue Woche bei "Geschickt eingefädelt" startet verkehrt herum für die Kandidaten. Denn während Anika, Felix, Heidi, Julian und Tanja bisher immer zuerst mit der Technikaufgabe gestartet sind, müssen sie sich in der vierten Woche zunächst dem Upcycling widmen: Eine Herren-Chino soll in ein Damenoberteil verwandelt werden, was teilweise für Verzweiflung sorgt. Besonders Julian, der unter den Kandidaten schon als Favorit für das Finale gehandelt wird, kann mit der Aufgabe gar nichts anfangen. Anika und Felix hingegen starten motiviert in ihr Upcycling, Tanja möchte mit einer ausgefallenen Idee glänzen und Heidi hat sich vorgenommen, etwas Moderneres zu nähen als bisher.

Die "Geschickt eingefädelt"-Juroren haben sich außerdem einen Kniff für die Bewertung überlegt: Während Guido Maria Kretschmer den Kandidaten wieder mit Rat und Tat zur Seite steht, sieht Inge Szoltysik-Sparrer die Upcyclings erst bei der Beurteilung und wird somit eine Blindbewertung vornehmen. Bei Tanjas Modell, einer Corsage mit Schnürungen, tippt Inge richtig und es kommt bei ihr sehr gut an: "Bei einer Corsage kann man schön das Können unter Beweis stellen und die Passform reinbringen. Das ist hier sehr gut gelungen." Während Felix' Upcyclings bisher nicht so wirklich bei der Jury punkten konnten, ist seine reduzierte Weste dieses Mal ein Volltreffer: "Sehr stylisch, trendig und originell." Doch Inge ordnet die Weste falsch zu und tippt auf Julian als Schöpfer der Weste – für Felix ein großes Kompliment. Julian dagegen ist "not amused": "Das ist nicht mein Stil." Bei seiner Bewertung dann fällt die Laune noch weiter ab, denn sein Oberteil wird als "unmodisch" abgestempelt. Heidis Neu-Definition des Begriffs Style ist zwar handwerklich einwandfrei, für Inge allerdings nicht besonders schick. Das mädchenhafte Oberteil im Marinelook dagegen ordnet Inge Anika korrekt zu, lobt den genähten Handsaum und kürt sie am Ende der vierten Woche zum "Meisterstück der Woche" – für die 21-Jährige Anika ein Ritterschlag: "Ich bin überglücklich."

Anikas Upcycling schneidet am besten ab
Anikas Upcycling schneidet am besten ab Julian landet auf dem letzten Platz 00:02:47
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Heidi nach ihrem Aus: "Ich bin zufrieden mit mir"

Aufregend geht es dann bei der Technikaufgabe weiter: Die Kandidaten müssen für echte Männermodels ein Hemd maßanfertigen. Das bedeutet, nicht nur unter den wachsamen Augen der durchtrainierten Männer zu nähen, sondern ihnen bei den Ausmessungen auch ganz schöne nahe zu kommen. Julian will besonders konzentriert arbeiten, um sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und Anika scheint ihren Spaß mit dem Model zu haben, das ihr sogar beim Nähen zur Hand geht. Bei Felix und seinem Model dagegen gibt es auf beiden Seiten eine Krise: Während Felix beim Nähen mit den Maßen des breiten Kreuzes seines Models kämpft, kann sich das Mannequin so gar nicht mit dem bunten und sehr stark gemusterten Oberteils anfreunden. "Ein Model muss das anziehen, was die Designer ihm präsentieren", gibt sich Felix von seiner Idee überzeugt.

Doch bei der Bewertung dann muss Felix zittern, denn er ist mit seinen Näharbeiten nicht fertig geworden. Das Hemd hat keine Ärmel, dafür viele Füchse, Eulen und weitere Muster. "Das würde ich nicht so als geglückt bezeichnen. Du hast dir selbst viele Schwierigkeitsgrade eingebrockt und das ist eine Summierung von Selbstüberschätzung." Auch Heidis Hemd hält den kritischen Blicken von Inge Szoltysik-Sparrer nicht stand. Guido Maria Kretschmer nennt die Zeit als maßgebliches Problem für Heidi und diese erkennt: "Die Bewertung war fair. Ich war einfach nicht fertig." Julian, Anika und Tanja dagegen können mit ihren Maßanfertigungen punkten und bekommen – mit einigen Abstrichen – ein positives Feedback der Jury.

"Das Urteil ist fair, ich war einfach nicht fertig"
"Das Urteil ist fair, ich war einfach nicht fertig" Kritische Worte für Heidis Maßanfertigung 00:02:59
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Nach vielen Diskussionen der Jury entscheiden Inge Szoltysik-Sparrer und Guido Maria Kretschmer, dass Heidi bei "Geschickt eingefädelt" ausscheidet. "Es war fast nicht möglich, uns zu entscheiden. Es war sehr eng beieinander. Aber leider muss uns Heidi verlassen. Mir fällt das sehr schwer", so Guido Maria Kretschmer. Die älteste Kandidatin verlässt das Nähatelier mit vielen tollen Eindrücken und ist stolz auf ihre Leistung: "Ins Viertelfinale einzuziehen ist doch nicht schlecht. Ich bin zufrieden mit mir und dass wir Kandidaten wirklich so fair miteinander umgehen, damit habe ich nicht gerechnet." Wie sich die vier verblieben Kandidaten Anika, Felix, Julian und Tanja im Halbfinale von "Geschickt eingefädelt" schlagen, zeigen wir am 6. Dezember um 20.15 Uhr.

Wer scheitert an der Nähmaschine?
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Halbfinale bei "Geschickt eingefädelt"

Wer scheitert an der Nähmaschine?