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Goodbye Deutschland: Elvira Ruf zieht es der Liebe wegen nach Ghana

Auswanderin Elvira trägt die rosarote Brille

Endlich ist es soweit: "Goodbye Deutschland"-Kandidatin Elvira Ruf wandert nach Ghana aus, wo ihr Ehemann Collins lebt. Doch schon bald muss sie feststellen, dass ihre große Liebe nicht immer nur liebevoll und zuvorkommend ist. Schnell zeigt Collins vor Ort eine ganz andere Seite und fordert 2.000 Euro für das Leben in Ghana. Elvira blickt aber weiterhin durch ihre rosarote Brille und glaubt fest an ihre Liebe und ihr neues Glück.

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"Goodbye Deutschland"-Kandidatin Elvira Ruf mit ihrem Ehemann Collins
Elvira Ruf zieht nach Ghana zu ihrem Mann. Doch meint Collins es wirklich ernst? © Ghana: Elvira Ruf, VOX / infonetwork

Fast ein Jahr hat "Goodbye Deutschland"-Kandidatin Elvira Ruf darauf gewartet, zu ihrem Ehemann Collins nach Ghana zu ziehen. Kennen gelernt haben sie sich über einen Bekannten von Elvira. Nach ein paar E-Mails, Textnachrichten und Telefonaten flog die 53-Jährige nach Ghana, und schon bei ihrem zweiten Besuch heirateten die beiden. Die Bedenken ihres Umfeldes, der 26-Jährige würde sie nur ausnutzen, schießt die Frührentnerin weiterhin in den Wind. Dabei ist "Scamming", wie das Vorgehen der Liebes-Mafia genannt wird, in Westafrika nicht ungewöhnlich: Männer erobern im Internet das Herz einer Frau und bringen sie schließlich um ihr Geld. Davon will Elvira aber nichts wissen, trotz Collins' Vergangenheit: "Mein Mann hat versucht zu 'scammen', aber er war damals schon zu gutmütig und konnte die Leute nicht um Geld fragen. Dann hat er es wieder aufgegeben", erklärt die Auswanderin und schiebt nachdenklich hinter her: "Ich weiß, dass ich ihn liebe. Was daraus wird, kann niemand sagen."

Eigentlich wollte das Ehepaar gemeinsam in Elviras Heimat im Schwarzwald leben, doch Collins darf in Deutschland nicht einreisen. Daher zieht es die Frührentnerin nach Ghana. Nach ersten finanziellen Problemen am Flughafen in Accra ist sie froh, endlich bei ihrem geliebten Collins zu sein. Doch schon nach der ersten Nacht zeigt ihr Ehemann ein anderes, gar nicht mehr so liebevolles, Gesicht: Er fordert 2.000 Euro von dem "Goodbye Deutschland"-Team. "Wir brauchen ein bisschen Geld, damit wir hier leben und unser Leben regeln können, bevor wir nach Deutschland können", erklärt Collins. Die Auswanderin ist geschockt: "Das bin ich gar nicht gewöhnt von ihm, dass er so auf Geld steht." In Deutschland sei das viel Geld, in Ghana nicht, erklärt Collins. Dabei liegt das durchschnittliche Monatseinkommen in dem afrikanischen Land bei 300 Euro. "Es ist, als wenn er zwei Seiten hat", stellt Elvira Ruf fest. Dennoch zweifelt sie nicht an seiner Liebe, schließlich fordere er das Geld auch für sie, um ihr ein besseres Leben in Ghana zu ermöglichen. Einen Kompromiss finden die beiden trotzdem nicht. Als Elvira mit dem "Goodbye Deutschland"-Team aufbricht, um ihre neue Heimat zu präsentieren, lässt Collins sie ohne weiteres ziehen. Dabei war der 26-Jährige nur wenige Stunden vorher noch sehr zuvorkommend.

"Goodbye Deutschland"-Kandidatin Elvira gibt nicht auf

Auf dem Weg zu Elviras neuem Zuhause gibt es das nächste Problem: Sie kann das Apartment nicht finden. Zwei Stunden irrt sie in ihrer Nachbarschaft herum, und Collins ist telefonisch nicht zu erreichen. Schließlich trifft sie Dennis, Collins Cousin, der mit einer 82-jährigen Amerikanerin verheiratet ist. Für die Auswanderin keine echte Liebe. Dennis habe sie nur wegen des Geldes geheiratet – im Unterschied zu Collins und Elvira, erklärt Elvira. Ihr Mann habe sie nicht nach Geld gefragt und respektiere sie zu sehr. "Manchmal hängt er den Macho raus, was mir bei jedem anderen Mann aber auch hätte passieren können", findet die "Goodbye Deutschland"-Kandidatin und redet sich die Situation schön. Aber auch am Abend lässt sich Collins lange nicht blicken, doch Elvira will warten. Tatsächlich taucht er schließlich auf und nimmt sie mit nach Hause. Obwohl Collins ihr die kalte Schulter zeigt, sieht Elvira keinen Grund, an ihren Entscheidungen zu zweifeln: "Nein, ich fliege nicht zurück nach Deutschland. Ich gebe jetzt nicht auf."

Das "Goodbye Deutschland"-Team möchte Elvira Ruf die Augen öffnen und bringt sie mit Nana Ocran zusammen, einer deutsch-ghanaischen Geschäftsfrau, die schon öfter Situationen erlebt hat, in denen deutsche Frauen von Ghanaern ausgenutzt wurden. "Ich würde dich gerne warnen und dir sagen, dass du aufpassen musst. Es ist immer wieder die gleiche Story", erklärt Nana. "Die Frauen, die ich bisher gesehen habe, wurden alle ausgenutzt und sind mit gebrochenem Herzen und pleite wieder nach Hause gegangen. Dort haben sie dann neu anfangen müssen und es war noch schlimmer als vorher." Immerhin ein wenig Anklang scheinen Nanas Worte bei Elvira zu finden: "Nach den letzten Tagen bin ich sehr viel vorsichtiger", erklärt die "Goodbye Deutschland"-Kandidatin. "Ich bin verliebt in ihn, aber ich bin kein Teenager mehr, der alles für die große Liebe tut."

Auch das letzte Angebot des "Goodbye Deutschland"-Teams, wieder mit nach Deutschland zu fliegen, lehnt Elvira ab – doch ein paar Monate später ist sie wieder da: "Ich bin wieder hier, weil ich finanzielle Dinge regeln musste und auch wegen meiner Gesundheit. Das läuft jetzt alles und dann gehe ich wieder zu meinem Collins nach Ghana." Collins habe sich nach dem großen Streit schnell wieder erholt und ihr schöne Dinge geholt, wie Schmuck und Kleidung – allerdings von dem Taschengeld, das sie ihm gegeben hat.

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