Hochbegabt, aber Schulversager

Hochbegabt, aber Schulversager
© Stressfaktor Schule - Deutschland zwischen Drill und Kuschelpädagogik

Lust und Frust intelligenter Kinder

Spitzenreiter unter den Superhirnen fallen schon im Kleinkindalter auf. Ihre Fähigkeiten lassen sich meist durch nüchterne Zahlen belegen: 130, 140, 150 - dahinter verbergen sich die Intelligenzquotienten der Schüler am Hochbegabten-Internat in Schwäbisch-Gmünd. Das ist eine Einrichtung, die sich vorgenommen hat, das überdurchschnittliche Potential ihrer Zöglinge in sinnvolle Bahnen zu lenken, anstatt es - wie an vielen herkömmlichen Gymnasien - einfach verkümmern zu lassen.

- Anzeige -

Doch oft wird Genialität nicht erkannt. Viele hochbegabte Kinder leiden in der Grundschule unter Langeweile oder mutieren zum Klassenkasper. Es gibt Statistiken, nach denen jedes fünfte Kind mit hohem IQ in der Regelschule scheitert. Unlust und Unterforderung sind ebenso ein Problem wie Mobbing durch Mitschüler. Frühkindliche Lernprogramme, Englischunterricht im Kindergarten oder Mathezirkel für Dreijährige sollen Abhilfe schaffen.

Aber Begabungen sind kein Garant für Erfolg und Glück. Sicher ist: Ein IQ von über 140 sorgt nicht allein für gute Noten. Im Gegenteil: Viele der kleinen Intelligenzbestien sind mit normalen Mitteln kaum zu bändigen und enden ohne Schulabschluss. Nur wenn sie Glück haben, landen sie vorher in einer Einrichtung, die auf die Sorgenkinder unter den Superhirnen spezialisiert ist.

SPIEGEL TV über die vielfältigen Fähigkeiten und Probleme von hochbegabten Kindern und Jugendlichen.

"Hochbegabt, aber Schulversager" am Sa, 17.09.2011 um 00:05 Uhr