Interview mit Martin Rütter

Die tierischen 10: Martin Rütter
Die tierischen 10: Hundeexperte Martin Rütter

Martin Rütter

Auf was dürfen sich die Zuschauer der

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neuen Ranking-Show freuen?

Zunächst mal hoffe ich, dass sich die Zuschauer genauso drüber freuen wie ich, denn ich war absolut überrascht, wie vielschichtig das Thema sein wird. Es ist wirklich verrückt, was für ein Gemisch an Tieren wir

dabei haben: von rammelnden Riesenschildkröten über einen Hund, der eine Zunge hat, die fast so lang ist wie sein Körper. Da ist irgendwie alles dabei und da waren auch eine Menge Momente, in denen ich selber echt

verdattert war.

Sie haben sich also gewundert, dass es noch andere Tiere

außer Hunde gibt?

Ja. Ich habe mich zum einen gewundert, dass es ein Leben außerhalb der Hundewelt gibt und zum anderen glaubt man ja, wenn man sich mit einer Tierart gut auskennt, dass man auch so ein Gefühl für andere

Tierarten hat. Aber ich habe bei den Aufzeichnungen schon gemerkt: "Okay, wie sich so eine kalbende Seekuh anhört, wusstest du auch nicht." Ich habe auf einen röhrenden Hirsch getippt. Also es ist wirklich für jeden etwas dabei.

Im Studio gibt es Aktionen mit den Tieren?

Ja. Mir war ganz wichtig, dass das keine sterile Bluebox-Geschichte

wird, bei der der Moderator einfach den Countdown runterfeuert, sondern dass es auch Plaudereien gibt zwischen unseren prominenten Gästen im

Studio. Jeder hat eine Geschichte über seine Tiere oder über Tiere, die er nicht so gut leiden kann, zu erzählen. Und mir war auch wichtig, dass wir Tiere in der Sendung haben, denn ich glaube, dass das gerade für

Familien auch ganz wichtig ist, auch zu sehen: „Boah! Schau mal, da ist ein Hund, der kann zählen! Da ist ein Kakadu, der macht die verrücktesten Stimmen nach!“ und dadurch wird’s einfach viel lebhafter.

Welche Rolle haben Sie in der Sendung?

Ich bin ja in jeder Sendung dabei und bin sozusagen Jochens Dauergast und meine Aufgabe ist, auch aus Expertensicht mal Dinge zu erklären und auch mal zu sagen: "Warum ist denn das eigentlich so? Kann ein

Tier das wirklich?" Ich werde das schon auch immer mit einem Schmunzeln erklären. Und bei manchen Sachen kann ich es auch

gar nicht erklären. Da spekuliere ich wirklich lustig vor mich hin und denke "Hm, kann ein Wellensittich so was wirklich?" Aber immer, wenn es um das Thema "Hund" geht, dann kommt natürlich auch der Expertentipp.

Gibt es bei Ihnen ein tierisches, unvergessenes Erlebnis

mit Tieren, mit Hunden?

Ja: Ich hatte in der Kindheit natürlich Schlüsselerlebnisse. Ich hatte im Elternhaus nicht die Möglichkeit, Kontakt zu Tieren zu haben. Ich habe aber eine Tante, Tante Thea, und ich komme aus dem Ruhrpott und da gab es diese typischen Zechenkolonien. Da gab es so kleine Reihenhäuser und Tante Thea tat in den 70er Jahren etwas, was nicht üblich war. Sie war eine Pflegestelle für Tiere. Also alle im Ort wussten, wenn du ein Problem mit deinem Tier hast oder du willst es nicht mehr, schleppst du es zu Tante Thea. Und dort hatte ich immer Kontakt zu vielen verschiedenen Tieren. Das fing an, dass sie Spinnen zu Hause überwintern ließ und hörte dann damit auf, dass sie einen Esel im Garten stehen hatte. Das Faszinierende war nur, Tante Thea hatte ein wahnsinniges Händchen für Tiere, denn sie schaffte es bei Hunden zum Beispiel innerhalb von sechs Wochen, aus dem nettesten Hund einen Wahnsinnigen zu machen. Also sie bekam immer Hunde, die total nett waren und nach sechs Wochen konntest du das Haus nicht mehr betreten, weil Tante Thea wirklich jedes Tier in den Irrsinn trieb.