Katrin Wolter im Interview

Katrin Wolter im Interview
Katrin Wolter: "Ich persönlich erkenne mich oft in den Szenen wieder und fange an zu schmunzeln". © VOX/Ralf Jürgens

"Julia ist stinkfaul!"

Welche Rolle spielen Sie in "Einfach unzertrennlich"?

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Ich spiele bei dem jüngsten Pärchen Ende 20 die Rolle von Julia Müller, der Freundin von Deniz Akgün (gespielt von Serkan Kaya). Während ihr Freund Deniz von Hochzeit und Kindern träumt und sehr karriereorientiert ist, ist Julia eher locker und liebt es, mit ihren Freundinnen stundenlang zu telefonieren. Ihr größter Traum ist es, als Sängerin ganz groß rauszukommen. Sie geht gerne shoppen und ernährt sich vornehmlich von Junkfood. Ich würde sagen, Julia ist stinkfaul, aber wiederum sehr einfallsreich darin, Auswege aus arbeitsaufwendigen Situationen zu finden. Sie ist mehr mit Tratschen, ihrem Handy und Freundinnen beschäftigt, als mit der Hausarbeit oder Geld zu verdienen.

Welchen Herausforderungen muss sich Ihr Charakter in „Einfach unzertrennlich“ stellen?

Für Julia sind die kleinen Anspielungen, die sehr oft von ihrem Freund Deniz kommen, eine große Herausforderung: Diskussionspunkte sind immer die Familienplanung und ihr geringes Interesse an einem vernünftigen Job. Julia schafft es aber immer wieder erfolgreich von wichtigen, zukunftsrelevanten Themen abzulenken und mit ihrer lebensfrohen und sorglosen Art zu begeistern.

Wie sehr ähneln die Szenen den wirklichen Alltagsproblemen von Paaren?

Ich persönlich erkenne mich oft in den Szenen wieder und fange an zu schmunzeln. Ich denke, man kann sich in vielen der Situationen wiederfinden oder sich mit dem behandelten Alltagsproblem identifizieren – egal ob bei dem jungen, mittleren oder älteren Pärchen. Die Themen sind zeitgemäß und behandeln das alltägliche Miteinander zwischen zwei sich liebenden Menschen.

Zweitjob: Reiseleiterin in Paris

„Einfach unzertrennlich“ arbeitet mit nur einer Kameraeinstellung ohne Schnitte – wie sind Sie schauspielerisch damit umgegangen?

Es gibt nichts Besseres für einen Schauspieler, als mit nur einer einzigen Kameraeinstellung zu drehen. Man ist frei und kann sich ausprobieren. Ich fühle mich bei den Aufnahmen oft wie auf der Bühne mit einem kleinen Publikum. Wenn wir Szenen wiederholen müssen, entsteht daraus manchmal etwas komplett Neues mit anderer Energie und einem anderen Ende. Das macht riesig Spaß!

Was machen Sie in Ihrer Freizeit, wenn Sie gerade nicht vor der Kamera stehen?

Ich arbeite zwischendurch als Städte-Reiseleiterin in Paris und versuche dort mindestens einmal im Monat Menschen für diese Stadt zu begeistern. Zudem stehe ich stehe auch oft in einem kleinen Kölner Theater auf der Bühne. Ich versuche mich in meiner Freizeit fit zu halten und gehe joggen, schwimmen und mache Yoga. Zeit mit meinen Freunden zu verbringen, ist mir sehr wichtig. Ich gehe mit ihnen zum Beispiel gerne auf Konzerte oder Festivals. Eine besondere Bedeutung hat für mich das Reisen. Sehr spontan treibt es mich oft alleine in die große weite Welt: Erst Anfang des Jahres bin ich mit nur 9 Kilogramm Gepäck für vier Wochen nach Thailand gereist – eine tolle Erfahrung!