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Goodbye Deutschland: Im Sudan eckt Renata mit ihrer westlich-modernen Lebensweise an

Renata schlägt sich trotzdem gut durch
Renata schlägt sich trotzdem gut durch Modere Frauen sind im Sudan unbekannt 00:04:44
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Die fremde Kultur des Sudans setzt Renata zu

Für die Liebe gibt sie alles auf: Die Deutsch-Polin Renata hat ihrer Heimat Bremen den Rücken gekehrt, um im Sudan ihren 27 Jahre jüngeren Verlobten Paul zu heiraten. Dass sie als westlich orientierte Frau in dem streng muslimischen Land auf diverse Schwierigkeiten treffen wird, ist der "Goodbye Deutschland"-Auswanderin bewusst. Doch erst nach der Hochzeit, als der Alltag für das frisch vermählte Paar eintritt, realisiert Renata, dass sich ihr Leben von nun an grundsätzlich verändern wird. Aber ist die selbstbewusste Blondine bereit, sich den Gepflogenheiten des Landes anzupassen?

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Goodbye Deutschland: Im Sudan eckt Renata mit ihrer westlich-modernen Lebensweise an
Im Sudan eckt Renata mit ihrer westlich-modernen Lebensweise an © VOX

Vor vier Jahren lernte Renata ihren Paul im Türkeiurlaub kennen. Trotz des großen Altersunterschieds verliebte sich das ungleiche Paar ineinander, denn "Alter ist nicht wichtig", war sich Renata entgegen aller Kritiker sicher. Um nach der langen Zeit der Fernbeziehung nun endlich täglich Zeit mit ihrem Liebsten verbringen zu können, entschließt sich die "Goodbye Deutschland"- Auswanderin dann, zu dem professionellen Fußballspieler in den Sudan zu ziehen. Nun will das frisch vermählte Brautpaar beschwingt in ein liebevolles Eheleben starten.

Doch Liebesbekundungen in der Öffentlichkeit werden im Sudan nicht gern gesehen. Sich berühren, küssen, zärtlich miteinander sein: Für Paul und Renata ist das außerhalb ihrer eigenen vier Wände Tabu. Im Alltag haben die beiden aber ohnehin nicht sehr viel Zeit füreinander, denn als professioneller Fußballspieler verbringt Paul die meiste Zeit beim Training auf dem Spielfeld. Renata hingegen möchte sich als Hausfrau nützlich machen und ihrem Mann ein köstliches Mahl zubereiten. "Ich möchte etwas kochen. Normalerweise wollte ich Kartoffelbrei machen, aber ob ich Kartoffeln hier finde, ist eine andere Sache", mutmaßt sie auf dem Wochenmarkt. Dort sind die sprachlichen Verständigungsprobleme nicht die einzigen Sorgen, die Renata auf dem Markt plagen. Auch die abfälligen Blicke der Menschen, denen sie als leger gekleidete Europäerin ausgesetzt ist, belasten die "Goodbye Deutschland"-Auswanderin. "Hier beim Einkaufen wäre es schon gut, wenn ich einen Schleier tragen würde", macht sie eine bittere Erkenntnis. "Langsam bekomme ich schon ein bisschen Angst."

Wird sich Renata an die Gepflogenheiten im Sudan anpassen können?

Trotz anfänglicher Unsicherheiten schlägt sich Renata dann aber wacker beim Einkauf und bekommt auch ohne Arabischkenntnisse die Produkte, die sie sucht. Kommunikativ kann sich die jung gebliebene "Goodbye Deutschland"-Auswanderin also auch mit Händen und Füßen behelfen. Kulturell hingegen steht Renata noch immer vor einer großen Herausforderung. "Was mir hier ein bisschen Angst macht, ist der Glaube. Man kann sich nicht so frei bewegen, wie in Deutschland oder Polen oder woanders", sinniert sie in einer stillen Minute mit Paul. Und auch der spürt, dass das Leben im Sudan für seine Frau sehr schwer wird. "Sie ist aus Europa, für sie ist das hier etwas komplett anderes", weiß er.

Dass ihr neues Leben allerdings so anders sein würde, damit hatte Renata vor ihrer Auswanderung nicht gerechnet. Schweren Herzens entschließt sie sich deshalb nach einigen Wochen, zurück nach Bremen zu gehen. Längerfristig versuchen sie und Paul jetzt, eine gemeinsame Heimat in einem westlich orientierten Land zu finden.

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